Kleinspielfeld in Erligheim Extrem langer Anlauf

Von Jürgen Kunz
Bürgermeister Rainer Schäuffele übernahm den ersten strammen Schuss auf dem neuen Kleinspielfeld. Foto: /Oliver Bürkle

Das Kleinspielfeld in den örtlichen Sportanlagen konnte am Dienstag offiziell an die Jugend übergeben werden. Bereits 1991 wurde das Feld im Bebauungsplan „Hinter dem Dorf“ ausgewiesen.

Es ist ein Satz, den man oft zu hören bekommt: „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Bürgermeister Rainer Schäuffele bei der offiziellen Einweihung des Kleinspielfelds in den Erligheimer Sportanlagen am Dienstagabend. Dass die Verwirklichung eines solchen gemeindlichen Projektes von der ersten Ausweisung im Bebauungsplan „Hinter dem Dorf“ mehr als drei Jahrzehnte dauert, ist durchaus bemerkenswert und die anfangs genannte Aussage damit mehr als gerechtfertigt.

Bereits 1991 im damaligen Bebauungsplan „Hinter dem Dorf“ und damit 15 Jahre vor Amtsantritt von Bürgermeister Schäuffele war ein Kleinspielfeld in Erligheim ein Thema. Doch dann kamen die Sanierung und Erweiterung der August-Holder-Halle, Kinderhaus- und Krippenhausbau und vieles mehr nach oben auf die Prioritätenliste, auch bei mehrmaligen Jugendbeteiligungen war für die Befragten ein Kleinspielfeld mal mehr, mal weniger wichtiger.

Bereits während den ersten konkreteren Überlegungen hatte die Pielenz-Stiftung 2017 eine finanzielle Förderung von 29 000 Euro zugesichert. Im vergangenen Jahr wurde dann das Büro Rauschmaier Ingenieure (Bietigheim-Bissingen) vom Gemeinderat mit der Planung für ein Kleinspielfeld mit wasserdurchlässigem Kunststoffbelag für Fußball, Basketball und Volleyball beauftragt. In einer Bauzeit von rund sechs Monaten ist ein umzäuntes Spielfeld mit einer Größe von 25 mal 16 Meter entstanden. Die Baukosten betragen rund 250 000 Euro und die Pielenz-Stiftung war bereit, ihre Unterstützung nochmals um 20 000 Euro zu erhöhen. „Sie haben damit 20 Prozent der Kosten übernommen“, bedankte sich Schäuffele bei Wolfgang Findeis, CEO der Amann Group und Beauftragter der Bönnigheimer Pielenz-Stiftung. „Wir unterstützen mit der Pielenz-Stiftung gerne Projekte hier in der Region“, merkte Findeis an.

Nach diesem langen Anlauf für das Erligheimer Kleinspielfeld war es für die Gemeinderäte („Wir sind fast beschlussfähig“, meinte der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern) selbstverständlich, an der kleinen Eröffnungsfeier teilzunehmen, zusammen mit Vertretern der beteiligten Unternehmen, Grundschulrektorin Susanne Zimmer und Sabine Rabe, Gesamtleiterin der Kindertageseinrichtungen, sowie Bauhofleiter Christian Grill, der künftig ein wachsames Auge auf den neuen Platz werfen wird. Die wichtigsten Teilnehmer waren aber eine Gruppe junger Erligheimer Kicker, für die das Kleinspielfeld letztendlich gebaut wurde. Der Platz zwischen Tennisclubheim und Kunstrasenplatz soll uneingeschränkt öffentlich zugänglich sein. Ein Schild mit den notwendigen Benutzungsregeln soll in den nächsten Tagen noch aufgehängt werden.

„Jetzt müssen die Jugendlichen zum Kicken nicht mehr über den Zaun zum Kunstrasenfeld klettern“, sagte Schäuffele und hofft, dass das Kleinspielfeld von der Erligheimer Jugend gut angenommen wird.

 
 
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