In schwierigen Zeiten reicht manchmal ein kleiner Lichtblick, um wieder Hoffnung zu schöpfen und neue Wege zu finden. Genau das ist dank der großzügigen Unterstützung der BZ-Aktion Menschen in Not für Frau U. und ihre Familie möglich geworden. Ihre Spenden haben geholfen, konkrete Nöte zu lindern und Menschen in Not neue Perspektiven zu eröffnen, berichtet Andrea Magenau von der Geschäftsführung der Diakonischen Bezirksstelle Vaihingen.
Menschen in Not Wie Spenden Leben verändern
Geschäftsführerin Andrea Magenau für Sozial- und Lebensberatung bei der Diakonischen Bezirksstelle Vaihingen zeigt in einigen Fallbeispielen, wie die Spendengelder der BZ-Aktion helfen können.
„Um die Familie der Fallbeschreibung zu schützen, haben wir die persönlichen Daten anonymisiert und leicht abgeändert. So bleibt die Privatsphäre der Betroffenen gewahrt, während wir exemplarisch zeigen, wie wichtig und wirkungsvoll Ihre Unterstützung ist“, betont Magenau.
Frau U. lebt getrennt vom Vater ihrer beiden Kinder. Das Verhältnis zu ihm ist schwierig. Nachdem ihr 16-jähriger Sohn zum Vater gezogen war, lebte sie mit ihrer 14-jährigen Tochter allein. Durch diese Situation erhielt keiner der Elternteile Unterhaltszahlungen, und das finanzielle Gleichgewicht geriet ins Wanken.
Kein Geld für Lebensmittel mehr
Aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte Frau U. ihre Arbeit nicht fortsetzen, ihr Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert, und sie musste Arbeitslosengeld I beantragen. Die finanzielle Belastung wurde erdrückend. Besonders schwierig wurde es, als sie im Sommer 2024 eine hohe Stromnachzahlung leisten musste und kein Geld mehr für Lebensmittel übrig blieb.
In ihrer Verzweiflung wandte sich Frau U. an die Sozial- und Lebensberatung der Diakonischen Bezirksstelle Vaihingen. Gemeinsam wurde ein Haushaltsplan erstellt und geprüft, ob und welche Sozialleistungen sie in Anspruch nehmen konnte. Dank der Spenden aus der BZ-Weihnachtsaktion konnte man Frau U. finanziell unterstützen, sodass sie wieder Geld für Lebensmittel hatte.
Doch damit nicht genug: Ihre Tochter besucht eine Schule, an der Instrumentenunterricht verpflichtend ist. Das Mädchen spielt mit großer Freude ihr Instrument, aber die zusätzlichen Kosten drohten unbezahlbar zu werden. Mithilfe der Sozialberatung konnten Gelder aus dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragt werden, die rückwirkend den Instrumentenunterricht, das Mittagessen in der Schule und das Schülerticket abdeckten.
Hilfe in schwierigen Zeiten
Hilfe zu bekommen, wenn man sie dringend braucht, ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Lange Wartezeiten für Arzttermine, fehlende Therapieplätze, überlastete Behörden und komplexe Antragswege können Menschen an den Rand der Verzweiflung bringen. Magenau: „Genau hier sehen wir uns als Diakonische Bezirksstelle in die Pflicht genommen. Wir stehen denjenigen zur Seite, die dringend Unterstützung benötigen. Unsere Angebote sind oft die letzten Rettungsanker für Menschen in Not und unbezahlbar in ihrer Wirkung. Unser Ziel ist es, Menschen unbürokratische und zeitnahe Hilfe zu ermöglichen und ein offenes Haus zu bieten, das willkommen heißt und Unterstützung signalisiert.“
Natürlich stoße man als Diakonische Bezirksstelle manchmal an Grenzen. In einigen Bereichen gibt es Wartelisten, und nicht immer ist eine sofortige Hilfe möglich, wenn jemand unvermittelt vor unserer Tür steht. Dennoch setze man alles daran, Lösungen zu finden. „Aufgrund des hohen Bedarfs bemühen wir uns, unsere Beratungskapazitäten zu erweitern, wo dies möglich ist. Mit offenen Sprechstunden schaffen wir niedrigschwellige Zugänge, und durch bedarfsorientierte Angebote passen wir unsere Unterstützung kontinuierlich den aktuellen Herausforderungen an“, erklärt die Diakonin und Sozialarbeiterin.
Die Mitarbeiter der Bezirksstelle arbeiten mit großem Engagement daran, möglichst vielen Menschen schnell und effektiv zur Seite zu stehen. „Denn wir wissen: Jeder Mensch in Not zählt, und jede Hilfe, die wir bieten können, macht einen Unterschied.“
Neuen Mut geschöpft
Frau U. schöpfte aus der erfahrenen Hilfe und Unterstützung neuen Mut. Stabilisiert und mit frischer Energie machte sie sich auf Jobsuche und fand tatsächlich bald eine neue Arbeitsstelle. Sie arbeitet nun wieder und kann den Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter eigenständig sichern. Voller Stolz und Freude erzählt sie von ihrer neuen Situation, ist gestärkt und sieht für sich wieder eine Lebensperspektive.
Was für Frau U. zunächst ausweglos erschien, wurde durch die Unterstützung aus den Spenden der BZ-Aktion und die kompetente Begleitung der Diakonischen Bezirksstelle lösbar. Die Spende der Leser der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung hat dazu beigetragen, die dringendsten finanziellen Nöte zu lindern und einer Familie eine neue Zukunftsperspektive zu ermöglichen.
Gemeinsam weiterhin helfen
„Hilfe wie diese wäre ohne die Spenden der BZ-Aktion Menschen in Not nicht möglich. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben, Licht in die Dunkelheit vieler Familien zu bringen. Ihre Unterstützung schenkt nicht nur finanzielle Entlastung, sondern vermittelt auch neuen Mut, Hoffnung und Würde. Gemeinsam können wir das Leben vieler Menschen positiv verändern“, so Andrea Magenau.
