Leimengrube in Hohenhaslach wird erschlossen Lang ersehnter Start für mehr Gewerbe

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Bei der Baubesprechung zum Baggerbiss für das Baugebiet Leimengrube holten sich die Beteiligten um Sachsenheims Tiefbauamtsleiter Pablo Burkhardt (3. von rechts) die aktuellen Zeitpläne. ⇥ Foto: Martin Kalb

In Hohenhaslach sind die Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet Leimengrube gestartet. Rund 20 Jahre, nachdem die Idee aufkam.

Immer wieder hatte es unter anderem Hohenhaslachs Ortsvorsteher Alfred Xander in den vergangenen Jahren betont: Hohenhaslach braucht ein neues Gewerbegebiet, sonst wandern die örtlichen Betriebe ab. Denn diesen fehle der Platz, um sich zu vegrößern. Jetzt, mehr als 20 Jahre nachdem sich im Sachsenheimer Ortsteil erste Bemühungen für ein Gewerbegebiet regten, geht es los. Mitte nächsten Jahres könnten die Grundstücke vermarktet werden.

Bis mindestens ins Jahr 2000 gehen laut Stadt die aktiven Bemühungen zurück, im Stadtteil Hohenhaslach ein Gewerbegebiet zu erschließen. „Dringende Anfragen nach gewerblichen Flächen in Hohenhaslach gibt es zahlreich. Nachdem einzelne Betriebe schon abgewandert sind, haben wir hier alles versucht, die Eigenentwicklung in Hohenhaslach zu stärken. Wir wollen die Hohenhaslacher Betriebe am Ort halten und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bieten“, freut sich Ortsvorsteher Xander, dass es nun losgeht.

Die Gewerbefläche Leimengrube ist 1,56 Hektar groß, was einer bereinigten Fläche von rund einem Hektar entspricht. Dies bedeutet, dass neun bis elf – vorwiegend örtliche – Betriebe dort Platz finden werden. „Die bisherigen Interessenten haben alle einen Bezug zu Hohenhaslach, und auch bei der Vergabe der Grundstücke werden Aspekte wie Ortsansässigkeit, Wiederansiedlung oder sonstige Verbindungen zum Ort Berücksichtigung finden“, ergänzt Hans-Günther Neumann, der stellvertretende Ortsvorsteher von Hohenhaslach.

„Es hat lange gedauert“

Über die Notwendigkeit einer Gewerbefläche war man sich auf breiter Front einig. Im Jahr 2018 wurde mit dem Bauleitverfahren begonnen – damals noch unter dem Projektnamen „Nördlich Klingenstraße“. Dieser bezog sich auf die angrenzend bereits bebaute Gewerbegebietsfläche entlang der Klingenstraße. Im August 2020 wurde der Aufstellungsbeschluss rechtskräftig.

Bürgermeister Holger Albrich, der das Projekt von seinem Amtsvorgänger Horst Fiedler übernommen hat, freut sich ebenfalls: „Es hat lange gedauert, bis mit der Erschließung des dringend benötigten Gewerbegebiets Leimengrube begonnen werden konnte.“ Und weiter: „Ich kann für uns alle sagen, wir sind froh, dass es nun losgeht. Die Interessenten stehen schon in den Startlöchern. Schon im Jahr 2001 meldeten in Hohenhaslach ansässige Betriebe Bedarf an, Firmen neu anzusiedeln oder zu expandieren. Leider war ihre und auch unsere Suche nach Grundstücken erfolglos. Umso stolzer sind wir, dass es nun gelungen ist.“

In dieser Woche soll die äußere Erschließung abgeschlossen werden, sofern nichts Unerwartetes passiert. Dann ist auch die Klingenstraße wieder uneingeschränkt befahrbar. Aktuell ist diese einseitig gesperrt. Von Juli bis Oktober sind dann die Kanalarbeiten dran. Im September sollen parallel Wasserleitungen, im Anschluss die Medientrassen verlegt werden. Die Asphaltarbeiten sind laut Pablo Burkhardt, Leiter Tiefbau bei der Stadt Sachsenheim, auf Ende 2021 angesetzt.

Bewusst Puffer eingebaut

„Wir wollen dieses Jahr mit der Erschließung fertig werden“, sagt er. Mitte 2022 könnten dann, nachdem die Grundstücke veräußert sind, auch die Gewerbetreibenden loslegen zu bauen. Man hätte bewusst etwas Puffer eingebaut, „dass nachher niemand mit dem Spaten dasteht und wir noch nicht fertig sind“, so der Tiefbau-Chef.

 
 
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