Löchgau Kein Mangel an Herausforderungen

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Bürgermeister Robert Feil an seinem Schreibtisch im Löchgauer Rathaus.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Der Umbau der Schule und die Suche nach Personal für die Kindergärten beschäftigen den Löchgauer Bürgermeister Feil.  Die Ortskernsanierung wird 2020 ein Dauerthema bleiben, sagt er.

In Löchgau dreht sich 2020 vieles um den Umbau der Schule und die Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten, aber es gibt noch weitere Baustellen. Bürgermeister Robert Feil kann auf einen sehr soliden Haushalt bauen, auch dank der Fördermittel für die anstehenden Aufgaben. Dabei gibt es auch eine Menge an Herausforderungen.

Gesamtbilanz für 2019: Es war für Bürgermeister Robert Feil ein gutes Jahr. Man sei bei etlichen Projekten in der Planungsphase vorangekommen und konnte auch mit der Umsetzung beginnen. „An zahlreichen Stellen wird gewerkelt und gebaut, wir entwickeln uns eigentlich ganz prächtig“, sagt der Verwaltungschef. „Gleichzeitig liefen auch die Planungen für die kommenden Arbeiten an, so dass uns auch in den nächsten Jahren die Arbeit nicht ausgehen wird“, spricht Feil den Umbau des Hauptschulgebäudes und die neue Kita am Campusgelände an. Die Gemeinde sei auf einem guten Weg, was sich auch an den Wahlergebnissen mit hoher Kontinuität im Gremium widerspiegele.

Die wichtigsten Investitionen 2019: In Löchgau waren es eindeutig die Sanierungen der beiden historischen Gebäude am Kirchplatz mit rund 3,2 Millionen Euro, für die es hohe Fördermittel gibt. Die Erschließung des Baugebiets Lüssen ist mit 1,2 Millionen Euro ebenfalls eine der wichtigsten Investitionen. Beim Unterhalt von Straßen flossen 600 000 Euro in den Tulpenweg und 500 000 Euro in die Marienstraße. Die Pflegeheimerweiterung samt Tiefgarage hat ein Volumen von 1,8 Millionen Euro, wobei Löchgau nur einen Teil finanziert. Die Krippenerweiterung, die im Frühjahr abgeschlossen sein soll, wird zwischen 300 000 bis 350 000 Euro kosten, bei der Schulsanierung habe man bereits 1,6 Millionen vergeben, sagt Feil zum großen Thema Bildung und Betreuung.

Die Haushaltslage zum Jahresende: „Gut, wir rechnen mit einem positiven Ergebnis von rund 1,3 Millionen Euro, damit liegen wir rund 300 000 Euro über dem Plan“, stellt Feil fest. Insbesondere sei dies der Gewerbesteuer zu verdanken, ansonsten habe man sehr wirtschaftlich gearbeitet. Hilfreich waren die Zuschüsse für die Ortskernsanierung, die in der Summe bei rund 5,6 Millionen Euro liegen. Anzeichen für eine schwächelnde Konjunktur gebe es von Gewerbetreibenden. „Wir stehen an einer Stelle, an der wir darauf achten müssen, dass die Wirtschaftsstärke in der Region erhalten bleibt. Das wird mit Sicherheit kein Selbstläufer werden“, macht Feil deutlich.

Aussichten für 2020: Feil will die Ziele konsequent weiterverfolgen, wobei der Ortskernsanierung ein dauerhaftes Thema bleiben werde. Gut sei, dass die Versorgung mit der Postfiliale sichergestellt werden konnte. Beschäftigen werde man sich mit der Aufenthaltsqualität in der Hauptstraße, so Feil, wo es im nächsten Jahr in die Planung gehen soll. Beschlusslage sei nach der Umfrage und den Stimmen im Gemeinderat nach wie vor, dass man die Hauptstraße nicht für den Verkehr schließen will. Bei der Entwicklung liege der Schwerpunkt im Bildungs- und Betreuungscampus, der die Kommune noch einige Jahre beschäftigen werde, wie auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Die wichtigsten Projekte 2020: Zunächst seien die laufenden Projekte abzuschließen, betont Feil. Die Sanierung des Grundschulgebäudes und der Bau der Außenanlagen werde die Gemeinde fordern. „Auch die Tagespflege soll im nächsten Jahr gebaut werden, was für uns eine sehr wertvolle Sache ist“, so der Verwaltungschef. Im Baugebiet Erlenweg und am Löfflerweg will die Gemeinde in die Planung einsteigen, ebenso wie bei der Sanierung der Hauptstraße.

Ganz persönliche Wünsche? „Wünschen würde ich mir, das wir weiter so konstruktiv und sachlich in der Gemeinde zusammenarbeiten“, sagt Feil. „An Herausforderungen mangelt es nicht“, so der Bürgermeister, und dafür sei das bürgerliche Engagement ein wahrer Segen. Von höherer Stelle würde Feil sich wünschen, dass man möglichst viele Entscheidungsmöglichkeiten vor Ort belässt, weil man näher an den Menschen sei.

Das Sorgenkind in der Gemeinde: „Wie die wirtschaftliche Entwicklung weitergeht, betrachten sicherlich nicht alle ganz sorgenfrei“, sagt Feil. Die letzten Jahre seien außerordentlich gut gewesen, durch die etwa die Schulsanierung bewältigt werden kann. Ein Sorgenkind sei die Suche nach Personal im sozialen Bereich.

 
 
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