Markgröningen Musik, Bonbons und ein Schnäpschen

Von Helga Spannhake
Festumzug durch Markgröningen bei strahlendem Sonnenschien und einem gut gelaunten Publikum. Foto: /Oliver Bürkle

Beste Stimmung herrschte beim ältesten schwäbischen Heimatfest, dem Schäferlauf in Markgröningen. Der Festzug zog viele Besucher an.

Für beste Stimmung sorgte das älteste schwäbische Heimatfest in Markgröningen an diesem Wochenende. Viele Besucherinnen und Besucher säumten die Straßen während des Festzugs. Anschließend schauten sie vorbei bei den vielen Verkaufsständen in der Innenstadt.

Die Menschen standen links und rechts auf dem Bürgersteig und warteten gespannt. An der Spitze des Festzugs ritten die beiden Festreiter Wolfgang Hörer und Lisa Linckh – diesmal auf zwei imposanten Rappen. Sie grüßten in die Menge, während hinter ihnen schon Musik erklang: Der Musikverein Stadtkapelle Markgröningen spielte heiter auf und in der folgenden, mit farbenfrohen Blumen geschmückten Festkutsche winkte Bürgermeister Jens Hübner gemeinsam mit dem Landrat und Schirmherren des Schäferlaufs Dietmar Allgaier, der Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Sarah Schweizer sowie dem Vorsitzenden des Landesschafzuchtverbandes Alfons Gimber.

„Klatschet kommet“

Zu Fuß folgten ihnen Mitglieder des Gemeinderats und des Festausschusses. Der Fanfarenzug Markgröningen bildete die Vorhut für den reitenden Graf zu Gröningen, Herold, Ritterleute und Landsknechte: „Klatschet kommet“, dieser laute Aufruf war aus der Festspielgruppe „Der treue Bartel“ zu hören. Ruhiger ging es bei den darauffolgenden Blumenmädchen zu und bei Pfarrer Esenwein und Familie verteilten die Kinder Bonbons ans Publikum.

Beim Festzug nicht fehlen dürfen die Gruppen der anderen beiden Schäferlaufstädte Bad Urach und Wildberg. Neben Fahnenabordnungen waren sie mit Fanfarenzug, Trachtengruppe, Stadtkapelle und den Wildberger Klostertrommlern vertreten.

Der befreundete Musikverein Unterriexingen ebenso wie der Schwieberdinger Musikverein spielten auf und der Weihrauch der vorbeilaufenden Spitalbrüder sorgte kurzzeitig für einen erdig-warmen Geruch. Viel Handfestes zu verteilen hatte die Gruppe „Rond oms Schaf“ und erfreute die Umstehenden mit Mürbeteig-Schafskeksen, Fellstücken und Würstchen.

„Zicke, zacke“

Etwas Besonderes hatte sich der Obst-, Wein- und Gartenbauverein Markgröningen anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums ausgedacht und so wurde vom, mit bunten Gladiolen geschmückten Festwagen in kleinen Bechern Trollinger ausgeschenkt. „Zicke, zacke“ war das lautstarke Kommando, das vom hohen Erntewagen der Landjugend Markgröningen herunterschallte und nicht weniger beeindruckend war die, von zwei Kühen gezogene historische Dreschmaschine. Ganz zum Schluss gab es noch ein Schnäpschen, ausgegeben von der historischen Zigeunergruppe Markgröningen.

Keramik und Baumstriezel

Auch in der Innenstadt wurde einiges geboten: So gab es viele Artikel rund ums Schaf, wie Wolldecken, kuschlige dicke Jacken, Socken und Handschuhe, aber auch Schafmilchseifen sowie Pullis mit lustigen schwäbischen Sprüchen passend zum Schäferlauf. Ein Stück weiter lockten wunderschöne Schmuckstücke und Dufthölzer. Am Stand des Vereins für Schäfereigeschichte konnte man wiederum viel über die faszinierende Welt der Schafhaltung erfahren.

Der Innenhof des Helene-Lange-Gymnasiums war den Handwerkern vorbehalten und dort zu finden waren viele fantasievolle Holzkreisel, Dekorationsartikel aus Keramik, Babybekleidung und Glastiere. Selbstverständlich wurde an vielen Ständen auch für die Verpflegung der Besucher gesorgt und der Vergnügungspark lockte mit Zuckerwatte, Baumstriezel und Pizza während als Fahrgeschäfte das Kettenkarussell, Autoscooter und der Break Dance mit seinen sich wild drehenden Gondeln beliebt waren.  

Helga Spannhake

 
 
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