Mit den Plänen für die Gestaltung des Busbahnhofs beim Kirchheimer Bahnhof und den Bau eines Parkhauses für fast 200 Fahrräder ist die Gemeinde Kirchheim jetzt einen Schritt weitergekommen. In seiner letzten Sitzung verabschiedete der Gemeinderat den Entwurf, den ein Stuttgarter Stadtplanungsbüro erarbeitet hatte.
Kirchheim Platz für bis zu 200 Fahrräder
Die Planungen für Busbahnhof und Fahrrad-Parkhaus im Cronimet-Areal kommen voran.
Im Süden soll ein Wohngebiet entstehen
Wie bereits in der BZ berichtet, soll der Busbahnhof auf dem ehemaligen Cronimet-Gelände entstehen, konkret soll er südlich des ehemaligen Güterschuppens, zwischen Gleisanlagen und der Bahnhofstraße angelegt werden. Hier können künftig Busse halten und wenden, deren Fahrt am Bahnhof endet oder die von hier aus andere Haltestellen bedienen. Im Süden des künftigen Busbahnhofs ist für später ein Wohngebiet vorgesehen, das direkt an die Bahnhofstraße angeschlossen werden könnte. Der Busbahnhof selbst bleibt damit Bussen, Radfahrern und Fußgängern vorbehalten. Das Fahrradparkhaus entsteht in der Nähe der Gleise und soll in Holzbauweise ausgeführt werden. Sein Dach soll soweit herausgezogen werden, dass es wartenden Reisenden Schutz vor Regen bietet. Um das Gebäude mit Energie zu versorgen, ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach geplant. Je nach Ausführung rechnet die Gemeinde mit Kosten von 1,1 bis 1,2 Millionen Euro für das Fahrrad-Parkhaus. Die Förderquote für das gesamte Projekt beträgt bis zu 90 Prozent.
Bürgermeister Uwe Seibold rechnet damit, dass die Arbeiten an Busbahnhof und Fahrradparkhaus in diesem Winter beginnen werden. „Jetzt geht es in die Werkplanung und dann in die Ausschreibung“, sagte er im Gespräch mit der BZ.
Künftig kürzere Wege zwischen Bahnsteig und Busbahnhof?
Mit dem Bau des Busbahnhofs ist auch die Hoffnung verbunden, dass der Bahnhof selbst optimiert werden kann. Eine Machbarkeitsstudie der Gemeinde, in Auftrag gegeben bei der Bahn, hat schon vor Jahren ergeben, dass der Bahnsteig für die Züge in Richtung Stuttgart nach Süden verlegt werden kann und auf diese Weise näher an den Busbahnhof heranrückt. Damit werden die Wege zwischen Bussen und Bahn für die Fahrgäste deutlich kürzer. Doch bis es soweit ist, dürfte noch einige Zeit vergehen. Erst ab 2031 rückt dieses Projekt bei der Bahn in den Fokus, so Seibold.
