Wenn Bürgermeister Robert Feil morgens ins Rathaus kommt, dann sieht er den kontinuierlichen Fortschritt auf der Baustelle Parkplatz Nonnengasse mit eigenen Augen. Für den Rathauschef bildet der Baubeginn des dortigen Ärztehauses den Höhepunkt eines positiven Jahres 2025. „Wir stellen damit die Hausarztversorgung in den kommenden Jahren sicher“, sagt Feil. Zudem bilde die Maßnahme, die im April 2026 fertiggestellt werden soll, den Auftakt für die große Umgestaltung der Löchgauer Ortsmitte.
Löchgau „Die Ortsmitte wird multifunktionaler“
Bürgermeister Robert Feil blickt auf ein Jahr zurück, in dem vor allem im Ortskern sichtbare Fortschritte erzielt werden konnten.
Auch in den Arealen Adler und Krone habe man 2025 Fortschritte erzielt, beide Maßnahmen sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Dann steht auch die Umgestaltung der Ortsmitte selbst an, die voraussichtlich mehrere Jahre dauern wird. „Das wird mit Sicherheit eine sehr spannende Herausforderung“, sagt Feil, „aber wenn man am Ende des Tages das Ergebnis sehen wird hoffe ich, dass sich die Mühen gelohnt haben werden.“
Ortsmitte verändert sich
Aber auch außerhalb der Bauprojekte habe man im Ortskern Fortschritte gemacht. So freut sich der Bürgermeister besonders darüber mit „Steffi’s Lieblingsplätzle“ einen Nachfolger für das Café Kuchenglück gefunden zu haben. Und auch im kommenden Jahr wird sich das Bild des Einzelhandels in der Ortsmitte ändern: Nach der Geschäftsaufgabe des Sportgeschäfts Sport Trinkner soll die Ortsbücherei aus dem Schulzentrum in die Ortsmitte ziehen und in diesem Zuge auch neu aufgestellt werden. Bei dem Aufbau sozialer Strukturen im Ort soll die Bibliothek als sogenannter Dritter Ort, an dem Menschen zusammenkommen und sich begegnen können, eine wichtige Rolle spielen, sagt der Bürgermeister. „Die Ortsmitte wird multifunktionaler.“
Investiert habe man zudem massiv in die Infrastruktur. So habe man die Eigenkontrollverordnung – die Überprüfung des Kanalnetzes – fortgeschrieben und dafür einen Millionenbetrag in die Hand genommen. So werden auch im kommenden Jahr Kanäle und Straßen in Stand gesetzt und Mängel behoben, kündigt Feil an. Mit Blick auf das Starkregenrisikomanagement habe man viele Maßnahmen, kleine wie große, auf den Weg gebracht.
In der Sporthalle Greuth sei man darüber hinaus gerade dabei die alte Ölheizung zu ersetzen und in den Kreuzwiesen habe man die Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage neben dem Freibad geschaffen. Auf der Gemeindehalle habe man derweil mit einer Leistung von 99 Kilowatt Peak die bislang größte Anlage der Gemeinde installiert. „Mit der Solaroffensive sind wir gut vorangekommen.“
Energetische Sanierungen
Auch bei der energetischen Sanierung der kommunalen Gebäude sei man einen Schritt weitergekommen. Geplant sind Maßnahmen am Kindergarten Birkenweg und am Rathaus selbst. Letztere werde wahrscheinlich aber erst 2027 starten können, sagt Feil.
Weniger erfreulich sei hingegen die Entwicklung des Glasfaserausbaus. Oder besser gesagt: Die Nicht-Entwicklung. Denn nach wie vor befinde sich die Gemeinde in der Warteschleife. Anfang 2026 soll eine Rückmeldung des ausführenden Unternehmens Unsere Grüne Glasfaser an die Gemeinde erfolgen. Optimistisch klingt Feil im Gespräch mit der BZ nicht. Zumal auch anstehende Straßensanierungen von der Verzögerung betroffen seien. Schließlich wolle man diese nicht aufwendig instandsetzen, wenn kurz darauf schon wieder die Bagger anrollen, sagt der Bürgermeister.
Finanziell habe man sich eine gute Grundlage geschaffen, von der man in schwierigen Zeiten zehren könne, sagt der Bürgermeister. So sieht der Haushaltsansatz für 2026 zwar ein Defizit von knapp 300.000 Euro vor, dem allerdings Ergebnisrücklagen von rund 22,1 Millionen Euro gegenüberstehen. Trotzdem müsse man in Zukunft gegebenenfalls verstärkt Prioritäten setzen, was sich die Gemeinde leisten kann und will, sagt Feil. Investitionen in Gebäude und die Infrastruktur – Kanäle, Straßenbau, Wasserversorgung – werde man jedoch auch in Zukunft tätigen.
Feil zieht positives Fazit
Unterm Strich stehe ein positives Jahr 2025, in dem Löchgau sich städtebaulich weiterentwickelt und finanziell gut gewirtschaftet habe, resümiert der Rathauschef. Auch das Hasenropferfest, dass in diesem Jahr aufgrund der besonderen Umstände in der Ortsmitte eine große organisatorische Herausforderung gewesen sei, habe wieder viel Freude bereitet.
Sein Wunsch für 2026: „Dass wir weiterhin sachorientiert und konstruktiv zusammenarbeiten, sowohl in der Verwaltung als auch im Gemeinderat und in der Bürgerschaft. Diese Unaufgeregtheit bringt gute Ergebnisse mit sich.“
