Kreis Ludwigsburg Wer kandidiert für den Landtag?

Von Yannik Schuster
Am 8. März 2026 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Ob die bisherigen Abgeordneten aus der Region erneut einziehen, ist noch offen. Foto: dpa//Christoph Schmidt

In rund drei Monaten werden die Bürger zur Wahlurne gebeten. Eine Übersicht der Kandidaten für die Wahlkreise Bietigheim-Bissingen, Vaihingen und Ludwigsburg. 

Die Landtagswahl 2026 wirft ihre Schatten voraus, der Wahlkampf nimmt an Fahrt auf. Gerade einmal drei Monate sind es noch, bis die Bürgerinnen und Bürger am 8. März über das neue Landesparlament in Stuttgart abstimmen. Nach der Wahlrechtsreform 2022 wird es zugleich die erste Wahl sein, in der die Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen haben. Wie bei der Bundestagswahl werden dann mit der Erststimme ein Direktkandidat und mit der Zweitstimme eine Partei beziehungsweise deren Landesliste gewählt. Um nicht den Überblick über die Kandidaten zu verlieren, hat die BZ eine Übersicht für die Wahlkreise Bietigheim-Bissingen, Vaihingen und Ludwigsburg zusammengestellt.

Im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen versucht Tayfun Tok für die Grünen sein Landtagsmandat zu verteidigen. 34,2 Prozent holte der Politiker aus Murr im Jahr 2021 – auch getragen von einer grünen Welle: In 58 von 70 Wahlkreisen hatte die Partei das Erstmandat geholt. Auf Platz 28 der Landesliste der Grünen könnte Tok auch ohne ein Direktmandat wieder in den Landtag einziehen – abhängig vom Gesamtergebnis der Grünen. Auf einen Wiedereinzug ins Landesparlament hofft auch der CDU-Abgeordnete Tobias Vogt. Selbst für den Fall, dass er nicht direkt gewählt wird, hat der Kirchheimer mit Platz 11 der CDU-Landesliste gute Chancen. Die SPD schickt wie schon 2021 Daniel Haas ins Rennen. Damals holte der Freiberger 10,6 Prozent, was nicht für ein Mandat reichte. Für die AfD kandidiert der Markgröninger Stadtrat Reno Geisler, für die FDP will Paul Wien, Stadtrat in Großbottwar, in den Landtag einziehen. Die Linke tritt mit Ingrid Petri an. Weiter kandidieren Cal Engelhardt für die Partei Volt und Ulrich Kappl für „dieBasis“.

Im Wahlkreis Vaihingen tritt Markus Rösler (Grüne) nach 15 Jahren im Landtag nicht erneut an. An seiner Stelle versucht Meike Günter (Listenplatz 33) das Direktmandat für die Grünen zu verteidigen. Ihr Kontrahent von der CDU ist kein Unbekannter. Konrad Epple, der seit 2011 den Wahlkreis Vaihingen in Stuttgart vertritt, will erneut in den Landtag. Bei der SPD setzt man ebenfalls auf ein vertrautes Gesicht: Torsten Liebig, der 2021 9,6 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte, versucht erneut sein Glück.

Nikolas Boutakoglou, der 2021 noch im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen angetreten war und 9,2 Prozent der Stimmen ergatterte, tritt erneut für die AfD an, dieses Mal jedoch im Wahlkreis Vaihingen. Sollte er nicht die meisten Erststimmen auf sich vereinen können, hat er dank Listenplatz 14 trotzdem gute Chancen, in den Landtag einzuziehen. Die FDP tritt an mit Helena Herzig aus Ditzingen, die Partei Die Linke mit dem 36 Jahre alten Lehrer Steve Burgstett. Weitere Kandidaten sind Walter Müller (Werteunion), Sven Kerzel (dieBasis) und Martin Rudolf (Volt).

Im Wahlkreis Ludwigsburg will Silke Gericke (Listenplatz 35) erneut das Direktmandat für die Grünen erringen. 2021 konnte sie 34,6 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Ihr Herausforderer heißt Lukas Tietze. Der Tammer Stadtrat tritt zum ersten Mal bei einer Landtagswahl an. Die SPD schickt die Ludwigsburgerin Nathalie Ziwey ins Rennen, für die AfD kandidiert der Fraktionsvorsitzende des Kreistags Christoforos Tsoulopoulos (Listenplatz 30). Wolfgang Vogt tritt für die FDP an, Nadja Schmitt, die bereits 2021 4,2 Prozent der Stimmen geholt hat, für Die Linke. Ebenfalls kandidieren: Daniel Gehring (Die Partei), Stephan Johne (dieBasis) und Henrik Metje (Volt).

Die Parteien können noch bis 23. Dezember Kreiswahlvorschläge und Landeslisten einreichen. Am 9. Januar entscheiden die Kreiswahlausschüsse und der Landeswahlausschuss über deren Zulassung.

 
 
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