Bei der Vorstellung der Bauarbeiten im Gemeinderat Besigheim bestand noch die Hoffnung, die Baustelle an der Löchgauer Steige vor der Weinlese beenden zu können. Doch jetzt ist klar: Es dauert länger mit der Verlegung einer Wasserleitung vom Hochbehälter oberhalb der Löchgauer Steige bis hinab in die Stadt. Das sagte Stefan Maier, der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, auf Nachfrage der BZ.
Löchgauer Steige Besigheim Umweg für die Wengerter
An der Löchgauer Steige wird eine neue Wasserleitung verlegt, deshalb muss die Straße noch gesperrt bleiben.
Arbeiten sind aufwendiger als vorhersehbar
Die Arbeiten haben sich als aufwendiger herausgestellt als vorhersehbar war, sagte Maier zur Begründung. Der Graben der bestehenden Wasserleitung ließ sich nicht verwenden. Dort liegen weitere Leitungen, die man hätte verlegen müssen. Die neue Trasse verläuft über felsigen Grund, was die Arbeiten deutlich erschwert hat.
Anwohner der Löchgauer Steige direkt betroffen
Der erste Bauabschnitt vom Hochbehälter durch die Weinberge bis hinab an den Panoramaweg ist beendet. Jetzt beginnt der Teil, von dem die Anwohner der Löchgauer Steige direkt betroffen sind. Dieser Abschnitt führt bis etwa zur Einmündung der Freudentaler Straße. Zunächst wird die provisorische Leitung eingerichtet, erläuterte Maier, damit die Anwohner immer mit Wasser versorgt sind. Danach beginnen die eigentlichen Arbeiten an der neuen Leitung.
Für die Wengerter bedeutet dies, dass sie während der Weinlese einen Umweg über Löchgau fahren müssen, um zu den Weinbergen an der Panoramastraße zu gelangen. Doch diesen Weg sind sie schon bisher auf dem Rückweg gefahren. Denn für einen Trecker mit voll beladenem Hänger ist die Löchgauer Steige viel zu steil und gefährlich. Lediglich die leeren Fahrzeuge konnten den Weg bergauf über die Steige nehmen.
Mit der neuen Wasserleitung wird die Stadt künftig auch die Bewohner des Gebiets zwischen Bahnlinie und dem Enzufer mit Wasser aus dem Hochbehälter versorgen. Diese Häuser haben ihr Wasser bisher über die Bodensee-Wasserversorgungsgruppe bekommen. Der Preis für das Wasser verändere sich nicht. Damit dies gelingt, muss die Bahnlinie unterquert werden. Das soll am 29. und 30. September geschehen. Diese Arbeiten seien aufwendig, weil sie hohe Sicherheitsanforderungen stellen, so Maier. Dafür rücken Spezialisten an. Zusätzlich muss eine Arbeitskolonne bereitstehen, um sofort einzugreifen, falls sich das Gleisbett bewegt, und sei es nur um wenige Millimeter.
Vor dem ersten Frost soll alles fertig sein
Bis November soll die neue Leitung fertig sein, noch bevor die ersten Frostnächte einsetzen. Denn eines will Maier unbedingt vermeiden: dass die offen verlegte Notleitung einfriert und die Anwohner kein Wasser haben.
