„Live am Viadukt“ in Bietigheim-Bissingen Noch wird unter dem Viadukt gehämmert, bald wird gefeiert

Von Heidi Vogelhuber
Am Mittwochmittag war der Bühnenaufbau fast fertig. Die Technik soll am Donnerstag folgen, sagt der Technische Leiter Ravi Sharma. Foto:  

Der Aufbau für „Live am Viadukt“ in Bietigheim-Bissingen ist in den letzten Zügen. In diesem Jahr soll es mehr Gastronomie-Stände sowie mehr und neuartige Toiletten geben.

Am Mittwochmittag waren die Bühnenbauer noch damit beschäftigt, die Bühne vor dem Viadukt auf dem Festplatz in Bietigheim-Bissingen fertigzustellen. Hier wurde noch eine Zwischenstrebe angebracht, dort wurde noch ein Geländer ergänzt an der 16 Meter langen, zwölf Meter breiten und zwölf Meter hohen Bühne. „Wir sind in den letzten Zügen“, sagt Ravi Sharma. Der Technische Leiter des Stuttgarter Konzertbüros Music Circus ist nicht zum ersten Mal beteiligt am Großevent vor der malerischen Kulisse des Viadukts. Man kennt sich, auf sein Team könne er sich seit Jahren verlassen, lobt er die Zusammenarbeit – auch mit der Eventmanagement-Firma Eventstifter aus Ludwigsburg, mit denen Music Circus „Live am Viadukt“ veranstaltet.

Es gibt noch wenige Restkarten

Denn am kommenden Freitag ist es soweit: Pur, Franziska Kleinert und Band sowie „Füenf“ sind ab 19 Uhr auf der Bühne zu sehen (Einlass ist 17 Uhr). Am Samstag folgt Dieter Thomas Kuhn (Beginn: 20 Uhr, Einlass 18 Uhr). „Der Freitag ist komplett ausverkauft, für Samstag gibt es noch wenige Restkarten, die an der Abendkasse erworben werden können“, sagt Ravi Sharma. Pro Tag werden sich rund 15.000 Besucher und Besucherinnen auf dem Festplatz tummeln. Die Gastronomiestände sind bereits größtenteils aufgebaut, dieser Bereich liegt im Verantwortungsbereich von Eventstifter.

Da der Bedarf an Getränke- und Essensständen im letzten Jahr größer war als das Angebot, wurde aufgestockt, um langes Anstehen zu vermeiden.

Neue Zusatz-Toiletten

Dasselbe gilt auch für die Toiletten. „Wir haben uns in diesem Jahr für feste Toiletten-Häuschen entschieden, also keine Dixi- oder Chemieklos“, sagt der Technische Leiter. Der Toiletteninhalt könne dadurch den normalen Weg in die Kanalisation finden. Und noch eine Neuheit gibt es in diesem Jahr in Sachen Toilettengang: Neben den bereits zum Standard gehörenden Pissoirs für Männer (blau), wird es in diesem Jahr auch Frauenurinale (pink) geben. „Es ist ein Versuch“, sagt Sharma. Werden die knalligen Türlos-Toiletten angenommen, könnte es sie künftig weiterhin geben – also zusätzlich zu den normalen WCs.

Die Urinale sind so konzipiert, dass im Stehen beziehungsweise in der Hocke und damit kontaktfrei uriniert werden kann. Das gehe schneller, so die Hoffnung der Veranstalter, lange Schlangen vor den (Frauen-)Klos zu vermeiden. Am Donnerstag reist noch ein Teil des Music-Circus-Teams an, das sich um Licht und Ton kümmern wird.

Auch Wellenbrecher müssen noch aufgestellt werden. Sharma selbst sowie einige weitere Mitarbeiter von Music Circus und Eventstifter werden für die Dauer des Aufbaus und des Events in Wohnwägen hinter der Bühne wohnen, um stets vor Ort zu sein, verrät er. An den Konzertabenden darf bis 23 Uhr lauthals gefeiert werden, danach ist Nachtruhe angesagt. Nicht nur um den Mitarbeitern Schlaf zu ermöglichen, auch die Geduld der Anwohner soll nicht überstrapaziert werden.

 
 
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