Lokalsport Bietigheim verliert beim Thüringer HC

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Kim Naidzinavicius´Tore reichten der SG nicht. ⇥ Foto: Marco Wolf

Die SG BBM Bietigheim hat sich wohl aus dem Meisterrennen verabschiedet. Denn während Borussia Dortmund souverän gewann, patzte die Sieben von Markus Gaugisch unerwartet beim Thüringer HC.

Die SG BBM Bietigheim hat sich wohl endgültig aus dem Meisterschaftsrennen verabschiedet. Denn während der Spitzenreiter Borussia Dortmund am Mittwochabend seine Partie beim VfL Oldenburg souverän für sich entschied, patzte die Sieben von Trainer Markus Gaugisch völlig unerwartet bei ihrem Auswärtshürde Thüringer HC. Im ersten Spiel nach der Corona-Zwangspause unterlagen die Gäste aus Schwaben gegen einen groß aufspieledenden Gegner in Erfurt mit 30:33.

Trotz zwölf Toren der endlich wieder groß aufspielenden Kapitänin Kim Naidzinavicius fehlte der ohne Xenia Smits, Trine Ostergaard und Luisa Schulze angetretenen Spielgemeinschaft am Ende drei Treffer, um wie im Hinspiel wenigstens einen Zähler gegen den THC mitzunehmen.

Wie sehr es Fluch und Segen sein kann, an alter Wirkungsstätte anzutreten erlebte dabei die in Abwesenheit von Luisa Schulze doppelt geforderte Kreisläuferin Danick Snelder, die sechs Jahre lang für den THC am Ball war. Zunächst machte die niederländische Weltmeisterin eine starke Partie und glänzte vorne mit vier Treffern, bevor sich die eigentlich erfahrene Spielerin 20 Minuten vor dem Ende wegen einer Schauspieleinheit ihre dritte Zeitstrafe abholte und somit vom Platz flog.

Während beide Abwehrreihen keinen guten Tag erwischten, beim THC aber zumindest im Tor Marie Davidsen glänzte, wirkte bei der SG BBM gerade die nach langer Pause zurückgekehrte Anna Loerper unsicher. Die Handballerin des Jahres 2015 und 2016 leistete sich im Angriff viele technische Fehler und schwache Abschlüsse, die der THC zu schnellen Gegentoren nutzte.

Und dennoch stand die Begegnung bis in die Schlussphase auf Messers Schneide. Beim Stand von 31:29 für den THC bot sich der am Ende wieder zur Kreisläuferin umfunktionierten Antje Lauenroth zwei Minuten vor dem Ende beim Tempogegenstoß die dicke Chance zum Anschluss, doch die Nationalspielerin konnte den Pass nicht richtig greifen. Was dann passierte veranschaulicht die ganze Dramatik des Abends: Der Ball trudelte in Richtung des aufgrund einer Zwei-Minuten-Strafe verwaisten Gehäuses. Die THC-Spielerinnen, deren erster Impuls es war, sich in den Strafraum zu schmeißen und den Ball aufzuhalten, stoppten am Kreis. Doch unmittelbar vor der Linie blieb der Harz verschmierte Ball plötzlich liegen. Auch wenn die Bietigheimerinnen noch einen schnellen Treffer erzielen konnten, gingen die letzten beiden Tore der Partie auf das Konto des THC.

 
 
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