Die Idee aus dem Rathaus, den „Löchgauer Frühling“ samt Kunsthandwerkermarkt und verkaufsoffenem Sonntag gleichzeitig auf einen Tag zentral in der Hauptstraße zu bündeln, ist offensichtlich eine gute. Jedenfalls wurde dieses neue Angebot gestern bestens genutzt. Die Veranstalter konnten sehr zufrieden sein.
Löchgauer Frühling Frühlingsstimmung in der Ortsmitte
Kunsthandwerkermarkt und verkaufsoffener Sonntag locken Publikum in Scharen an – Lob für Zusammenlegung.
Obwohl der „Löchgauer Frühling“ bereits gut etabliert ist, hatten sich inzwischen engagierte Beteiligte wie Joachim Beck und Gastronomen zusammen mit Bürgermeister Robert Feil beratend zusammengesetzt und über weitere Verbesserungsmöglichkeiten gesprochen. Diese Runde führte zu der neuen Variante. „Wir hoffen, dass dadurch und auch mit der Zentralisierung auf die Hauptstraße Synergieeffekte entstehen“, beschrieb die stellvertretende Hauptamtsleiterin Svenja Streicher die Intension des von der Kommune veranstalteten Events.
47 Stände und Gastronomen präsentieren sich
Die Resonanz konnte sich sehen lassen. Im Herzen Löchgaus hatten sich gestern einschließlich Gastronomen 47 Anbieter mit ihren Ständen auf dem Löchgauer Frühlingsfest beziehungsweise Kunsthandwerkermarkt präsentiert. Laut Streicher eine deutliche Steigerung gegenüber den Anfangsjahren und von den Interessenten für einen Stand gefragter denn je. Dass in Löchgau keine Standgebühren erhoben werden, kann durchaus mit ein Grund dafür sein, hieß es.
Am verkaufsoffenen Sonntag hatten laut Cheforganisator Joachim Beck sieben Firmen mitgemacht. Auch er zog eine positive Zwischenbilanz und war angenehm überrascht, welch großen Zuspruch das Marktgeschehen schon am Vormittag fand.
Das Angebot hatte aus gutem Grund die Leute angelockt. Zu der Fülle und Breite an feilgebotenen Exponaten gehörten wunderbar veredelte alte Schubladen oder Fassdauben von Ausstellerin Uschi aus Bietigheim-Bissingen ebenso wie mit der Kettensäge bearbeitete und vor Ort auch demonstrierte Holzkunst von Dieter Strauß aus Schillingsfürst/Mittelfranken, Charlottes Federvieh aus Ton, von Roland Anger aus Hessigheim zu Gitarren gemeisterte ehemalige Zigarrenkisten oder etwa unzählige Bücher zu Schnäppchenpreisen des evangelischen Jugendwerks Besigheim. Die Vielfalt an Gaumenfreuden dabei nicht zu vergessen.
Zu den besonderen Attraktionen zählte das Schauschmieden an der seit 151 Jahren hier etablierten alten Dorfschmiede von Jochen Haubold.
Metallgestaltungskunstwerke sind gefragt
Seine Metallgestaltungs-Kunstwerke sind gefragt, insbesondere seine selbstgeschmiedeten Eidechsen. Gestern half ihm ein Trio aus der Öschelbronner Schmiede Schöpf, das nicht mehr alltägliche Berufsbild neu zu entflammen. Das gelang auch dem Comedian Armin Baron von Gerstung aus Remseck, der vorm Spielwarengeschäft Beck als Bauchredner und Puppenspieler vor allem Kinder in Feststimmung versetzte.
