Die L 1141 ist beim Regierungspräsidium schon lange ein Thema“, sagt Löchgaus Bürgermeister Robert Feil im Gespräch mit der BZ. Die – inzwischen recht marode – Verbindungsstraße zwischen den Löchgauer Kreisverkehr und dem Königssträßle könnte nach Überlegungen des Regierungspräsidiums Stuttgart (RPS) geschlossen und rückgebaut werden, als Ausgleichsmaßnahme für einen Kreisel am Knoten L 1107 und K 1633 (Königssträßle). Dies geht aus einer kleinen Anfrage des Landtagsabgeordneten Tobias Vogt (CDU) vom 8. Januar hervor, auf die das baden-württembergische Verkehrsministerium Anfang Februar antwortete.
Löchgau Fällt die L 1141 dem Kreisel zum Opfer?
Der Ausbau der L 1107 zwischen Löchgau und der Abzweigung nach Freudental steht im Maßnahmenplan des Landes. Ein Kreisverkehr soll kommen, dazu sind Ausgleichsmaßnahmen nötig.
Löchgau, Freudental und Landkreis wollen Erhalt der L 1141
Nach Auskunft von Feil haben sich seine Gemeinde, die Gemeinde Freudental und der Landkreis für den Erhalt der Verbindungsstraße ausgesprochen. Nach seiner Einschätzung wird diese L 1141 gut frequentiert, gerade auch mit Fahrzeugen aus Besigheim, die nach Freudental und weiter in Richtung Pforzheim fahren. „Wenn die L 1141 nicht mehr vorhanden ist, wird der innerörtliche Verkehr zunehmen“, befürchtet der Löchgauer Bürgermeister, mit Blick auf die Gemeindeverbindungsstraße nach Freudental, als einen möglichen „Schleichweg“.
In seiner kleinen Anfrage fragt MdL Vogt explizit nach den verkehrlichen Auswirkungen für das umliegende Netz, insbesondere auf L 1107, K 1633 und die innerörtlichen Straßen in Löchgau hinsichtlich des Personen- und insbesondere des Schwerverkehrs. Nach Mitteilung des Verkehrsministeriums wurde durch die Straßenbauverwaltung ein Verkehrsgutachten erstellt. Dieses beinhaltete auch einen möglichen Rückbau der L 1141, welche bereits jetzt für den Schwerverkehr gesperrt ist. „Im Ergebnis kommt das Verkehrsgutachten zu dem Schluss, dass die Schließung der L 1141 unter Berücksichtigung einer baulichen Anpassung des Knotenpunkts der K 1633 mit der L 1107 nur geringe Netzauswirkungen auslöst. Aus dem Verkehrsgutachten geht hervor, dass der Verkehr auf dem zur Schließung angedachten Abschnitt der L 1141 überwiegend über die L 1141 aus Richtung Kleinsachsenheim kommt“, heißt es weiter. Dieser Verkehr würde nach Schließung der Verbindungsstraße zukünftig über das Königssträßle und die L 1107 Richtung Besigheim fahren und habe somit keinerlei Auswirkungen auf den innerörtlichen Verkehr von Löchgau. Der Verkehr aus Richtung Freudental in Richtung Besigheim habe bereits jetzt die Möglichkeit, die Strecke über die Gemeindestraße und innerörtlichen Straßen über Löchgau zu wählen, merkt das Ministerium an.
Ministerium sieht keine Notwendigkeit
Auf die Frage von Vogt, welche Maßnahmen die Landesregierung zur Vermeidung eines innerörtlichen Mehrverkehrs in Löchgau plane, schreibt das Ministerium, da laut Verkehrsgutachten keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten seien, gebe aus der Landesregierung keine Notwendigkeit, Maßnahmen zu planen. „Die Knotenpunkte im Ausbaubereich der L 1107 werden im Zuge der Maßnahme leistungsfähig ausgebaut“, heißt es weiter.
