Landesstraße zwischen Sachsenheim und Hohenhaslach Vorerst wird weiter nur geflickt

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Der Sachsenheimer Stadtrat Lothar Makkens hat die Schäden an der Landesstraße zwischen Sachsenheim und Hohenhaslach mit seiner Kamera dokumentiert.⇥ Foto: Lothar Makkens

Frühestens ab 2021 kann die Straße zwischen Sachsenheim und Hohenhaslach saniert werden, antwortet das Regierungspräsidium auf eine Anfrage von Stadtrat Lothar Makkens.

Der aktuelle Zustand der Landesstraße 1110 zwischen Sachsenheim und Hohenhaslach macht dem Sachsenheimer Stadtrat Lothar Makkens von den Freien Wählern große Sorgen. Die Straße sei  für kleinere PKW, Motorräder und Radfahrer „untragbar und gefährlich“. Teilweise haben sich die Randbereiche um einige Zentimeter gesetzt, so dass Motorräder plötzlich versetzen, hat er beobachtet. Die Radfahrer seien ebenfalls gefährdet, da sie den Unebenheiten wegen des relativ hohen Verkehrsaufkommens nicht ausweichen können.

Seine Beobachtungen hat Makkens auch dem Regierungspräsidium in Stuttgart mitgeteilt und die gut sichtbaren Schäden mit seiner Kamera dokumentiert. Als Mitglied des Gemeinderates werde er öfters auf den Zustand der Landesstraße angesprochen, heißt es in dem Schreiben an das Regierungspräsidium. Doch er könne  diese Sorgen nur weitergeben, die Stadt sei in dieser Sache „nur Mittler, aber nicht Handelnder“.

Zustand ist gut bekannt

Die Antwort aus dem Regierungspräsidium, RP, vertröstet Makkens und die Verkehrsteilnehmer, die tagtäglich die Straße benutzen, auf frühestens das Jahr 2021. Der schlechte Zustand der Landesstraße auf der Strecke zwischen Sachsenheim und Sachsenheim  sei der Behörde gut bekannt, heißt es in dem Antwortschreiben des Baureferats, dass Makkens der BZ zukommen ließ. Besonders im Waldstück gebe es Streckenabschnitte, die bereits öfter geflickt werden mussten, räumt das RP ein. Doch eine großflächige Sanierungen, wie beispielsweise jetzt in Hohenhaslach, sei nur möglich, wenn der Streckenabschnitt im Erhaltungsmanagement  des Landes enthalten ist.

Beurteilung alle vier Jahre

Alle vier Jahre findet in Baden-Württemberg eine Zustandserfassung und -bewertung (ZEB) der Straßen statt. Haushaltsmittel gibt es aber nur für die Sanierung derjenigen Straßen, die in der ZEB enthalten seien. Sei dies nicht der Fall, müsse die Straße „über die Runden“ gebracht werden. „Dadurch soll eine gerechte Verteilung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel erreicht werden, da die Beurteilung, wie schlecht eine Straße wirklich ist, auf wissenschaftlichen Grundlagen erfolgt, die für alle gleich sind“, teilt das Regierungspräsidium in dem Schreiben an Makkens mit.

Aktuell sei  die Befahrung des Landesstraßennetzes für das nächste ZEB-Programm der Jahr 2021 bis 2025 abgeschlossen. Das Baureferat im Regierungspräsidium erwartet, dass der Streckenabschnitt zwischen Sachsenheim und Hohenhaslach in die ZEB des Jahres 2021 mit aufgenommen wird. Der Bericht werde im vierten Quartal 2020 veröffentlicht. Ohne diese Grundlage sei es bisher nur möglich, Voruntersuchungen zur Ist-Situation durchzuführen – das habe das Baureferat bereits erledigt – und die Ausschreibung vorzubereiten. Das soll im Herbst geschehen. „Bis dahin muss die Straßenmeisterei die Schäden noch flicken“, schließt das Antwortschreiben.

 
 
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