Mehr Bürgernähe, mehr Service, moderne Technik: Nach rund sechs Wochen Umbauzeit ist der neugestaltete Bürgerservice-Bereich im Kirchheimer Rathaus in Betrieb gegangen. Die Gemeinde hat das Foyer umfassend modernisiert, die Arbeitsplätze neu angeordnet und die Abläufe aus Perspektive der Bürger optimiert. Die Grundlagen für die Neuerungen hat ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg geliefert. Die Gemeindeverwaltung hat anschließend ein funktionales und barrierefreies Konzept konzipiert. „Wir haben unseren Bürgerservice so weiterentwickelt, dass die Menschen mit ihren Anliegen schnell und unkompliziert zum Ziel kommen“, erklärt Bürgermeister Uwe Seibold in einer Pressemitteilung der Gemeinde.
Kirchheim Gemeinde modernisiert den Bürgerservice
Umbau abgeschlossen: Neues Servicekonzept im Kirchheimer Rathaus umgesetzt. Ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen.
Neues Konzept: Service kommt zum Bürger
Ein zentrales Element des neuen Konzepts ist die veränderte Arbeitsweise im Bürgerservice. Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sollen möglichst direkt und ohne Raumwechsel bearbeitet werden. Dazu stehen im neu gestalteten Foyer zwei voll ausgestattete Arbeitsplätze zur Verfügung. Wenn beispielsweise ein Ausweisdokument beantragt und zusätzlich eine Frage zur Hundesteuer geklärt werden soll, bleiben Bürgerinnen und Bürger am Platz sitzen: Mitarbeitende bearbeiten das Anliegen nacheinander am selben Ort. Die Organisation wurde so angepasst, dass die Zuständigkeiten flexibel und besucherorientiert wahrgenommen werden können.
Digitale Technik: „PointID“ im Einsatz
Neu eingeführt wurde das System „PointID“. Es ermöglicht die Erfassung biometrischer Daten direkt im Rathaus. Dazu gehören Lichtbilder, Fingerabdrücke und Unterschriften für Pass- und Ausweisdokumente. Die Daten werden verschlüsselt verarbeitet und gespeichert. Die Lösung erfüllt aktuelle Sicherheitsstandards und vereinfacht das Verfahren, da mehrere Schritte an einem Ort gebündelt werden. Auch das sogenannte Morphing von Lichtbildern wird durch das Verfahren verhindert.
Zentrale Bürgerinformation als Anlaufstelle
Ebenfalls neu eingerichtet wurde eine zentrale Bürgerinformation. Sie dient als erste Anlaufstelle und Orientierungshilfe für Besucherinnen und Besucher des Rathauses. Die Gestaltung des Foyers ist offen und übersichtlich gehalten, auch akustische Bedingungen und Beleuchtung wurden in die Planung einbezogen. Der gesamte Bereich ist barrierefrei zugänglich. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf etwa 100.000 Euro. Darin enthalten sind Möblierung, Elektrik, technische Ausstattung und bauliche Anpassungen.
