Löchgaus Bürgermeister zeigt sich optimistisch: „Wir müssen nicht in Panik verfallen“

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Bei den Investitionsmaßnahmen fallen 2020 insbesondere der Umbau der Jakob-Löffler-Schule (im Bild) mit 1,96 Millionen Euro und die Ortskernsanierung mit 1,6 Millionen Euro ins Gewicht.  Foto: Helmut Pangerl

Mit leichter, Corona-bedingter Verspätung verabschiedet der Löchgauer Gemeinderat seinen Haushaltsplan. Die Stimmung ist positiv, trotz 1,86 Millionen Euro Ertragsausfällen bis 2023.

Mit suchendem Blick fanden sich die Löchgauer Gemeinderäte am Donnerstagabend zur Gemeinderatssitzung ein. In Zeiten von Corona läuft alles etwas anders, so auch die Ratssitzung. Statt im Rathaus fand sie im Saal der Gemeindehalle statt und statt am Tisch vereint, saßen die 15 Räte separiert, mit ausreichend Abstand zueinander.

Erst im Mai statt im März

Auch bei der Haushaltsverabschiedung lief es in diesem Jahr anders als geplant, statt im März wurde der Haushalt nun erst beschlossen – und das flott und einstimmig, da bereits das Meiste besprochen war (die BZ berichtete). Die Verwaltung hatte jedoch zwischen den letzten beiden Sitzungen Mehrarbeit zu leisten, arbeitete sie doch die Auswirkungen der Corona-Krise auf Grundlage der Mai-Steuerschätzung in den Haushaltsplan ein. „Die großen Hausnummern sind jetzt dabei“, sagte Löchgaus Bürgermeister Robert Feil. Unter anderem sind die geringeren Einnahmen aufgrund der Pandemie bedacht.

„Im Bereich der Gewerbesteuer haben wir die größten Einbrüche“, erklärte Kämmerer Marc Löffler. Die Ertragsrückgänge würden den Haushalt 2020 schwer belasten und das bisher positive Ergebnis voraussichtlich in den negativen Bereich rutschen lassen. Ging man vor Corona etwa im Bereich Steuereinnahmen noch von über rund 9,7 Millionen Euro aus, korrigierte die Mai-Schätzung den Wert um 1,4 Millionen nach unten (mehr Zahlen im Infokasten). Für den Ergebnishaushalt des Haushaltsplans 2020 ergibt sich dadurch ein negatives Gesamtergebnis von Minus 1,06 Millionen Euro statt der erwarteten 373 500 Euro.

Und doch zeigte sich die Verwaltung optimistisch: „Das ist auf die Corona-Zeit gesehen nicht das schlechteste Ergebnis, da wir auf den gesamten Finanzplanungszeitraum gesehen mit einem positiven Saldo hervorgehen“, so Löffler. Während 2021 das Gesamtergebnis noch im negativen Bereich liege, habe sich der Haushalt 2022 wieder bei einem Plus von 1,45 Millionen Euro eingependelt.

Schulumbau als größter Posten

Bei den Investitionsmaßnahmen fallen 2020 insbesondere der Umbau der Jakob-Löffler-Schule mit 1,96 Millionen Euro und die Ortskernsanierung mit den beiden Kirchplatz-Gebäuden mit 1,6 Millionen ins Gewicht (die BZ berichtete). Löchgau freue sich, so Bürgermeister Feil, über eine Erhöhung der Fördermittel für die Umnutzung des ehemaligen Grundschulgebäudes zum Kindergarten in Höhe von 2,16 Millionen Euro (davon eine Million Euro im Jahr 2021 und 1,16 Millionen 2022). Durch die Erhöhung der Investitionszuschüsse für die Ortskernsanierung stehen Löchgau am Ende des Finanzplanungszeitraums bis 2023 liquide Mittel in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro für künftige Investitionen zur Verfügung, obgleich bis dahin fast 1,9 Millionen Euro Liquiditätsausfälle erwartet werden.

„Wir müssen nicht in Panik verfallen, die letzten Jahre haben wir positiv gewirtschaftet und haben daher ein gutes Polster“, sagte Feil. „Ich denke, wir kommen mit einem blauen Auge davon, da wir mit den Ausgaben mäßig waren“, pflichtete auch SPD-Rat Thomas Makowiec bei. Ebenso Robert Fiesel (FWL): „Insgesamt können wir glücklich sein über das Zahlenwerk.“

 
 
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