MHP Riesen Ludwigsburg Bayern schlägt in Spiel zwei zurück

Von Michael Nachreiner
Desure Buie (rechts) war etwas gehandicapt. Der Aufbauspieler der Riesen hatte im ersten Spiel einen Schlag aufs Handgelenk bekommen. Foto: Marcel Engelbrecht//Eibner-Pressefoto

Die MHP Riesen Ludwigsburg verlieren an Pfingstmontag im Viertelfinale in München mit 67:83. Dennoch haben sie dem Hauptrundenersten das Heimrecht geklaut. In der Serie steht 1:1-unentschieden.

Nicht einmal 48 Stunden nach dem Auftaktsieg der MHP Riesen Ludwigsburg in der Viertelfinalserie beim FC Bayern München schlug der Hauptrundenerste aus der bayerischen Landeshauptstadt zurück. Der Euroleague-Teilnehmer gewann Spiel zwei der Best-of-five-Serie mit 83:67. Mit einem 1:1-Zwischenstand geht das Viertelfinale nun in Ludwigsburg weiter. Spiel drei steigt am Mittwoch (18.30 Uhr), bevor am Freitag (20.30 Uhr) Partie Nummer vier ansteht.

„Wir trafen nicht gerade hochprozentig. Wenn man eine Chance haben will, um ein Team wie Bayern München vor allem in ihrer Halle zu schlagen, muss man besser als 34 Prozent aus dem Feld treffen. Aber wir haben gekämpft sowie 18 Ballverluste   erzwungen, und im vierten Viertel hatten wir immer noch eine Chance auf den Sieg“, berichtet Riesen-Trainer Josh King nach der Partie am Mikrofon von Dyn.

Die Ludwigsburger nahmen die Euphorie aus dem 102:98-Sieg nach Verlängerung an Pfingstsamstag mit ins zweite Spiel der Viertelfinalserie an Pfingstmontag. Schnell waren sie auf 9:2 davongezogen. Doch die Münchner kämpften sich in die Partie und gingen noch vor der ersten Viertelpause mit 21:19 in Führung. „Wir waren von Anfang an aggressiv, auch wenn wir zunächst unsere Würfe nicht getroffen haben“, berichtet Bayern-Center Serge Ibaka.

Diese Führung bauten die Gastgeber zu Beginn des zweiten Abschnitts auf zehn Punkte aus. Nach einem Dreier von Vladimir Lucic führten sie mit 32:22 (15.). Und diese Führung gaben sie nicht mehr her. Knapp drei Minuten vor Ende des dritten Viertels hatten sie sich beim 59:41 sogar auf 18 Zähler abgesetzt. Vor allem Isaac Bonga bekamen die Riesen nicht unter Kontrolle, der mit 18 Punkten und elf Rebounds ein sogenanntes Double-Double auflegte. „Das ist aber nebensächlich. Wir haben einfach besser verteidigt“, erklärt der Weltmeister bei Dyn. Außerdem erarbeiteten sich die Bayern immer wieder zweite Chancen, da sie die Bretter – auch das offensive – dominierten.

Die Riesen gaben sich aber nicht geschlagen. Auf mehr als elf Punkte kamen sie aber nicht mehr heran. „Manchmal muss man erst am Boden liegen, um zu erkennen, was wirklich passiert. Nach dem ersten Spiel wussten wir, dass wir jedes Mal bereit sein müssen, den Kampf anzunehmen“, bringt es Ibaka auf den Punkt.

 
 
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