Ludwigsburger Basketballer schlagen Brose Bamberg Riesen glückt Auftaktsieg

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Der frisch gekürte Verteidiger des Jahres, Yorman Polas Bartolo (am Ball), bewies auch in der Offensive sein Können. Der 35-Jährige erzielte gegen Bamberg neun Punkte. ⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Der Ludwigsburger Bundesligist ist mit einem 83:69-Heimsieg gegen Brose Bamberg erfolgreich in die Playoffs gestartet. Am Freitag folgt Teil zwei.

Dass sich gerade Sportler nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen dürfen, ist eine Binsenweisheit. Nicht auf denen von vorvorgestern (Gewinn der Hauptrunden-Meisterschaft) und selbst nicht auf denen von heute (MVP-Titel für Jaleen Smith sowie weitere Auszeichnungen für Trainer John Patrick und Verteidiger-Ass Yorman Polas Bartolo).

Bamberg überrennt Riesen

Dass der große Erfolg der letzten Tage und Wochen so geerdeten Menschen wie Smith und Co. zu Kopf steigen könnte, ist zwar eher unwahrscheinlich – und dennoch waren die Riesen Ludwigsburg in der Anfangsphase der ersten Viertelfinal-Partie gegen Brose Bamberg vom Kopf her noch nicht wirklich da. Die Gäste spielten unglaublich aggressiv, hatten Zug zum Korb und überrannten ihren zunächst völlig neben sich stehenden Kontrahenten in den ersten Minuten komplett. Beim Stand von 0:8 nach zwei Minuten nahm Patrick bereits die erste Auszeit, doch auch danach spielten nur die Gäste, die die Führung sogar auf 17:7 ausbauten.

Mit viel Kampf und Einsatz pirschten sich die Riesen dann allerdings nach und nach wieder heran, auch weil Jaleen Smith aufdrehte und die geradezu unglaubliche Abschlussstärke der Bamberger mit der Zeit immer stärker nachließ. Beim 22:18 für Bamberg Ende des ersten Viertels war der Vorsprung schon merklich geschmolzen, beim Stand von 24:24 nach 13 Minuten war er gar aufgebraucht. Und nach fünf Punkten in Serie durch den auffälligen Jonah Radebaugh führten die Hausherren plötzlich mit 33:28. Ein Dreier von Lukas Herzog und Polas Bartolo, der den Ball zum 41:33 in den Korb stopfte, ließen kurz vor der Halbzeit sogar die lautstarke Bank der Bamberger temporär verstummen.

Nachdem Andrew Warren mit einem schönen Dreier die Riesen-Führung auf 53:40 ausgebaut hatte, sah es so aus, als hätten die Ludwigsburger den Gegner endgültig im Griff. Doch die Gäste meldeten sich mit einem spektakulären 10:0-Lauf vor der Sirene zurück, sodass die Hausherren nur mit einem 58:50 ins letzte Viertel gingen.

Auch wenn Jordan Hulls an diesem Abend ausgerechnet zum Playoff-Start einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte,  – der sonst so sichere US-Amerikaner traf erst kurz vor dem Ende zum ersten Mal – bauten die Riesen vier Minuten vor dem Ende die Führung durch den abgeklärten Jamel McLean auf 73:59 aus. Das sollte reichen: Nach 40 intensiven Minuten stand ein 83:69-Auftakterfolg für Ludwigsburg auf der Anzeigetafel.

„Wir waren am Anfang nervös. Zum Glück haben wir die Turnovers kontrolliert, was uns im Spiel gehalten hat. Es war ein wichtiger Sieg für uns“, konstatierte John Patrick nach der Partie. Patricks Gegenüber Johan Roijakkers kritisierte: „Wir haben gut verteidigt. Um Ludwigsburg zu schlagen, hätten wir allerdings auch die Rebounds holen müssen.“

Am Freitagabend (20.30 Uhr) empfangen die Riesen die Bamberger zum zweiten Aufeinandertreffen in der Serie.

 
 
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