Ihre vorläufige Bilanz präsentiert die VR-Bank Ludwigsburg jedes Jahr in einer besonderen Lokation. Nach einem Wengerthäuschen oberhalb von Hohenhaslach im vergangenen Jahr war es am Donnerstag die Blockbuster-Ausstellung „Marvel: Universe of Super Heroes“, die aktuell im „urbanharbor“ in Ludwigsburg zu sehen ist. Die Bank ist Premium-Partner der Ausstellung, die über 200 Original-Requisiten, Kostüme und interaktive Kulissen aus über 80 Jahren Marvel-Geschichte zeigt. Bei einem Rundgang durch die Exponate stellte der Vorstand wesentliche Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor und stellte Analogien zwischen Bank und Superhelden-Figuren her.
Ludwigsburg „Die zentrale Währung ist Vertrauen“
Die VR-Bank stellte eine vorläufige Bilanz für 2025 in der Marvel-Ausstellung im „urbanhabor“ vor. Es gab ein gutes Ergebnis und stabile Dividende für Mitglieder.
Bodenständigkeit als Basis
„Die zentrale Währung von Helden und Bank ist das Vertrauen“, sagte Vorstandsvorsitzender Timm Häberle – von Menschen in ihre Lieblingsfiguren genauso wie von Kunden in ihr Geldinstitut. Insbesondere Menschen des Alltags und Vereine bildeten dabei neben mittelständischen Firmen die „Superhelden“ der Bank.
Wichtige Basis des Erfolgs seien Bodenständigkeit und Verlässlichkeit, für die zum Beispiel die Figur Ben Grimm (Fantastic Four) stehe, so Häberle. Dass Stärke auch Verantwortung bedeute, hob Markt-Vorstand Frank Kraaz mit einem Verweis auf Spiderman hervor. Und der Inbegriff für Innovation sei Iron Man, der als „Mensch wie du und ich“ aus seinen Fehlern lerne.
Bilanzsumme erneut gestiegen
Laut den vorläufigen Zahlen der VR-Bank Ludwigsburg, die Kraaz vorstellte, stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2025 erneut – auf 6,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 6,0 Milliarden). Das betreute Kundenkreditvolumen steigerte sich auf 4,4 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,2). Die Kundenanlagen wuchsen um 2,7 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Im Wohnbausegment wurde ein Neugeschäft von 536 Millionen Euro erzielt (49,7 Prozent Steigerung, vor allem durch Gebrauchtimmobilien), im gewerblichen Bereich waren es 297 Millionen Euro (Vorjahr: 238 Millionen). Das Betriebsergebnis 2025 lag bei 62 Millionen Euro, womit die Ein-Prozent-Marke, die „Goldene-Bank-Regel“, mit dem Wert 1,03 überschritten wurde.
Das Ergebnis bedeute finanziellen Spielraum und sei eine Stärkung des Eigenkapitals (aktuell 653 Millionen Euro, Vorjahr 614 Millionen). Der Jahresüberschuss der Bank belief sich auf 7,3 Millionen Euro (Vorjahr: 7,1 Millionen).
Der Provisionsüberschuss liege auf dem Niveau des Vorjahres und sei mit 42 Millionen Euro Ausdruck der Stärke in der Kundenberatung. Auch die Cost-Income-Ratio liege mit 0,56 (die Bank muss 56 Cent aufwenden, um einen Euro Ertrag zu erwirtschaften) auf dem gleichen Niveau wie 2025 – laut Herbst ein Spitzenwert in der Branche. Den Mitgliedern der Bank werde dank stabiler Eigenkapitaldecke wie im Vorjahr eine Dividende von vier Prozent auf ihre Einlagen in Aussicht gestellt.
Rund 608.000 Euro Spenden- und Sponsoringgelder seien an 427 Projekte einschließlich des Schulförderprogramms vergeben worden. Die VR-Bank Ludwigsburg unterstütze damit die „Superhelden des Alltags“ – Erzieher in den Kindergärten und Schulen, Trainer in den Sportvereinen, Ehrenamtliche in Vereinen, Schulen, Kirchen und soziale Einrichtungen.
Mitarbeiterzahl erhöht
Die Bank beschäftigte 2025 insgesamt 719 Mitarbeiter (Vorjahr: 696). Auf 40 Ausbildungs- und duale Studienplätze bewarben sich 359 junge Menschen. Ins Leben gerufen wurde 2025 auch die Ludwigsburger Erlebnisfiliale „ArsenalZWEI“, die Bank und Bäckerei (Katz) verbindet. Das Konzept: Nähe, Offenheit und gelebte Gastfreundschaft“.
„Es geht uns immer noch sensationell gut“, so Häberles plakative Einschätzung des Landkreises Ludwigsburg. Die Stimmung bei Unternehmen sei im Moment allerdings eher abwartend. Vom Mittelstand wünsche er sich daher deutlich mehr Investitionen und vermisst eine Aufbruchstimmung.
