Für ihr Heimspiel gegen die Gladiators Trier konnten die Riesen nicht nur auf den wieder einsatzfähigen Spielmacher Stefan Smith zählen. Die Barockstädter gingen auch mit dem neuverpflichteten Amerikaner Darnell Edge in die Partie. Da Toms Skuja sich im Training bei der lettischen Nationalmannschaft einen Teilriss des großen Oberschenkenstreckmuskels zugezogen hat und nun knapp vier Wochen ausfallen wird, sahen sich die Ludwigsburger zum personellen Handeln gezwungen. Der mit der Nummer 1 auflaufende Edge kann auf beiden Guard-Positionen eingesetzt werden und hat einen Vertrag bis Sommer 2026 unterzeichnet. Krankheitsbedingt fehlte den Ludwigsburgern hingegen Elijah Hughes.
MHP Riesen Ludwigsburg Details sorgen für Niederlage
Gegen den in dieser Saison so stark auftrumpfenden Aufsteiger Trier verlieren die MHP Riesen Ludwigsburg ein spannendes Spiel knapp mit 80:86.
Im Südwest-Duell gegen den Tabellendritten Trier sahen 4000 Zuschauer in der ausverkauften MHP Arena ein spannendes Spiel, mit vielen Führungswechseln, in dem sich die Riesen im Schlussspurt knapp mit 80:86 geschlagen geben mussten.
Smith trumpft anfangs auf
Neben Rückkehrer Stefan Smith setzte Riesen-Trainer Mikko Riipinen auf Trey Buchanan, Brandon Tischler, Keeshawn Kellman und Kapitän Yorman Polas Bartolo in der Startaufstellung. Das Heimteam legte einen Blitzstart hin. Direkt im ersten Angriff netzte Smith einen Dreipunktewurf ein. Zwar antwortete Triers Jordan Roland antworte prompt im Gegenangriff von jenseits der 6,75 Meter. Doch die Ludwigsburger spielten weiter mit einer Menge Energie. Nicht getroffene Würfe sammelte Keeshawn Kellman ein und erzielte einfache Punkte für die Riesen, die schnell mit 10:3 führten. Doch die agilen Trierer fanden Lösungen und glichen nach Treffern aus der Distanz von Nolan Adekunle und Evans Rapieque aus. Im ersten Viertel war es ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Riesen auch dank sieben Punkten von Stefan Smith knapp vorne blieben (23:20).
Anfang des zweiten Viertels setzten sich die Gastgeber etwas ab, nachdem Neuverpflichtung Darnell Edge zuerst zwei Freiwürfe und dann einen Dreipunktewurf eingenetzt hatte. Nach Zuspiel von Smith ließ sich Kellman auch nicht durch ein Foul an einem spektakulären Dunk hindern und verwandelte obendrein den Bonus-Freiwurf zur bis dato höchsten Führung der Barockstädter (38:30). Aber der in dieser Saison so routiniert aufspielende Aufsteiger aus Trier diktierte in den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit den Rhythmus der Partie. Mit einem 7:0-Lauf rissen die Gäste die Führung an sich und Ludwigsburg ging mit einem Rückstand in die Pause (44:47).
Nach dem Seitenwechsel legten beide Teams in der Defensive zu und die Partie wurde foulintensiv. Während die Riesen gut verteidigten, haperte es in der Offensive. Bei Stefan Smith, der nun viel forcierte, machte sich die fehlende Spielpraxis bemerkbar. Und dem Spiel der Riesen fehlte eine klare Linie. Babacar Sane glich die Partie nach einem Dunk und einem Dreier wieder aus (55:55).
Dramatische Schlussphase
Auch ins Schlussviertel ging es bei Gleichstand. Bei den Ludwigsburgern hatte Maxwell Dongmo Teomoka nun einige gute Aktionen, punktete vorne und holte drei Ballgewinne. Auch im Schlussviertel wechselte die Führung hin und her. Jordan Roland brachte die Gäste mit einem Dreier deutlicher in Front (68:74). Aber bei Ludwigsburg übernahm Smith in der Schlussphase wieder Verantwortung und glich zum 77:77 aus. Als Smith und Bartolo ihre Würfe aber vergaben, netzten die Trierer eiskalt ein und führte eine Minute vor Schluss mit vier Punkten. Buchanan brachte die Barockstädter wieder bis auf einen Zähler ran. Aber in den letzten 55 Sekunden sollten nur noch die Gäste punkten und sich den Auswärtssieg sichern, der ihnen – zumindest vorerst – die Tabellenführung einbrachte.
„Ich denke, dass unsere Mängel bei den Details der entscheidende Faktor waren“, erklärte Riesen-Trainer Riipinen nach dem Spiel. „Wir hatten 19 Ballverluste, die in ziemlich ungünstigen Momenten passierten. Obwohl schon der 6. Dezember ist, hatten wir bislang nicht ein Training mit all unseren Spielern. Unser wichtigstes Ziel ist es daher, zu versuchen, alle auf denselben Stand zu bringen.“
Am Montag, den 15. Dezember (20 Uhr), sind die Riesen zu Gast bei den Rostock Seawolves.
