Künftiger Kreisverkehr Kirchheim Kreisel läuft noch nicht rund

Von Birgit Riecker
Hier ist schon lange der Kreisverkehr „Krümmling“ in der Planung. Foto: /Birgit Riecker

Der künftige Kreisverkehr „Krümmling“ liegt an einer Bundesstraße. deshalb muss alles mit dem Regierungspräsidium abgestimmt werden.

Beim Kreisverkehr „Krümmling“ läuft es noch nicht rund. Zu erkennen ist er erst schemenhaft auf dem Papier. Denn der künftige Kreisverkehr hat noch bürokratische Hürden zu nehmen: Er liegt außerhalb des Orts und er nimmt eine Bundesstraße auf.

Deshalb muss der Bund mitreden. Diese Aufgabe hat das Regierungspräsidium Stuttgart übernommen. Der Hintergrund: Die bestehende Einmündung der B 27 zwischen Kirchheim und Lauffen und der Landesstraße 2254, dem sogenannten „Ewigkeitssträßle“ in Richtung Bönnigheim hat sich zu einem Unfallschwerpunkt entwickelt.

Deshalb soll diese T-Einmündung zu einem Kreisverkehr umgebaut und die Obsthalle über einen neuen Anschluss direkt an den Kreisverkehr angeschlossen werden. Die beiden heutigen Anschlüsse der Obsthalle an die B 27 entfallen dann. Auch einige derzeit noch für den Obstanbau genutzte Grundstücke werden für den Kreiselbau benötigt. Der Anschluss der landwirtschaftlichen Wege wird im Rahmen der Erschließungsplanung untersucht und abgestimmt.

Bebauungsplan erforderlich

Da es sich bei der Errichtung des Kreisverkehrs um ein größeres Infrastrukturvorhaben handelt, ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. „Wir werden dieses Verfahren voraussichtlich um Ostern 2023 herum abschließen können“, sagt Kirchheims Bürgermeister Uwe Seibold. „Der Kreisverkehr ist durchgeplant, jetzt erfolgt noch das Feintuning.“

Im ersten Entwurf wird schon deutlich, dass es sich um einen großen Kreisverkehr handeln wird. Von bis zu 45 Metern Durchmesser geht das Planungsbüro aus. „Wir brauchen eine Lösung für den Schwerlastverkehr“, erklärt Seibold. Berücksichtigt werden müssten beispielsweise Silolieferungen von Meimsheim zur Autobahn.

Das Regierungspräsidium bestätigt auf Anfrage, dass sich die bisherigen Abstimmungen alle im notwendigen Zeitrahmen befinden. „Die Ausschreibung zur Maßnahme kann erst nach Rechtskraft des Bebauungsplans erfolgen und erfordert zudem, dass die Bauerlaubnis für alle betroffenen Grundstück vorliegen. Die Einholung dieser erfolgt durch die Kommune“, heißt es weiter.

Aktuell gehe das Regierungspräsidium davon aus, dass die bauliche Umsetzung voraussichtlich Ende 2023 begonnen werden kann, die Hauptbautätigkeit sodann in 2024 erfolgen wird. Wird dann auch die „Buckelpiste“, die B 27 vom Ortsende Kirchheim bis zum Kreisverkehr, saniert? Und wie wird der Verkehr während der Bauzeit umgeleitet? Dazu will sich das Regierungspräsidium noch nicht festlegen. „Mit Abschluss der derzeitigen Feststellung des Sanierungsumfangs auf der B 27 wird das Regierungspräsidium sich der Überlegung des dann notwendig werdenden Umleitungsverkehrs annehmen“, heißt es eher ausweichend. 

 
 
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