Kreissparkasse Ludwigsburg Mit Bilanz zufrieden

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Die Kreissparkasse Ludwigsburg unterhielt im vergangenen Jahr im Kreis 94 Filialen, 50 davon mit Personen besetzt, erläuterten (von links) Vorstand Thomas Raab, Vorstandsvorsitzender Dr. Heinz-Werner Schulte und Dieter Wizemann. Foto: /Oliver Bürkle

Die Kundeneinlagen und das Kreditvolumen erreichten 2022 Rekordwerte. Bei der Bilanzpressekonferenz erläuterten der Vorstandsvorsitzende Dr. Heinz-Werner Schulte, die Vorstände Thomas Raab und Dieter Wizemann die Entwicklung im vergangenen Jahr.

Es war ein besonderes Jahr für uns alle“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ludwigsburg, Dr. Heinz-Werner Schulte, bei der Bilanz-Pressekonferenz am Freitag. Trotz Pandemie und der Folgen des Ukraine-Kriegs reihe sich das Geschäftsjahr 2022 „in die inzwischen lange Abfolge insgesamt guter Geschäftsjahre“ ein. Die vorläufigen Zahlen belegten die „besondere Widerstandsfähigkeit der Kreissparkasse“.

Die Anzahl der Privatgirokonten sei auch 2022 gestiegen, um rund 5700 auf 242 000. Die Kundeneinlagen seien deutlich gewachsen, um drei Prozent auf 8,83 Milliarden Euro. „Damit haben wir ein sehr hohes Niveau erreicht“, sagte Schulte. Auch das Kreditvolumen sei „rekordverdächtig“ gestiegen um 8,3 Prozent auf 7,24 Milliarden Euro. Kredite an Unternehmen legten um 10,8 Prozent zu und erreichten einen Wert von 3,30 Milliarden Euro. Kredite an Privatpersonen stiegen um 5,2 Prozent auf insgesamt 3,46 Milliarden.

Knapp unter dem Vorjahr

Die Bilanzsumme lag mit 12,07 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahr. Diese Entwicklung sei laut Schulte absehbar gewesen – aufgrund von Veränderungen im Eigengeschäft und dem Abbau von Refinanzierungen. Mit einem Jahresergebnis von 18 Millionen Euro erzielte die Kreissparkasse ein leichtes Plus.

Im Baufinanzierungsgeschäft sei ein Rekordwert von 3,30 Milliarden Euro (plus 5,7 Prozent) erreicht worden. Bausparen erlebe eine „große Renaissance“, die Zinssicherung sei den Kunden wichtig.

Geringeres Niveau als 2021

Die Erträge im Wertpapierbereich lagen mit 21 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2021: 23,8 Millionen Euro), aber über dem von 2020 (20,9 Millionen Euro).

Die Kreissparkasse habe über ihre fünf Stiftungen Fördergelder in Höhe von rund vier Millionen Euro verteilt, Schwerpunkte waren dabei Projekte in den Bereichen Sprachförderung und Flüchtlingsarbeit.

Für 2023 erhofft sich der Vorstandsvorsitzende Schulte „Wachstumsquoten ähnlich wie im Vorjahr“.

Eine „unverändert große Dynamik bei der Digitalisierung“, beschrieb Vorstand Dieter Wizemann. Haupttreiber sei das Kundenverhalten, 2021 habe es acht Prozent mehr Teilnehmer am Online-Banking gegeben, auch die App gewinne an Bedeutung. Mithilfe von Multi-Kanal-Angebote werde auf das geänderte Kundenverhalten reagiert, was sich auch auf die Effizienz des Bankbetriebs positiv auswirke, sagte Wizemann. Im Jahr 2035 will die Kreissparkasse klimaneutral werden. In 2022 seien in Ludwigsburg und in Korntal neue PV-Anlagen in Betrieb genommen worden. Ende diesen Jahres werde der Neubau des Regele-Areals am Schillerstraße abgeschlossen, mit Wohnungen, Büros und Praxen sowie einer öffentlichen Tiefgarage mit 150 Stellplätzen.

„Mittelstand kann Krise“

„Unser Mittelstand kann Krise“ sagte Vorstand Thomas Raab. Die befürchtete Pleitewelle sei ausgeblieben, die Lage der Wirtschaft im Kreis „beeindruckend robust“. Die Unternehmen verfügten im Schnitt weiterhin über hohe Liquiditätsbestände. Die Zahl der Business-Konten sei bei der Kreissparkasse um vier Prozent auf rund 13 000 gewachsen. Auf die steigenden digitalen Anforderungen will die Kreissparkasse in Kürze mit einem Firmenkundenportal reagieren, um das Finanzmanagement für Unternehmen bündeln.

 
 
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