Ludwigsburg: Indie-Swing von Marina & the Kats Rhythmisches Klangspektakel im Scala

Von Heidi Vogelhuber
Marina & the Kats, die Indie-Swing-Band aus Wien, traten am Donnerstagabend im Scala in Ludwigsburg auf. Es war ihr zweiter Auftritt des Jahres. ⇥ Foto: Werner Kuhnle

Es wird wieder geswingt in der Ludwigsburger Kultlocation. Die österreichische Indie-Swing-Band Marina & the Kats gaben am Donnerstag ordentlich Gas im Scala.

Wenn drei von vier Bandmitgliedern Schlagzeug spielen, kann der Sound ja nur so vor Rhythmus und Groove strotzen. Die Wiener Band-Combo Marina & the Kats präsentierte dem Ludwigsburger Publikum im Scala am Donnerstagabend ihren einzigartigen Indie-Swing, der an die 30er-Jahre erinnert, diese aber nicht wiederkäut, sondern modern und eigen interpretiert.

Gerne hätte der eine oder andere im Zuschauerraum noch mehr zeigen wollen, dass der Swing in seinen wegen Corona etwas eingerosteten Knochen ankommt, jedoch war der Kultsaal bestuhlt und es herrschte strikte Maskenpflicht – auch am Platz. Applaudiert und mitgenickt wurde dafür aber umso mehr. Das Publikum in der schwäbischen Barockstadt war sichtlich begeistert von den vier Österreichern.

Marina Zettls soulige Stimme schwebte mit aus dem Leben gegriffenen Texten über dem Instrumentalen, die Sängerin aus Graz webte sie jedoch auch in den kreierten Soundteppich ein.

Musiker brillieren am Instrument

Gitarrist Mauerhofer begeisterte mit virtuosen Soli auf seiner klassischen roten Fender-Stratocaster, wechselte aber ab und an auch auf seine Halbakustische. Er führte die Melodie an, ließ dem Bassisten Peter Schönbauer aber auch Raum zum Entfalten. Schönbauer legte hohe Fingerfertigkeit an den Tag. Jedoch beteiligte sich auch sein Bein am Rhythmus, betätigte er doch das Pedal der Bass Drum. Aufgeteilt auf drei Musiker, neben Schönbauer auch Sängerin Zettl sowie Drummer Harry Baumgarten, kreierten die Shared Drums einen vollen, durchdringenden Sound. Zettl bediente die Snare Drum, Baumgarten die HiHat, beide gaben Gas an großen und kleinen Trommeln sowie Becken. In vielen neuen Songs wie „3’s a Crowd“ spielten sie mit improvisierten Elementen, interagierten fließend. 1,5 Stunden begeisterten sie das Scala-Publikum, schlossen mit dem Knaller-Song „Pressure“ und schoben noch „Easy does it“ als Zugabe hinterher, bis sich Marina und ihre Kats an den Fan-Artikel-Stand begaben und frei von Berührungsängsten mit ihren Anhängern quatschten. Ein gelungener Abend mit reibungsloser Organisation in Ludwigsburg. ⇥

 
 
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