Landtagswahl 2021: Grüne nominieren Kandidaten Tok fordert Renkonen heraus

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Daniel Renkonen. Foto: Martin Kalb

Die Grünen wählen am Dienstag ihren Kandidaten für den Wahlkreis 14. Dabei kommt es zur Kampfabstimmung.

Die Suche nach einem Veranstaltungsort war nicht leicht für die Grünen. Wie Swantje Sperling, die Chefin der Kreisgrünen schon vor Wochen sagte, sei man für die Nominierungsveranstaltungen der Landtagskandidaten daran gebunden, möglichst große Hallen zu beziehen, wegen Corona und weil die Grünen in den vergangenen Jahren einen großen Mitgliederzuflauf erlebt haben.

Für den Wahlkreis 14 Bietigheim-Bissingen ist man dann in der Stadt tatsächlich fündig geworden. In der alten Eishalle stimmen die Mitglieder am Dienstagabend darüber ab, wer als Kandidat in den Wahlkampf um das Direktmandat geht.

Jenes hatte Daniel Renkonen, der seit 2011 im Landtag sitzt, 2016 zum ersten Mal für die Grünen geholt. Der 50-Jährige ist klimapolitischer Sprecher und Sprecher für Verkehrspolitik in der Grünen-Landtagsfraktion. Er will auch erneut bei der Wahl im März 2021 kandidieren. Am Dienstag sieht er sich in der Eishalle aber einem Herausforderer gegenüber: Tayfun Tok, 34 Jahre alt und Gemeinderat aus Murr, will Renkonen ablösen. „Ich bin der Politiker für dieses Jahrzehnt“, sagt er selbstbewusst.

Fairer Wahlkampf

Zwar betont Tok, wie fair der Wahlkampf zwischen ihm und Renkonen ablaufe „letztlich sind wir alle ein Team“, gleichzeitig streicht Tok aber heraus, dass er Anlaufstellen in den sozialen Medien biete und auch plane ein Wahlkreisbüro zu eröffnen. Zudem möchte der Sohn einer alleinerziehenden Mutter und Migrantenspross als Vorbild für andere junge Menschen aus ähnlichen Verhältnissen dienen. „Ich spiele klar auf Sieg“, so Tok.

Renkonen geht „vorsichtig optimistisch“ in die Nominierungsveranstaltung. Er kenne viele im Wahlkreis schon lange und hoffe, dass die Arbeit der vergangenen zehn Jahr honoriert werde. „Wichtig ist, eine klare Grüne Politik zu machen“, sagt Renkonen mit Blick auf jüngste Umfragewerte, die seine Partei hinter dem Koalitionspartner CDU sehen. Auch wenn er nominiert werde, erwarte er danach „kein gemähtes Wiesle“.

 
 
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