Markgröningen Liebe zur Musik kennt keine Grenzen

Von Helga Spannhake
Wenn das Internationale Musikfest des Musikvereins Stadtkapelle stattfindet, ist ganz Markgröningen auf den Beinen und der Marktplatz ist mit Menschenmassen gefüllt. Foto: /Martin Kalb

Immer eine Woche vor dem Schäferlauf hat der Musikverein Stadtkapelle Markgröningen seinen großen Auftritt.

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ine Woche vor dem Schäferlauf findet in Markgröningen immer das Internationale Musikfest des Musikvereins Stadtkapelle Markgröningen statt. Zur diesjährigen 58. Ausgabe reisten die Brass Band Matzendorf aus der Schweiz sowie das tschechische Orchester DO Hana Unicov an.

Bevor die Schäferinnen und Schäfer im Mittelpunkt stehen, wird Markgröningen einmal im Jahr zur internationalen Musikstadt: Der Musikverein Stadtkapelle lädt vier Tage lang zu beliebten Melodien, interessanten Begegnungen und vergnüglicher Geselligkeit ein. Eröffnet wurde das 58. Internationale Musikfest, wie gewohnt, mit dem traditionellen Markgröninger Abend im sehr gut besuchten Festzelt auf dem Festplatz.

Nicht ohne John Miles’ „Music“

Begeistert empfing das Publikum den Fanfaren- und Spielmannszug, der sich vor der Bühne positionierte.

Gemeinsam mit dem Blasorchester stimmten sie unter dem bewährten Dirigat von Stadtmusikdirektor Georg ter Voert John Miles Evergreen-Ballade „Music“ an - gesanglich verstärkt von Sonja Waldvogel und Norbert Kretschmer, die diese beliebte Liebeserklärung an die Musik sehr emotional umsetzten. Mit viel Applaus belohnten die Gäste im Festzelt im Anschluss diese erste mitreißende Musiknummer, während der Vorsitzende des Musikvereins Stadtkapelle Markgröningen, Alexander Mandel, das Mikrofon in seine Hand nahm.

Er begrüßte alle aufs herzlichste und freute sich vor allem über das vollbesetzte Festzelt: „Das ist heute Abend der Beginn der Markgröninger Festwochen und ein kulturelles Highlight der Stadt“, erklärte er und wandte sich mit besonderen Begrüßungsworten an die 50 Mitglieder des Blasorchesters DO Hana Unicov aus Tschechien, die bereits am Nachmittag angereist waren und nun an den vorderen Tischen im Festzelt Platz genommen hatten. Von klassischer böhmisch-mährischer Blasmusik bis hin zu Filmmusik spannt sich der musikalische Bogen des Blasorchesters.

Gute Kontakte nach Tschechien

Es ist als kultureller Botschafter seiner Heimatstadt regelmäßig auf nationalen wie internationalen Bühnen zu Gast und pflegt eine lange Tradition der internationalen Freundschaft: Bereits 1969 waren die Musikerinnen und Musiker erstmals zu Gast in Markgröningen. Und jetzt, bei ihrem nun achten Besuch, spielten sie unter der Leitung ihres Dirigenten Jan Charfreitag: „Wir haben eine sehr gute Verbindung zur Stadtkapelle und verfügen über ein ähnliches Repertoire“, erläuterte der Vorsitzende Michal Fiala, der selbst schon beim letzten Besuch im Jahr 2016 dabei war. Neben den Musikfreunden aus Tschechien reiste die Brass Band Matzendorf aus der Schweiz an und hatte für ihren Auftritt beim Internationalen Konzert auf dem Markgröninger Marktplatz ebenfalls ein vielseitiges musikalisches Repertoire im Gepäck. Nach 1998, 2007 und 2016 war es der vierte Besuch der Kapelle in der Schäferlaufstadt.

In seiner Begrüßungsrede verwies Alexander Mandel darauf, dass das Internationale Musikfest ein Gemeinschaftswerk vom Musikverein, Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadt sei, auf das alle sehr stolz sein können. Schließlich kam er noch auf ein besonders diesjähriges Jubiläum zu sprechen, denn genau 40 Jahre ist es her, dass der Markgröninger Marsch, von Georg ter Voert zum Schäferlauf komponiert, uraufgeführt wurde. Seitdem hat sich das Werk mit seinem gesungenen Text im Trio längst zur Hymne der Schäferlaufstadt entwickelt, bei dessen Erklingen die Bürger nicht nur gesammelt aufstehen, sondern auch als Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit ihre rechte Hand auf ihr Herz legen.

Markgröninger lieben ihren Marsch

Für dieses musikalische Denkmal erhielt Stadtmusikdirektor Georg ter Voert als besonderes Geschenk einen Bilderrahmen in dessen Mitte eine kleine goldene Schallplatte sowie im Kreis geschrieben der Beginn des Textes zu sehen waren.

Über diese Anerkennung freute sich Georg ter Voert, aber etwas anderes beeindruckte ihn noch stärker: „, dass alle im Publikum den Marsch kennen und so ein Zusammenhalt herrscht“, sagte er ergriffen. In Anschluss richtete Bürgermeister Jens Hübner Begrüßungsworte ans Publikum: „Das Musikfest ist im Kreis und darüber hinaus das schönste Fest“, konstatierte er und war beeindruckt von der gleichbleibend hohen Qualität über all die Jahre: „Ich bin stolz auf die engagierten Musikerinnen und Musiker“, erklärte er Applaus für die Stadtkapelle einfordernd.

Bereits während seiner Rede stand das Bierfass auf der Bühne bereit für den traditionellen Fassanstich, der ihm, von einem Tusch begleitet, denn auch mühelos mit zwei kräftigen Schlägen gelang.

Und auch sein ebenfalls traditionelles Dirigat des Markgröninger Marsches im Anschluss zeugte von viel Herzblut für seine Stadt. 

 
 
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