Die Kliniken Schmieder und die Gewerkschaft Verdi haben in der dritten Verhandlungsrunde eine Tarifeinigung erzielt. Wie die Arbeitgeberseite mitteilt, schaffe der Abschluss „spürbare Verbesserungen für die Beschäftigten und zugleich langfristige Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Kliniken Schmieder an ihren sechs Standorten in Baden-Württemberg“.
Kliniken Schmieder in Gerlingen Tarifeinigung: „Frühzeitige Gehaltserhöhung dank Druck der Belegschaft“
Verdi und die Kliniken Schmieder erzielen einen Tarifabschluss. Er bringt den Mitarbeitern Gehaltssteigerungen – aber auch Kompromisse waren nötig.
„Der Tarifkonflikt um eine Erhöhung der Tabellenentgelte, der Jahressonderzahlung und des Urlaubsgeldes ist damit vorerst beigelegt“, heißt es auch von Gewerkschaftsseite. Um Bewegung in die zuletzt stockenden Verhandlungen zu bringen, hatten sich laut Verdi zuletzt knapp 300 Beschäftigte an einem ganztägigen Warnstreik beteiligt.
Kliniken Schmieder in Gerlingen: Beschäftigte erhalten mehr Geld
„Am Ende der Verhandlungen steht ein Ergebnis, das den Beschäftigten eine frühzeitige und spürbare Gehaltserhöhung bringt. Damit konnte ein zentrales Ziel nicht zuletzt aufgrund des Drucks der Belegschaft erreicht werden. Bei Weihnachts- und Urlaubsgeld bleibt das Verhandlungsergebnis hinter unseren Erwartungen zurück. Entscheidend ist, dass das Vergütungsniveau des TVöD abgesichert ist und sich die Kliniken Schmieder in Zukunft schrittweise den Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst annähern“, sagt Verdi-Verhandlungsführer Simon Wiese.
Ihm zufolge wurde unter anderem eine Entgeltsteigerung um insgesamt rund 5,3 Prozent in drei Schritten vereinbart: rückwirkend um 0,7 Prozent ab 1. November, weitere 2,8 Prozent ab Mai 2026 und 1,8 Prozent ab April 2027. Die Laufzeit des Vertrags geht bis 30. September 2027.
„Wir sind froh, dass es gelungen ist, gemeinsam einen verantwortungsvollen und tragfähigen Tarifabschluss zu erreichen“, sagt Patrick Mickler, Geschäftsführer und Verhandlungsführer der Kliniken Schmieder. „Die Einigung verbindet faire Entgeltentwicklungen mit der wirtschaftlichen Realität des Gesundheitswesens und gibt unseren Mitarbeitenden ebenso wie den Standorten verlässliche Perspektiven.“ Die Kliniken haben nach eigenen Angaben 2500 Beschäftigte an sechs Klinikstandorten.
