Die Ludwigsburger Schlossfestspiele bespielen die Bühnen- und Schlösserlandschaft Ludwigsburgs in der Festspielzeit 2026 vom 12. Juni bis 5. August. Intendant Lucas Reuter gibt dieser Festspielzeit eine deutlich europäische Prägung: „Die Ludwigsburger Schlossfestspiele verstehen sich als Ort, an dem wir am kulturellen Haus Europa kontinuierlich weiterbauen. Kunst muss Brücken schlagen, wo politische Debatten stocken, an Grenzen stoßen. 2026 stehen insbesondere europäische Kooperationen im Zentrum der Festspiel-Programmatik, die den Austausch zwischen internationalen und baden-württembergischen Künstlerinnen und Künstlern stärken.“
Ludwigsburger Schlossfestspiele Neues Konzept für’s Open Air
Die Schlossfestspiele präsentieren ihr Programm für die Festspielsaison 2026. Neu ist unter anderem ein Format in der Karlskaserne und Veranstaltungen für Kinder.
Großer Schwerpunkt: Oper
Johannes Ernst, Kaufmännischer Leiter und Geschäftsführer, dankt der Stadt Ludwigsburg und dem Land Baden-Württemberg als institutionelle Förderer sowie allen weiteren Unterstützern: „Sie ermöglichen uns überhaupt erst solch hochkarätige Produktionen, programmatische Vielfalt und die Weiterentwicklung der Festspiele. Insbesondere ist die Zuwendung von 250.000 Euro aus dem Haushalt des Bundes für die Festspielzeit 2026 ein wichtiges Signal für den Standort Ludwigsburg und seine kulturelle Strahlkraft in die Region.“
Einen großen Schwerpunkt in der Festspielzeit 2026 nimmt, so teilen es die Schlossfestspiele mit, die Oper ein mit „Nabucco“, dem international gefeierten Luca Salsi in der Titelpartie und dem Nationaltheater Mannheim als Festspiel-Eröffnung sowie mit fünf weiteren Musiktheaterwerken im Schlosstheater, die das europäische Opernschaffen des 18. Jahrhunderts in die Gegenwart bringen sollen. Zu erleben sind die Musiciens du Louvre mit Marc Minkowski, das Orchester der Opéra Royal du Château de Versailles, das Freiburger Barockorchester oder das Stuttgarter Kammerorchester.
Zu Gast sind im Festspielsommer 2026 Orchester wie die Deutsche Radio Philharmonie, das European Union Youth Orchestra, das Kammerorchester Basel, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Il Giardino Armonico oder das Württembergische Kammerorchester Heilbronn mit Persönlichkeiten wie Manfred Honeck, Omer Meir Wellber oder Giovanni Antonini am Pult. Kammermusikalische Ensembles wie das Hagen Quartett auf seiner Abschiedstournee, das Schumann Quartett oder das Nasmé Ensemble sind im kleineren Rahmen des Ordenssaals zu erleben, Virtuosentum versprechen die Geigerinnen Hilary Hahn und Lisa Batiashvili, Anastasia Kobekina und Sheku Kanneh-Mason am Cello, die Sängerin Julia Lezhneva, der Sopran Bruno de Sà oder Kit Armstrong, Christian Zacharias, Piotr Anderszewski und Yulianna Avdeeva am Klavier.
Neues Format in der Karlskaserne
Der Tanz ist mit zwei Produktionen des Ballet Nacional de España und der Ballets de Monte-Carlo vertreten und wird abgerundet von den Fassadentänzen „Danza Verticale“ der italienischen Truppe Il Posto.
Ein neues Format sind zwei Festspiel-Nächte mit Tanz und Musik im Kunstzentrum Karlskaserne: In zwei unterschiedlichen Programmen sind jeweils bis spät in den Abend zwei Bands aus Weltmusik und Jazz zu erleben sowie die Fassadentänzer von Il Posto, heißt es in der Ankündigung. Auch das beliebte „Monrepos Open Air“ wurde neu konzipiert: An drei unterschiedlichen Abenden laden hochkarätige Klassik und herausragende Solisten wie Kit Armstrong in den festlich illuminierten Park des Seeschlosses Monrepos ein.
Die intimen Konzert-Formate in den Räumen der Schlösser Favorite und Monrepos sind wieder den musikalischen Neuentdeckungen gewidmet – den aktuellen Preisträgern des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD in den Fächern Klavier und Klarinette sowie weiteren jungen, mit Preisen ausgezeichneten Instrumentaltalenten.
Neu sind 2026 auch Vorstellungen speziell für junges Publikum, und zwar der Puppenphilharmonie Berlin und ihrer Barock-Eselin, die den kleinen Gästen und ihren großen Begleitungen eine ferne musikalische Epoche näherbringen.
85 Veranstaltungen
Insgesamt finden rund 85 Veranstaltungen in Ludwigsburg und an den Außenspielorten sowie eine Ausstellung zu den Werken des Malers Hann Trier statt. Darunter sind acht Musiktheaterproduktionen, fünf davon bespielen das historische Schlosstheater. Drei Tanzproduktionen ergänzen die szenischen Produktionen. Neben drei Open-Air-Abenden am Seeschloss Monrepos und zwei Festspiel-Nächten wird es das Festspiel-Prélude unter freiem Himmel geben sowie fünf kostenlose Freiluftkonzerte in der Reihe „Musik im Park“.
Vorverkaufsstart für alle Veranstaltungen des Festspiel-Programms 2026 ist am Freitag, 5. Dezember. bz
