Kreisbau Enz-Neckar Positive Bilanz trotz Krisenzeiten

Von sfr
Erstmals seit Beginn der Pandemie fand die Mitgliederversammlung der Kreisbau Enz-Neckar wieder in Präsenz statt. Die Versammlung war am Dienstagabend im Uhlandbau in Mühlacker. Foto:  

Bei der Mitgliederversammlung der Wohnungsbaugesellschaft, die auch Liegenschaften in Bietigheim-Bissingen hat, geht es unter anderem auch um geplante Investitionen.

Mit einem Bilanzgewinn von 251 076,41 Euro hat die Kreisbau Enz-Neckar eG, die auch Liegenschaften in Bietigheim-Bissingen hat, das Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen, ein leichtes Plus von rund 3000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Das gab der Vorstand am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung im Uhlandbau in Mühlacker bekannt. Bei den Mitgliedern gab es im vergangenen Jahr einen leichten Zuwachs auf 872, die insgesamt 6621 Anteile zeichnen. Damit beträgt das Geschäftsguthaben rund eine Million Euro. Die Kreisbau verwaltet unter anderem 660 eigene Mietwohnungen, zehn Reihenhäuser und eine Gewerbeeinheit.

Pandemie- und Kriegsfolgen

Die momentane Situation auf dem Immobilienmarkt bekommt man auch bei der Genossenschaft zu spüren. „Die Coronapandemie ist wohl am Abklingen, aber immer noch nicht vorbei“, sagte der geschäftsführende Vorstand Holger Schünhof am Dienstagabend. Überschattet werde die Pandemie zudem von den „erheblichen Auswirkungen des Krieges Russlands gegen die Ukraine“ sowie durch Lieferkettenprobleme. Enorme Kostensteigerungen bei den Baupreisen und vor allem auch auf dem Energiemarkt wirken sich zukünftig massiv auf die Umsetzung der Wohnungsneubauten oder energetischen Sanierungen aus, so Schünhof

Insbesondere bei den aktuellen Gas- und Strompreisen zeigten sich die sehr dynamischen Preisentwicklungen, aber auch Heizöl und Holzpellets seien preislich enorm gestiegen. Damit sei auch ein zunehmendes Risiko von möglichen Zahlungsausfällen verbunden. Die Nachfrage nach preiswerten Wohnungen ist allerdings weiterhin ungebrochen, so der geschäftsführende Vorstand.

Aufgaben weiterhin erfüllen

Von den aktuellen schwierigen Rahmenbedingungen will er sich allerdings nicht entmutigen lassen und kündigte an, dass man den Aufgaben weiterhin gerecht werden wolle. 2021 hat die Kreisbau in diesem Sinne erheblich in den eigenen Wohnungsbestand investiert, so Schünhof. Die Ausgaben allein für Instandsetzung, Modernisierung und Neubau beliefen sich demnach auf rund 3,9 Millionen Euro. Dies sei die höchste Investitionssumme in einem Geschäftsjahr überhaupt, bestätigte der Vorstand.

Dank der kontinuierlichen Investitionen in den vergangenen rund 20 Jahren – in diesem Zeitraum wurden insgesamt über 48 Millionen Euro investiert – sei man in Sachen Wohnungsbestand gut aufgestellt. „Wir werden und müssen diesen Weg weiter konsequent verfolgen“, erklärt Schünhof in seiner Rede weiter. Demnach seien neben der Instandhaltung der Wohnungen vor allem energetische Modernisierungen erforderlich, um unter anderem auch dem notwendigen Ziel der Klimafreundlichkeit gerecht werden zu können. sfr

 
 
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