Kulturfenster Bönnigheim Verein droht die Auflösung

Von Gabriele Szczegulski
Der Burgplatzkeller hat sich als Veranstaltungsort des Bönnigheimer Kulturfenster etabliert. Foto: / Richard Dannenmann

Das Kulturfenster mit 130 Mitgliedern hat statt sechs nur noch drei Vorstände.

Man glaubt es kaum, wenn man die Programmplanung des Kulturfensters Bönnigheim auf ihrer Homepage sieht: Das Jahr 2024 ist voller ambitionierter Veranstaltungen: Dennoch könnte es sein, dass der Verein vor der Auflösung steht, da er mit derzeit halbiertem Vorstand nicht handlungsfähig ist. Laut Satzung muss der Verein sechs Vorstandsmitglieder haben, die jeweils einem Bereich in der Arbeit des Kulturfensters zugeordnet sind.

Ute Pfeil macht die Programmplanung, Dieter Teifl ist für den Kulturkeller am Burgplatz verantwortlich und Thilo Pfeil für die Finanzen. Die anderen drei Vorstandsposten werden demnächst vakant sein und bisher haben sich aus dem 130 Mitglieder zählenden Verein keine Nachfolger gefunden: Bernhard Bleil vertrat den Wirtschaftsausschuss und wird sich wie Andreas Koschmieder (Öffentlichkeitsarbeit) und Michaela Häusser (Schriftführerin) im Mai zur Hauptversammlung nicht mehr zur Wahl stellen.

Nachfolgersuche lief ins Leere

Alle Anstrengungen der anderen Vorstände, potenzielle Nachfolger zu finden, liefen ins Leere. „Wir haben 2020 als Rettung für das Kulturfenster, weil es damals schon eng wurde, die Lösung mit den sechs Vorständen gefunden“, sagt Ute Pfeil.

Es droht die Auflösung

Doch wenn sich nun kein vollzähliger Vorstand findet, sagt sie, sehe es schlecht um das Kulturfenster aus. „Dann steht der Verein vor seiner Auflösung“, so Pfeil. Das Kulturfenster habe das Problem wie viele Vereine, dass die Zahl derer, die sich aktiv einbringen, verschwindend gering sei. „Keiner unserer Mitglieder will, dass sich der Verein auflöst, aber keiner will sich verantwortlich fühlen“, so Pfeil. Bei einem Verein, der sich auf die Fahnen geschrieben habe, Kulturveranstaltungen zu organisieren, sei dies fatal. „Wenn Bernhard Bleil aufhört, dann ist die Bewirtung nicht mehr gegeben“, sagt Pfeil. Auch die Öffentlichkeitsarbeit sei ein wichtiger Bereich, um auf Veranstaltungen aufmerksam zu machen. „Wir stehen im Mai bei der Mitgliederversammlung vor einer schicksalhaften Entscheidung“, sagt Pfeil. Das Kulturfenster hat seit 2001 Veranstaltungen im Kulturkeller am Burgplatz und im Schloss angeboten.

 
 
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