MHP Riesen Ludwigsburg Barockstädter unterliegen Bonn nach schwacher erster Halbzeit

Von Simon David
Silas Melson ist aktuell eigentlich gut in Form, gegen Bonn wollte aber offensiv nicht viel funktionieren. Die Riesen verloren ihr Champions-League-Spiel 75:80. Foto: Eibner-Pressefoto

Im zweiten Spiel der Gruppe J verliert Ludwigsburg mit 75:80 (38:539) in der Champions League. Die Aufholjagd begann zu spät.

Ein spannendes Spiel lieferten sich die MHP Riesen Ludwigsburg in der Basketball Champions League mit den Telekom Baskets Bonn. Am Ende gab es kein Happy-End für die Gelb-Schwarzen.

Das erste Viertel stand im Zeichen der Defensive. Beide Teams holten sich jeweils mehrere Rebounds unter dem eigenen Korb. Während die Bonner aber früh auch zu Treffern kamen, brauchten die Riesen ganze zwei Minuten, ehe Desure Buie den ersten Korb für die Gäste erzielte. Mit seinem Dreier brachte er Ludwigsburg auf 3:4 heran. Kurz darauf gingen die Gelb-schwarzen durch verwandelte Freiwürfe von Yorman Polas Bartolo in Führung. Bis Mitte des Viertels verteidigten die Ludwigsburger ihre knappe Führung. Danach blieben sie abermals lange ohne eigenen Treffer. Diese Phase nutzten die Gastgeber, um das Ergebnis zu drehen. Jaren Lewis verkürzte kurz vor der ersten Viertelpause immerhin auf 18:22. 

Viele Fehler im zweiten Viertel

Das zweite Viertel wurde für die die Riesen zum Albtraum. Mehrfach vergaben sie auch einfache Würfe, der Korb schien wie vernagelt. Die Gastgeber zeigten sich dagegen erfolgreicher im Abschluss und zogen davon. Beim 37:27 Mitte des Viertels führten die Telekom Baskets erstmals mit zehn Punkten. Im weiteren Verlauf waren die Ludwigsburger Angriffsbemühungen zwar nun immer öfter von Erfolg gekrönt, doch gelang es ihnen nicht, den Rückstand zu verkürzen. Im Gegenteil: Was auch immer die Bonner versuchten, der Ball landete im Korb. Mit drei Treffern jenseits der 6,75-Meter-Linie in der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhten die Gastgeber auf 15 Punkte zum 53:38.

Nach dem Seitenwechsel klappte es defensiv wieder deutlich besser beim Team von Josh King. Die Ludwigsburger holten sich mehr Rebounds, sodass Bonn in den ersten sieben Minuten nur zu sieben Punkten kam. Im Angriff lief aber für die Gäste fast nichts zusammen. Das Offensivspiel der Riesen war Stückwerk. Immerhin traf Jonathan Bähre aus der Distanz zum 47:60. Die Hoffnung, dass damit der Knoten geplatzt sein würde, erfüllte sich nur bedingt. Denn es dauerte bis kurz vor Viertelende, ehe Eddy Edigin und Buie auf zehn Punkte zum 53:63 verkürzten. Als Edigin und Bähre zu Beginn des Schlussdurchgangs auf 57:63 netzten witterten die Riesen Morgenluft, zumal die Bonner mitunter sehr verunsichert wirkten. Die Hoffnung schwand jedoch wieder, als erneut mehrere Würfe auf dem Ring landeten und Bonn in der Schlussphase wieder zur gewohnten Treffsicherheit zurück fand.

Am Ende gewannen die Telekom Baskets mit aber mit 80:75. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit aus der Hand gegeben. Danach sind wir hinterher gelaufen. Das hat viel Kraft gekostet und am Ende hatten wir nicht genug zeit“, fasste Eddy Edigin das Spiel zusammen.

 
 
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