Ludwigsburg Ein neuer Stadtteilpark entsteht

Von bz
Die Erschließung des Baugebiets Fuchshof ist fast abgeschlossen. Nun starten die Bauarbeiten an der Grünen Fuge Nord, wo ein Stadtteilpark mit Quartiersplatz entstehen soll. Foto: Martin Kalb

Die Bauarbeiten an der Grünen Fuge Nord im Fuchshof haben begonnen. Dort wird ein Park mit Quartiersplatz gebaut.

Der Wohnpark Fuchshof ist das derzeit größte Neubaugebiet in Ludwigsburg. Auf den Flächen ehemaliger Gärtnereien sollen zentrumsnah 530 Wohnungen für insgesamt circa 1300 Menschen entstehen (die BZ berichtete). Die Erschließung des Areals ist fast abgeschlossen, nun starten die Bauarbeiten an der Grünen Fuge Nord. Hier entsteht ein neuer Stadtteilpark mit einem großzügigen Quartiersplatz.

Erholung, Begegnung, Bewegung

„Zusammen mit attraktiven Spielflächen, Rasen- und Wiesenflächen sowie Baumpflanzungen wollen wir eine wohnortnahe Grünfläche schaffen“, sagt Bürgermeister Sebastian Mannl laut einer Pressemitteilung der Stadt Ludwigsburg. „Sie soll Erholung, Begegnung, Bewegung, Naturerlebnis, Artenvielfalt und Biodiversität fördern. Wichtige Eckpfeiler des Projekts waren der Erhalt großer und klimarelevanter Bestandsbäume sowie der Lebensräume von Tieren und Pflanzen und die Integration eines Teils der Kleingärten.“

Durch die Öffnung und den Ausbau der Wegeverbindungen aus Richtung Norden und Süden wird auch für die angrenzenden Stadtteile ein Zugang zu der neuen Grünanlage erreicht. Im Juni vergangenen Jahres veranstaltete die Stadt einen Beteiligungsworkshop in der Grünen Fuge Nord. Gemeinsam mit einer Kindergartengruppe vom Kindergarten St. Paulus und einer Schulklasse der Fuchshofschule wurden Ideen für den zukünftigen Spielbereich gesammelt. Die Ergebnisse wurden dokumentiert und im Planungsprozess berücksichtigt.

Der Entwurf für die Gestaltung wurde im städtischen Fachbereich Tiefbau und Grünflächen erarbeitet, ab der Ausführungsplanung unterstützte zudem das Büro Koeber Landschaftsarchitektur aus Stuttgart. Im nördlichen Bereich der Grünen Fuge entsteht mit dem Quartiersplatz eine zentrale Fläche als Verbindungselement zwischen den beiden Wohnbereichen. Dort soll es viele Bänke, Bestandsbäume und Neupflanzungen geben. Ein Wasser-Spieltisch soll den Platz zusätzlich beleben. Abfließendes Wasser wird über eine gepflasterte Rinne in die angrenzenden Mulden geleitet, ist das Muldenvolumen erschöpft, führt ein Überlauf in eine 22 Kubikmeter fassende Zisterne.

Durch die Wahl der geschwungenen Form konnten die nördlich des Quartiersplatzes stehenden Altbäume mit ihren Wurzelbereichen berücksichtigt werden. Unter den Bäumen entsteht eine Kletter- und Balancierlandschaft. Der angrenzende Wassersand-Spielbereich ist besonders für jüngere Kinder geeignet, so die Mitteilung weiter.

Im Süden soll der eher ruhige und parkartige Charakter des Teilbereiches durch Bestandsbäume und ergänzende Neupflanzungen erhalten bleiben. Die extensiv bepflanzten Wiesenmulden nehmen das überschüssige Oberflächenwasser des Quartiersplatzes auf. Auch hier sorgt eine Zisterne mit 22 Kubikmetern Fassungsvermögen für die Aufnahme des überschüssigen Wassers. Dieses wird zur Bewässerung der Bepflanzung eingesetzt; durch Versickerung und Verdunstung bleibt das Niederschlagswasser dem natürlichen Wasserhaushalt erhalten.

Die Begrünung der Mulden mit naturnahen Ansaaten biete Lebens- und Nahrungsraum für Insekten. Die Kombination mit robusten Stauden sorge zudem ganzjährig für abwechslungsreiche Aspekte. Gemähte Spiel -und Liegewiesen bieten Raum für verschiedene Nutzungen. Die untergeordnete Wegverbindung im südlichen Bereich wird durch eine kleine Platzfläche mit Bank und Tischtennisplatte ergänzt. Die Beläge werden als wassergebundene Wegedecke hergestellt.

Ersatzhabitat für Zauneidechse

Als Ausgleich für entfallene Lebensräume der Zauneidechsen im Bereich des Quartiersplatzes entsteht im südlichen Teil ein Ersatzhabitat. Dieser Bereich soll durch eine artenreiche Begrünung mit niedrigen und höherwüchsigen Strukturen, Totholz, Sandlinsen und zum Beispiel Steinriegeln gute Bedingungen für die Ansiedlung und Etablierung einer Zauneidechsenpopulation bieten. Weiterhin sollen sich viele Bewohner nach mehr Räumen für Naturerlebnis und Naturbeobachtung gesehnt haben.

Der Stadtteilpark Grüne Fuge Nord soll eine Gesamtfläche von circa 10.000 Quadratmetern haben. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1,3 Millionen Euro. Baubeginn war der 11. August, Bauende ist für Mai 2026 angesetzt.

 
 
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