Pendlerstatistik Kreis Ludwigsburg Ludwigsburg für Einpendler attraktiv

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Staus zählen zu den Folgen des Pendelns.⇥ Foto: Martin Kalb

Das Statistische Landesamt hat das Verhalten von Berufspendlern im Kreis Ludwigsburg untersucht.

In Stuttgart, Filderstadt oder Pforzheim wohnen, aber im Kreis Ludwigsburg arbeiten. Das Statistische Landesamt hat Berufspendler in Baden-Württemberg untersucht.

Demnach fuhren im Jahr 2020 insgesamt 221 104 Pendlerinnen und Pendler in den Kreis Ludwigsburg, um hier zu arbeiten. Im gleichen Zeitraum gab es 187 913 Menschen, die den Kreis verließen, um an einem anderen Ort zu arbeiten. Damit lag die Quote der Auspendler bei 79,3, die der Einpendler bei 66,9.

Schaut man sich den Pendlersaldo der Region an, zieht man also die Aus- von den Einpendlern ab, belegt Ludwigsburg mit einem Saldo von +19 062 den ersten Platz. An zweiter Stelle steht Bietigheim-Bissingen mit einem Saldo von +8007. Den dritten Platz belegt Ditzingen mit +3383. Nur drei weitere Gemeinden (Schwieberdingen, Affalterbach und Gerlingen) weisen in dieser Statistik einen positiven Saldo auf.

Negative Differenz

Besigheim (Platz 7), hat mit -253 den geringsten negativen Saldo im Kreis: Hier pendeln 5417 Einwohner zur Arbeit aus, 5164 pendeln ein. Auch Pleidelsheims Differenzbetrag liegt bei 253. Dicht gefolgt von Erligheim (-613), Hessigheim (-903), Bönnigheim (-1040), Freudental (-1043), Oberriexingen (-1199), Mundelsheim (-1205), Wahlheim (-1271), Löchgau (-1346), Kirchheim (-1355), Sersheim (-1678), Markgröningen (-1858), Ingersheim (-2023), Asperg (-2466), Freiberg (-2509), Tamm (-2969), Sachsenheim (-4245), Vaihingen (-4944). Den letzten Platz belegt Remseck mit -8359.

Laut Statistischem Landesamt gewann das Pendeln seit dem frühen 19. Jahrhundert durch die Industrialisierung an Bedeutung und ließ eng miteinander verflochtene Wirtschaftsräume und Metropolregionen entstehen. Die räumliche Konzentration von Unternehmen senke durch die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur die Produktionskosten, was zur Steigerung der Produktivität führe. Dies wiederum könnte Einkommensgewinne für die ganze Region bedeuten. Dem stehen negative Auswirkungen wie Staus, Unfälle und verkehrsbedingte Umweltbelastungen sowie ein wachsender Flächenverbrauch gegenüber.⇥

 
 
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