Lokalsport Zittersieg beim Trainer-Debüt

Von Sebastian Klaus
Auch aufgrund zahlreicher vergebener Chancen musste Freibergs Trainer Ramon Gehrmann bei seinem Einstand gegen Rielasingen-Arlen bis zum Ende zittern. Foto: Avanti/Ralf Poller

Der Oberliga-Zweite SGV Freiberg setzt sich zum Einstand von Rückkehrer Ramon Gehrmann knapp mit 1:0 gegen Rielasingen-Arlen durch.

Nach dem Blitz-Transfer von Ramon Gehrmann am Mittwoch hatte der neue-alte Trainer des Oberligisten SGV Freiberg bei seinem Einstand nur 24 Stunden später natürlich noch einigen Redebedarf mit seinen Schützlingen. In der Pause der Heimpartie gegen den FC Rielasingen-Arlen schnappte sich der Coach deshalb seinen Abwehrstrategen Volkan Celiktas, um seinem Defensivspieler noch eindringlich einige taktische Anweisungen mit auf den Weg zu geben.

Kehl-Gomez trifft

Und zu klären gab es zu diesem Zeitpunkt so einiges, auch wenn Celiktas dabei wohl eher wahllos rausgepickt worden war. Zwar lag der Oberliga-Zweite beim bilateralen verbalen Schlagabtausch zwischen Gehrmann und Celiktas mit 1:0 gegen den Sechsten in Front, mit Ruhm bekleckert hatte sich der Favorit gegen das Team von der Schweizer Grenze allerdings nicht. Denn der Treffer durch Neuzugang Marco Kehl-Gomez in der 27. Minute war nach einer Standardsituation gefallen. Eine von Christian Mauersberger getretene Ecke von links hatte SGV-Kapitän Marco Grüttner mustergültig verlängert, sodass Kehl-Gomez aus nächster Nähe nur noch vollstrecken musste.

Aus dem Spiel heraus war den Freibergern im ersten Durchgang gegen lauffreudige, insgesamt aber recht biedere Gäste dagegen herzlich wenig gelungen. Ein Schüsschen von Konstantinos Markopoulos aus 20 Metern (13.) und ein Kopfball des Griechen (23.), den Gehrmann in die Startelf beordert hatte, sowie eine Halbchance von Johnathan Zinram, der sich nach einem feinen Solo den Ball im Strafraum zu weit vorgelegt hatte (22.), waren im Grunde alles. Noch weniger kam allerdings von Rielasingen, deren Game Plan offenbar auf ein 0:0 angelegt war. Und dennoch hatten die Roten die beste Chance. Einen frühen Durchbruch von Pascal Sagmeister konnte Celiktas gerade noch klären (7.).

Besser als in der ersten Hälfte wurde es allerdings auch in den zweiten 45 Minuten nicht. Einzig der Kopfball von Markopoulos an die Oberkante der Latte (50.) sorgte für etwas Aufregung. Doch auch Rielasingen näherte sich langsam zumindest etwas dem SGV-Gehäuse an. Zunächst setzte John Schmidtke seinen Kopfball zu hoch an (54.), eine Zeigerumdrehung später schlenzte erneut Schmidtke nach einem Ballverlust von Christian Mistl den Ball am Tor vorbei. Wenige Sekunden später hatte Markopoulos die dicke Chance, auf 2:0 zu erhöhen, doch der Schuss des Ex-Nullachters war keine wirkliche Gefahr für Torhüter Dennis Klose. Das hätte sich fast gerecht, doch Rielasingens Nico Kunze fand völlig alleine gelassen in Freibergs aufmerksamen Schlussmann Sven Burkhardt seinen Meister (68.). Eine Viertelstunde vor dem Ende war es dann auf der Gegenseite Grüttner, der an einer Fußabwehr von Klose scheiterte. In der Schlussphase hatten der eingewechselte Michael Zant per Kopf (82.), Kehl-Gomez (85.), Grüttner (85., 90) und Mauersberger (92.) noch weitere zum Teil richtig dicke Gelegenheiten zu erhöhen, doch es blieb beim 1:0. „Die Vorbereitung der Rielasinger Chancen haben meine Spieler übernommen. Daran merkt man, wie groß der Druck auf sie ist“, sagte Gehrmann nach der Partie. „Aber mein Team hat ihre geile Mentalität gezeigt. Es war ein dreckiger Sieg, der Druck aus dem Kessel genommen hat.“

Bereits am Ostermontag (15.30 Uhr) geht es für Gehrmann und seine Freiberger weiter. Dann muss der SGV bei der Sport-Union Neckarsulm ran.

 
 
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