Im Vergleich zu den Nachbarkommunen weiterhin preiswert“ – das sei das Löchgauer Freibad auch trotz der nun beschlossenen neuen Eintrittspreise, stellte Bürgermeister Robert Feil klar: Ab dieser Badesaison werden sie erhöht, das erste Mal seit 2023. Außerdem soll Energie gespart werden.
Löchgau Neue Eintrittspreise und keine Öffnung unter 20 Grad
Das Freibad ändert Preise und Öffnungsbedingungen. Eine Photovoltaikanlage zur eigenen Stromversorgung ist geplant.
Erwachsene zahlen statt früher 3,80 Euro nun 4,50 Euro, Ermäßigte statt 2,50 Euro dann drei Euro und Kinder bis 14 Jahre statt 1,20 Euro 1,50 Euro. Die Zehnerkarte wird für Erwachsene dann 42 Euro kosten, ermäßigt 26,5 Euro und für Kinder zwölf Euro. Die Jahreskarte kostet für Erwachsene dann 63 Euro, ermäßigt 36 Euro und für Kinder 18 Euro.
Familienkarten für 85 Euro erhalten Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte mit Kindern unter 18 Jahren. 115 Euro kosten die Familienkarten, wenn das Kind zwischen 18 und 25 Jahren alt ist und über kein eigenes Einkommen verfügt, wie Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende. Für jedes weitere Kind zwischen 18 und 25 Jahren, das zu diesem Personenkreis gehört, erhöht sich der Preis der Familienjahreskarte um 36 Euro.
Preisanstieg durch Energiekosten
Rentner mit einem Anspruch auf Hilfe nach dem SGB 12 sowie Schwerbehinderte erhalten die Karte mit ermäßigtem Eintritt auf Antrag gegen Vorlage eines gültigen Nachweises. Noch nicht schulpflichtige Kinder und Begleitpersonen behinderter Menschen erhalten freien Eintritt.
Die Verwaltung erklärt die Steigerung unter anderem mit hohen Energiekosten. Zwar wird das Wasser im Freibad über die Solaranlage geheizt, jedoch fällt durch die erforderliche Technik ein hoher Strombedarf an. In den vergangenen Jahren wurden im Freibad im Durchschnitt zwischen 50.000 und 75.000 Kilowattstunden Strom verbraucht.
Eine Anpassung der Eintrittspreise erscheine nun nach erfolgtem Umbau des Eingangsbereiches samt Kioskumbau und Schaffung des neuen Biergartens nach einer letztmaligen Anpassung vor nunmehr bereits drei Jahren als dringend geboten, ist die Verwaltung überzeugt. Um die erforderliche Anpassung der Eintrittspreise moderat halten zu können, sollen aber auch weitere Wege gesucht werden, die Kosten weiter zu senken. So soll vorgesehenen werden, den Strombedarf beispielsweise durch die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage stärker selbst abdecken zu können.
Photovoltaik geplant
Daneben hat auch die Länge der Freibadsaison sowie die tägliche Öffnung bei nicht allzu gutem Wetter Auswirkungen auf den Strombedarf sowie die Personalkosten. Um diese sinnvoll einzusetzen ist es deshalb vorgesehen, die Voraussetzung für die tägliche Öffnung des Bades anzupassen: es wird nur noch bei 20 Grad Wasser- und Lufttemperatur geöffnet, nicht mehr bei aktuell 17 Grad. Da die Besucherzahlen bislang bei niedrigen Temperaturen ohnehin regelmäßig gering ausfielen, erscheine dieser Schritt vertretbar, beobachtet man bei der Verwaltung. Im Haushaltsplan 2026 wird mit Eintrittsgeldern von rund 50.000 Euro und einem Abmangel von knapp 240.000 Euro geplant, die angestrebte Kostendeckung liegt bei rund 20 Prozent.
Auch hier wolle man mit dem Haushalt einen „Schritt in die richtige Richtung machen“, unterstrich Bürgermeister Feil, und konnte auf Nachfrage von Birgit Griesinger (FWL) beruhigen: eine Schließung des Freibads sei „kein Thema“, der Erhalt gesichert. Im Gemeinderat herrschte Verständnis für die Änderungen, von „notwendigen Erhöhungen“ sprach Thomas Makowiec (SPD). Der Beschluss erfolgte einstimmig.
