Kirbachschule Sachsenheim Start in eine neue Zukunft

Von Michaela Glemser
Ortsvorsteher Hans-Günther Neumann (links), Schulleiterin Birgit Latterell und Bürgermeister Holger Albrich schnitten unter Applaus von Schülern und Eltern ein Band durch. Foto: /Martin Kalb

Der Realschulzweig an der Kirbachschule im Sachsenheimer Stadtteil Hohenhaslach beginnt mit 36 Schülern und einer noch offenen Schulleitungsstelle.

36 Schüler umfasst der erste Jahrgang in den beiden fünften Klassen der neuen Realschule an der Kirbachschule im Stadtteil Hohenhaslach. Davon kommen zwölf junge Menschen aus dem Stadtgebiet Sachsenheim, während der Großteil aus den umliegenden Gemeinden wie Vaihingen, Bietigheim-Bissingen, Löchgau oder Freudental stammt. „Diese Zahlen zeigen, dass die Kirbachschule auch über die Grenzen der Stadt Sachsenheim hinaus große Nachfrage genießt und ihre pädagogische Arbeit Wertschätzung erfährt“, sagte Bürgermeister Holger Albrich, der am Dienstag gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Birgit Latterell und dem Hohenhaslacher Ortsvorsteher Hans-Günther Neumann das rote Band zur Eröffnung der neuen Realschule durchschnitt.

Latterell, die kommissarisch die Schulleitungsgeschäfte übernommen hat und dabei von Anna Höing und Nicole Ulmer aus dem Lehrerkollegium unterstützt wird, verglich die Neuankömmlinge der zweizügigen Realschule mit den zahlreichen grünen Bäumen des Schulgeländes. „Wie diese Bäume individuell verschieden mit ihren ganz eigenen Stärken und Schwächen sind und Zeit zum Wachsen brauchen, darf jede Schülerin und jeder Schüler an unserer Schule individuell wachsen. Wir geben den Schülern dafür die Zeit, damit sie Wurzeln schlagen und über sich hinauswachsen können“, so die kommissarische Schulleiterin.

Besetzungsverfahren läuft

Latterell wird wohl noch einige Zeit warten müssen, bis die Nachfolgerin oder der Nachfolger des langjährigen Schulleiters Rainer Graef gefunden ist, der Ende des vergangenen Schuljahres in den Ruhestand ging. Auf Anfrage der BZ teilte die leitende Schulamtsdirektorin des Staatlichen Schulamts Ludwigsburg, Sabine Conrad, mit, dass die Gremienbeteiligung am Besetzungsverfahren derzeit noch laufe.

Am 7. April dieses Jahres war die Schulleiterstelle an der Kirbachschule ausgeschrieben und damit das mehrstufige Besetzungsverfahren eröffnet worden. Obere Schulaufsichtsbehörde darüber ist das Regierungspräsidium Stuttgart. Die Vertreter der Oberen Schulaufsichtsbehörde sitzen auch mit zwei Mitgliedern in der entsprechenden Auswahlkommission, in der auch ein Vertreter der Schulkonferenz sowie ein Vertreter des Schulträgers, also der Stadt Sachsenheim, beteiligt sind. Der Vertreter der Schulkonferenz ist ein Mitglied des Elternbeirats der Kirbachschule. „Natürlich wünschen wir uns, dass sich die Bewerber im Vorfeld für die Kirbachschule interessieren und die Gegebenheiten vor Ort kennenlernen wollen. Wir freuen uns künftig auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne unserer Schulentwicklung“, sagte Latterell. Sie rechne damit, eventuell noch einige Monate die Aufgaben der Schulleitung interimsweise zu übernehmen und ist froh, dass mit Unterstützung aus ihrem Lehrerkollegium ein guter Weg gefunden werden konnte.

Letzte Werkrealschulabschlüsse

Sich auf Unvorhergesehenes kurzfristig gut einzustellen, ist in der Geschichte der Kirbachschule keine Seltenheit, denn auch nach der Abschaffung der Werkrealschule im Land musste mit der neuen Realschule eine Lösung für den Erhalt der Sekundarstufe im Kirbachtal gefunden werden. „Die Erweiterung und Sanierung der Kirbachschule ist vom Finanzvolumen her das größte Investitionsprojekt in der Geschichte unserer Stadt. Damit wertschätzen wir die tolle Arbeit, die an der Kirbachschule geleistet wird“, lobte Bürgermeister Holger Albrich. Die jetzigen Schüler der siebten Klassen können noch ihre Schullaufbahn an der Kirbachschule mit einem Werkrealschulabschluss beenden. In den fünften und sechsten Klassen ist das nicht mehr möglich, wobei neben dem neuen Realschulabschluss auch der Hauptschulabschluss bestehen bleiben wird. Derzeit bemüht sich die Kirbachschule um eine Rezertifizierung als weiterführende Schule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt für weitere fünf Jahre. Daher hatten die neuen Fünftklässler bei einer Schulhaustour, einer Mitmachgymnastik und einem Schulquiz bei ihrer Einschulungsfeier ausreichend Gelegenheit, sich zu bewegen und ihre neue Schule kennenzulernen.

 
 
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