Ludwigsburg schlägt Telekom Baskets Bonn Riesen haben den Platz an der Sonne sicher

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Ludwigsburgs Routinier Andrew Warren erzielte gegen die Telekom Baskets Bonn mit 22 Zählern die meisten Punkte für den souveränen Bundesliga-Spitzenreiter. ⇥ Foto: Ralf Poller/Avanti

Der Bundesligist aus Ludwigsburg geht nach einem 89:73-Heimerfolg gegen die Telekom Baskets Bonn als Erster in die Playoffs. Dort wartet voraussichtlich Bamberg.

Die Riesen Ludwigsburg können entspannt in die letzten Topduelle der Saison gegen Alba Berlin und Bayern München gehen. Denn nach dem 89:73-Heimerfolg am 32. Spieltag gegen die Telekom Baskets Bonn haben die Barockstädter den Platz an der Sonne bereits sicher.

Mit den zuletzt schmerzlich vermissten Tremmell Darden und Jaleen Smith war der heimstarke Spitzenreiter ins Duell mit Bonn gegangen, um endlich die noch fehlenden Punkte im Kampf mit Alba Berlin um den Tabellenplatz eins zu sichern. Doch während der 39-jährige Routinier Darden von Anfang an ablieferte und beim Stand von 7:12 vier der ersten sieben Ludwigsburger Punkte beisteuerte, fand Smith nur schwer in die Partie.

Wechselt Smith nach Litauen?

Der Schlüsselspieler der Riesen und aussichtsreiche MVP-Kandidat, der am Freitag zum ersten Mal Vater geworden war, steht laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung in Gesprächen mit dem litauischen Spitzenklub Zalgiris Kaunas. Trainiert wird der Euroleague-Teilnehmer vom ehemaligen Assistenztrainer der Riesen, Martin Schiller. Der Österreicher, der zwischen 2015 und 2017 an der Seite von John Patrick die Ludwigsburger Bundesliga-Basketballer betreut hatte, hatte den 29-fachen litauischen Meister vor der Saison übernommen und auf Anhieb zum Pokalsieg geführt. In Kaunas könnte Smith ebenfalls auf den Ex-Riesen Thomas Walkup treffen, der seit seinem Abschied aus Ludwigsburg im Jahr 2018 bei den Litauern unter Vertrag steht.

Routiniers helfen aus

„Es war gut zu sehen, wie wir ohne Tremmell und Jaleen funktionieren“, hatte Riesen-Coach John Patrick vor der Partie im Interview mit Magenta TV erzählt. Denn sollte Vielspieler Smith wie zuletzt einmal ausfallen oder wie gegen die Baskets unglücklich agieren und sich vier Fehlwürfe bei vier Versuchen in den Anfangsminuten leisten, müssen andere für den US-Amerikaner in die Bresche springen. Gegen zunächst enorm treffsichere Bonner gelang dies im ersten Viertel neben Darden (sechs Punkte) mit Jamel McLean dem zweiten Altmeister im Kader am besten. Doch auch die 33-jährige Nachverpflichtung der Riesen konnte mit seinen sieben Punkten den knappen 22:24-Rückstand zum Ende des ersten Abschnitts nicht verhindern.

Die Szene des zweiten Viertels gehörte dann wieder Darden, der mit einem spektakulären Block und Steal in der Abwehr nach einer Viertelstunde Jordan Hulls Dreier zum 34:31 erst ermöglichte. Und es sollte auch weiterhin der Tag der Ludwigsburger Routiniers werden: Denn neben dem immer stärker werdenden 31-jährigen Hulls, drehte auch der 33-jährige Andrew Warren immer mehr auf und erzielte neun Punkte im zweiten Viertel, sodass die Hausherren mit einer 46:38-Führung in die Pause gingen.

Nach dem Wechsel schaltete sich auch Yorman Polas Bartolo, der sich nach seinem Eröffnungsdreier zurückgehalten hatte, wieder ins Angriffsspiel ein. Zehn Punkte verzeichnete der gebürtige Kubaner nach dem erneut deutlich überlegenen dritten Viertel, welches die Hausherren mit 26:16 für sich entscheiden konnten. Der letzte Abschnitt war dann lediglich noch ein Schaulaufen für den Tabellenführer, bei dem Talent Aeneas Jung seinen ersten Profitreffer erzielte und Andrew Warren beim 89:73 mit 22 Zählern einen persönlichen Saisonbestwert beisteuerte.

 
 
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