Metterzimmern Verkehr steht besonders im Fokus

Von Jonathan Lung
Bürgermeister Michael Wolf (Zweiter von links) und Stadträte stellten sich in Metterzimmern den Fragen der Bürger. Foto: /Oliver Bürkle

Beim Bürgergespräch ging es unter anderem um Schlaglöcher, um die Parksituation und den Zustand der Turnhalle in dem Stadtteil.

Die Information hatte ich bisher nicht, da werde ich mich drum kümmern“, versprach Bürgermeister Michael Wolf, als das Thema auf die Turnhalle kam. Zuhören und mitbekommen, was bei den Bürgern vor der Haustür anliegt: Das ist das Ziel der Bürgergespräche in der Stadt. Dasjenige in Metterzimmern fand am vergangenen Samstag in der Vereinsgaststätte des TVM statt. Vor vollem Saal stellte sich der Bürgermeister, flankiert von Gemeinderäten, den Anliegen der Bürger.

Und konnte zuerst einmal vermelden, was sich seit letztem Jahr getan hat: Wolf nannte die eingerichtete Bushaltestelle vor dem Kindergarten und die Leitungsarbeiten in der Nonnenhofstraße. Ebenso die Einweihung des Neubaus und die laufende Sanierung des Altbaus der Kita, die zu mehr Plätzen führen soll, bald soll es auch warmes Essen geben. Die Aktionswochen Schulmobilität, die im September und Oktober die aktive Mobilität fördern und „Elterntaxis“ entgegenwirken sollten, waren ein weiterer Punkt.

Eine Mittelinsel als Querungshilfe wurde in der Sachsenheimer Straße geschaffen. Und im nächsten Jahr soll in der Schwarzwaldstraße/Auwiesenbrücke die Grünzeit der Ampel verlängert werden. Der Müll und der Vandalismus an der Eselsbrücke seien durch eingeleitete Maßnahmen bereits weniger geworden, so der Bürgermeister.

Laterne spendet kaum Licht

Viele Fragen kreisten dann um das Thema Verkehr: Der Zustand der Sprangerstraße werde „immer schlimmer“, so eine Anwohnerin, die Schlaglöcher nähmen wegen der vielen Autos zu. Eine zunehmend eingewachsene Straßenlaterne spendet kaum mehr Licht. Andernorts wurde eine ständig zugeparkte Ecke kritisiert: Ob da eine Markierung auf der Straße helfen könne? Die kritische Parksituation am Friedhof war ein Thema, ebenso der zugeparkte Weg zur Eselshütte.

Grundsätzlich gab es noch nie so viele Autos wie heute, erklärte der Bürgermeister, das Parken sei ein Problem. Und durch die Situation auf der B 27 verteile sich der Verkehr in die anderen Straßen. Er plädierte für einvernehmliche Verhandlungslösungen zwischen den Betroffenen, „bevor wir anfangen, das rabiat zu klären“. Er hatte Zweifel, dass sich jede Situation löse, „wenn wir etwas auf die Straße malen“, auch „Schilder sind so viel wert wie der, der sie liest“. Und: „Gefährliches Verhalten ist nicht nur ein Regelungsproblem. Die Stadt kann nicht jedes persönliche Fehlverhalten richten.“

Kampf gegen den Müll

Auch die Sauberkeit der Sportplätze war Thema: Hier brach der Bürgermeister eine Lanze für den Bauhof. Nicht nur finanziell, sondern auch für die Mitarbeiter persönlich sei der Kampf gegen den Müll generell ein „Kraftakt“, der auch psychisch belastend sei: „Das ist manchmal fast schon fies, was da weggeworfen wird“, unterstrich der Bürgermeister.

Die Müllsituation an den Sportplätzen will er mit den Vereinen besprechen. Und das könnte auch bei den Verhandlungen um Sportstättengebühren eine Rolle spielen. Diese möglichen Gebühren, so der Bürgermeister auf Nachfrage, sollen wenn, dann erst nach einer Diskussion mit den Vereinen kommen: „Die Vereine werden eingebunden“, versprach er.

Hallenboden schlicht zerstört

Und eben die Turnhalle: Löcher in der Wand, im Flur regnet es rein, der Boden sei schlicht „zerstört“ – „es ist schon wirklich schlimm“, herrschte Einigkeit. „Immer wieder schon was vorgenommen“, habe man sich bei der Halle, gestand der Bürgermeister, der sich eine Notiz machte. Einen Stuckateur mit Instandsetzungsarbeiten zu beauftragen sei eine Möglichkeit, aber eigentlich wolle man was „richtig machen“ mit der Halle.

Nach gut einer Stunde angeregten Gesprächs, in dem der Bürgermeister bei jeder Wortmeldung auch einen positiven, lobenden Punkt einforderte, war alles gesagt und er konnte wohl einige Punkte mitnehmen – bis zum nächsten Jahr. 

 
 
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