MHP Riesen Ludwigsburg Barockstädter siegen im Schlussspurt

Von Manuel Schust
Riesen-Spielmacher Stefan Smith (am Ball) erzielte zehn seiner 18 Punkte in den letzten fünf Minuten beim Ludwigsburger Sieg in Jena. Foto: Martin Herbst/Eibner-Pressefoto

Dank eines 13:0-Laufs in den letzten fünf Minuten der Partie können die Ludwigsburger den Rückrunden-Auftakt in Jena mit 84:75 gewinnen.

Dass Basketball ein Spiel der Läufe ist, konnte man am Samstag in der Sparkassen-Arena in Jena gut beobachten. Beim Gastspiel in Thüringen ließen die Riesen im Spielverlauf oft ihr Potenzial aufblitzen, hatten dann aber wieder länger Durststrecken zu bewältigen. In der heißen Schlussphase gelang es aber dem Team von Trainer Mikko Riipinen, angeführt von Point Guard Stefan Smith der Partie die entscheidende Wendung zu geben. In den letzten viereinhalb Minuten des Spiels blieb Science City Jena ohne Punkte und die Riesen sicherten sich den 84:75-Auswärtssieg.

Offensives Feuerwerk zum Start

Die Anfangsphase in Jena stand ganz im Zeichen der Offensive. Bei dem munteren Auf und Ab kamen die Barockstädter zwar gut ins Laufen und punkteten beispielsweise durch den zum zweiten Mal in der Startformation stehenden Gavin Schilling zuverlässig. Doch am anderen Ende des Spielfelds gestatteten die Gäste Jena viele einfache Körbe. Knapp hatten die Riesen nach zehn Minuten die Nase vorn (27:24).

Im zweiten Viertel häuften sich die Fehler im Spiel der Ludwigsburger. Zunächst baute das Riipinen-Team die Führung noch auf acht Zähler aus (36:28). Doch dann verloren die Riesen immer mehr die Kontrolle über das Spiel, leisteten sich viele Ballverluste und Jena trumpfte auf. Bis zur Halbzeit eroberten die Hausherren die Führung zurück (44:40) und konnten sich berechtigte Hoffnungen auf den Sieg machen.

Jena behielt auch in Durchgang zwei zunächst die Oberhand. Mit einem eingenetzten Dreipunktewurf besorgte Keith Braxton die höchste Führung für Jena (53:60). Aber die Ludwigsburger blieben dran dank eines Dunks von Veteran Jonas Wohlfarth-Bottermann und einem Dreier durch Stefan Smith kurz vor Viertel-Ende.

Trotz Foul traf Riesen-Guard Trey Buchanan einen Korbleger und konnte den Bonus-Freiwurf zum Ausgleich versenken (63:63). In einer umkämpften Partie ging es nun lange hin und her mit vielen Führungswechseln. Ein letztes Mal setzte sich Jena im Schlussabschnitt nochmals mit fünf Zählern ab (68:73).

Schlussoffensive führt zum Sieg

Anschließend gelang es den Riesen aber, einen Gang hochzuschalten. Durch Dreipunktewürfe von Elijah Hughes und Yorman Polas Bartolo rissen die Gäste die Führung an sich. In der Verteidigung erhöhten die Riesen nun die Intensität und im Angriff verwandelten sie ihre Würfe. Vor allem auf Stefan Smith war nun Verlass: Der Spielmacher sorgte mit zehn Punkten in der Schlussphase dafür, dass der Vorsprung weiter anwuchs. Jena hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen und die Ludwigsburger feierten schließlich den 84:75-Auswärtssieg.

„Wir haben das zweite Mal in Folge das richtige Mindset gehabt: Sind drangeblieben, sind dringeblieben und haben weitergemacht“, betonte Riesen-Trainer Riipinen nach dem Spiel. „Das war eine spezielle Situation für uns. In der Fremde in Rückstand zu liegen, die Partie zu drehen. Es ist so, so wichtig, das geschafft zu haben!“

Am kommenden Samstag (18.30 Uhr) sind die Bamberg Baskets zu Gast in der Ludwigsburger MHP-Arena.

 
 
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