Kreis Ludwigsburg Unfallatlas zeigt, wo es im Kreis am häufigsten gekracht hat

Von Heidi Falk
In der Wilhelmstraße in Ludwigsburg im Abschnitt zwischen Marktplatz und dem Kreisverkehr an der Sternkreuzung haben 2025 im Kreis die meisten Unfälle mit Personenschaden stattgefunden. Foto: Werner Kuhnle

Das Statistische Landesamt hat den aktualisierten Unfallatlas veröffentlicht. Die BZ hat sich die Unfallschwerpunkte mit Personenschaden im Kreis Ludwigsburg angeschaut.

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg (Stala) hat kürzlich den aktualisierten Unfallatlas veröffentlicht, der einen Überblick über Unfallschwerpunkte im Land bietet. Über eine interaktive Karte können diejenigen Straßen, aufgeteilt in 250-Meter-Abschnitte, eingesehen werden, in denen es mehrfach zu Unfällen mit Personenschaden gekommen ist. Der Unfallatlas betrachtet das Unfallgeschehen von 1995 bis 2025.

Überblick über die Landeszahlen

Im Jahr 2025 kam es auf Baden-Württembergs Straßen zu insgesamt 34.221 Unfällen mit Personenschaden, was einem leichten Anstieg von 2,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Laut Stala ergeben sich daraus im Mittel 94 Unfälle pro Tag, an denen Menschen verunglückten. Der Großteil dieser Unfälle (22.308) ereigneten sich dabei innerorts, 11.913 Unfälle passierten außerhalb von Ortschaften. Bei Betrachtung der Straßen zeigt sich, dass die meisten Unfälle auf Gemeinde- und anderen Straßen verzeichnet wurden (16.693 Unfälle). Rund ein Drittel aller Unfälle mit Personenschaden (10.410) ereignete sich auf Landes- und Kreisstraßen. Auf Bundesstraßen wurde die gleiche Anzahl von Unfällen wie im Vorjahr gemeldet (5127) und am wenigsten Unfälle ereigneten sich auf Autobahnen (1991).

Unfallstellen und Beteiligte

Die häufigsten Unfälle innerorts passieren an Einmündungen (21 Prozent) und an Kreuzungen (17 Prozent). Außerorts waren vor allem Kurven (22 Prozent) und Einmündungen (20 Prozent) die unfallträchtigsten Stellen. An Grundstücksein oder -ausfahrten wurden insgesamt 1774 Unfälle (fünf Prozent), an Kreisverkehren 1135 (drei Prozent) gezählt. Die Verkehrsmittel, die am häufigsten involviert waren, sind Autos, es folgen Fahrräder, inklusive Pedelecs, Krafträder mit amtlichem Kennzeichen sowie Fußgängerinnen und Fußgänger.

Blick auf die Straßen im Kreis

Die BZ hat sich die Unfalldaten für einige Städte und Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg angeschaut. Der Unfallort mit der höchsten Häufung an Unfällen mit Personenschaden liegt erwartungsgemäß in Ludwigsburg. In der Wilhelmstraße im Abschnitt zwischen Marktplatz und dem Kreisverkehr an der Sternkreuzung haben 2025 die meisten Unfälle stattgefunden. Die Unfallhäufigkeit ist in der interaktiven Karte orange markiert, dies entspricht der vierten von fünf Kategorien: sieben bis zwölf Unfälle. Diese Stelle ist die einzig orange markierte Stelle im Kreis. An zwei Unfällen waren Fußgänger beteiligt, Fahrräder waren vier bis 17 Mal beteiligt (rot), Krafträder zwei, Autos sechs bis elf Mal.

In der Barockstadt sind mit einer gelben Markierung (vier bis sechs Unfälle mit Personenschaden) der Straßenabschnitt zwischen der Alleenstraße und der Friedrich-Ebert-Straße, an der die Stuttgarter Straße kreuzt, markiert. Ebenso die Schwieberdinger Straße. Diese variiert in der Unfallhäufigkeit von Abschnitt zu Abschnitt. Besonders unfallanfällig ist die gelb markierte Strecke zwischen Schliefen- und Steinbeisstraße. Auch die L 1140 in Richtung Autobahnauffahrt Ludwigsburg-Süd auf Höhe der Möglinger Straße (Pflugfelden) ist mit einer Unfallhäufigkeit von vier bis sechs gelb gekennzeichnet. Ebenso das letzte Stück der Friedrichstraße an der Ortsausfahrt auf Höhe der Aral-Tankstelle in Richtung Ludwigsburg-Oßweil beziehungsweise Remseck.

In Bietigheim-Bissingen gibt es zwei gelb markierte Unfallstellen, eine an der K 1671 zwischen Carl-Benz- und Bietigheimer Straße. Dort gab es einen Unfall mit Kraftrad- und zwei mit Pkw-Beteilung. Der zweite Unfallschwerpunkt in der Stadt an Enz und Metter befindet sich im Ellental und betrifft die Kreuzung Schwarzwald-/Großsachsenheimer Straße sowie 200 Meter der Großsachsenheimer Straße. Ein Kraftrad war hier in einen Unfall verwickelt, vor allem aber Pkw.

Ansonsten haben sich in Bietigheim-Bissingen 2025 Unfälle mit Personenschaden entlang der Hauptstraßenachsen ereignet, ohne dass sich Unfallschwerpunkte zeigen würden, so etwa die Stuttgarter-, Großingersheimer-, Kayhstraße sowie die Karl-Mai-Allee. Auch in den Stadtteilen sind die Hauptachsen betroffen, etwa die Kleinsachsenheimer Straße durch Metterzimmern oder die Bissinger Straße durch Untermberg.

In Sachsenheim ist kein wirklicher Unfallschwerpunkt zu erkennen, am ehesten in der Bissinger Straße zwischen Ludwigsburger- und Lichtensternstraße (zwei bis drei Unfälle, blaue Markierung) in Großsachsenheim. Die Teilorte Sachsenheims zeigen keine auffälligen Unfallmuster auf.

In Löchgau ist die Erligheimer Straße sowie die L 1115 in Richtung Besigheim blau markiert (zwei bis drei Unfälle). In Bönnigheim betrifft dies die L 1107, Poststraße bis zur Kreuzung Bismarck-/Olgastraße. An diesem Straßenstück gab es 2025 Unfälle mit zwei Fußgängern und zwei Pkw. In Tamm gab es im vergangenen Jahr in der Bahnhofstraße zwischen den beiden Kreisverkehren (Richtung Hauptstraße und Richtung Asperger Straße) zwei Unfälle mit Pkw-Beteiligung und jeweils einen mit Fußgänger- beziehungsweise Radfahrer-Beteiligung.

 
 
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