Kürbisausstellung Ludwigsburg „Der Herbst steht in den Startlöchern“

Von Lisa Lorenz
Von links: Stefan Hinner, Bernhard Gieß, Alisa Käfer und Jens Eisenmann freuen sich auf die Eröffnung der Kürbisausstellung. Im Hintergrund: Die Figur zum Thema Pferdewetten und Glücksspiel. Foto: /Oliver Bürkle

Ab diesem Samstag kann die diesjährige Kürbisausstellung besucht werden. Das Motto lautet „Let’s Play“. 15 Kürbisfiguren verkörpern es, sowohl für die Online- als auch die Offline-Welt.

Papa, schau mal, Super Mario“, ruft ein kleiner Junge seinem Vater zu und rennt los zu der meterhohen Nintendo-Figur. Sie besteht zu einem Großteil aus Kürbissen, neben ihr steht ein Holzauto, in das sich Kinder setzen können. Offiziell eröffnet die 27. Kürbisausstellung im Blühenden Barock Ludwigsburg erst an diesem Samstag, 22. August.

Die meisten der 15 Kürbisfiguren zum diesjährigen Thema „Let’s Play“ stehen aber bereits fertig aufgebaut, und der Duft von gebrannten Kürbiskernen liegt schon in der Luft. „Wir sind stolz auf die lange und erfolgreiche Zusammenarbeit“, sagt der Direktor des Blühenden Barock, Bernhard Gieß, über die gemeinsame Arbeit mit der Jucker Farm und dem Obsthof Eisenmann.

Mehr interaktive Figuren

„Der Herbst steht in den Startlöchern. Der Aufbau befindet sich in den letzten Zügen und ist sehr gut gelaufen“, berichtet Alisa Käfer, Leiterin der Kürbisausstellung. Bei der Ausstellung mit dem Motto „Let’s Play“, deren künstlerische Umsetzung erneut der Cleebronner Künstler Pit Ruge übernommen hat, sei für jede Altersklasse etwas dabei: zum Beispiel ein Schaukelpferd für die Kleinen, eine Barbie für die Mädchen, aber auch eine Figur zum Thema Schach.

In diesem Jahr gibt es statt den in den vergangenen Jahren üblichen zwei gleich vier interaktive Figuren, darunter ein Kasperletheater, bei dem man Figuren auf und ab lassen kann. Auch ein rennendes Pferd samt Reiter gibt es, die Figur verkörpert Pferdewetten und damit Glücksspiel.

An den Wochenenden werden zusätzlich zur Ausstellung Events veranstaltet, Käfer hebt hier die Kürbis-Regatta und das Riesenkürbiswiegen hervor. Nachdem bei der diesjährigen Ausstellung des Blüba, dem „Blütenhaften Märchenzauber“, die Murmelbahn gut angekommen sei, gebe es nun auch eine Kürbismurmelbahn.

Kürbisburger wieder da

In der Gastronomie gibt es, auf Wunsch der Besucher hin, wieder einen Kürbisburger – vegetarisch oder mit Fleisch. Daneben werden die bekannten Gerichte wie Kürbissuppe und Maultaschen angeboten. Für die Erinnerung an den Besuch der Kürbisausstellung gibt es auch diesmal wieder „Selfiepoints“: Am Eingang im Südgarten kann man sich in einem Bilderrahmen mit dem Schloss im Hintergrund ablichten lassen. Ein weiterer Punkt ist an der Nordbroderie Richtung See, und an einem dritten Punkt kann man sich auf einer Bank mit der Emichsburg im Hintergrund fotografieren.

Stefan Hinner, Chef der Jucker Farm, weist auf die unterschiedlichen Länder hin, aus denen die unterschiedlichen Kürbissorten kommen: Aus Ungarn, der Türkei, Italien, Japan oder sogar aus Thailand stammen sie ursprünglich, „mittlerweile wachsen sie auch hier“. Da habe man den Klimawandel positiv genutzt, so Hinner. Als die Kürbisausstellung vor 27 Jahren ins Leben gerufen wurde, seien noch nicht so viele Sorten hier gereift.

Kürbis und Klimawandel

Trotz des schweren Hagels rechnet Jens Eisenmann vom Obsthof Eisenmann mit einer relativ normal ausfallenden Kürbisernte. „Durch die kurzen Transportwege aus Rielingshausen können wir alles spontan liefern“, sagt er.

„Regionaler geht es fast nicht“, findet Gieß. 200 bis 250 Tonnen Kürbisse werden es insgesamt wohl werden. Der Obsthof Eisenmann produziert schon von Beginn an die Kürbisse für die Ausstellung. Eisenmann bezeichnet das Gemüse als „eines der am besten angepassten Produkte“, da sie wenig Probleme mit dem Klimawandel hätten, weil der Kürbis ursprünglich aus warmem Klima komme. „Früher haben wir Direktsaat betrieben, aber wegen des wechselhaften Wetters bei der Aussaat im Mai ziehen wir die Pflanzen mittlerweile in Töpfen vor“, erklärt er. Dadurch würden auch die späten Sorten schon frühzeitig reif.

 
 
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