MHP Riesen Ludwigsburg Energiegeladene Riesen siegen erneut in Frankfurt

Von Manuel Schust
Riesen-Spielmacher Stefan Smith (am Ball) war meistens einen Schritt schneller als seine Gegenspieler und erzielte in der ersten Halbzeit 24 seiner insgesamt 28 Punkte beim Ligaauftakt der Ludwigsburger in Frankfurt. Foto: /Florian Wiegand/Eibner-Pressefoto

Frankfurt scheint für die MHP Riesen ein gutes Pflaster zu sein. Nach dem Pokalerfolg siegen die Ludwigsburger auch in der Liga mit 98:88. 

Zum zweiten Mal in Folge hieß der Gegner der Riesen Ludwigsburg Frankfurt Skyliners. Zuerst hatten es die Barockstädter im Pokal mit den Hessen zutun bekommen und waren nach einem 101:96-Sieg in der Verlängerung in die zweite Runde eingezogen. Auch zum Ligaauftakt am Freitag ging die Reise für die Ludwigsburger Basketballer in die Mainmetropole – und erneut konnten die Riesen sich den Sieg sichern.

Blitzstart der Riesen

Trainer Mikko Riipinen setzte auf die Startaufstellung, mit der er auch beim Pokalspiel in der Vorwoche Erfolg gehabt hatte. Erneut begannen Stefan Smith, Tray Buchanan, Keeshawn Kellman, Yorman Polas Bartolo und Brandon Tischler für die Barockstädter.

Und die legten gleich ein hohes Tempo vor. Point Guard Stefan Smith machte dort weiter, wo er im letzten Aufeinandertreffen beider Teams aufgehört hatte. Der 26-Jährige versenkte staubtrocken drei Dreipunktewürfe in den ersten vier Minuten der Partie. Schon im Pokalspiel hatte der Spielmacher in der Verlängerung das Spiel an sich gerissen und von jenseits der 6,75 Meter mehrfach eingenetzt. Die Riesen traten hellwach zu Beginn des Spiels auf und forcierten reihenweise Ballverluste der unglücklich agierenden Hessen. Mit schnellen Händen in der Verteidigung und einem treffsicheren und das Spiel gut dirigierenden Smith etablierte Ludwigsburg eine frühe Führung (11:4). Frankfurt brauchte einige Minuten, bis sie halbwegs im Spiel waren. Doch die Highlights setzten weiter die Gäste. Smith bediente Babacar Sane, der einen krachenden Dunk zeigte. Auch Jonas Wohlfarth-Bottermann testete die Stabilität der Korbanlage. Und selbst als die Frankfurter mit Ryan Hawkins am Ende des ersten Viertels einen Distanzwurf einnetzen konnten, folgte direkt die passende Antwort von Elijah Hughes durch einen Dreier zum 33:18 nach zehn Minuten.

„Unsere Energie war heute am Anfang der Schlüssel“, betonte Riesen-Trainer Riipinen nach dem Spiel. „Es war keine wütende Energie, sondern eine positive, die aus den richtigen Intentionen kam. Wir wollten auch gegen ein verbessertes Frankfurt bestehen. Jeder, der am Anfang eingewechselt wurde, brachte eine gute Energie rein.“

Immer die passenden Antworten

Auch das zweite Viertel begann spektakulär. Zuerst blockte Lenny Anigbata kraftvoll einen Korblegerversuch von Frankfurts Logan Johnson. Dann netzte Smith den nächsten Dreier ein. Der nach einer Fußverletzung lange Zeit außer Gefecht gesetzte Booker Coplin kam bei den Riesen zu einem Kurzeinsatz im zweiten Viertel. Frankfurt kämpfte sich langsam in die Partie. Vor allem Jaedon Le Dee sorgte unter den Körben immer wieder für gute Abschlüsse. Doch wenn Frankfurt kurz davor stand, den Vorsprung in den einstelligen Bereich zu verkürzen, fanden die Riesen die passenden Antworten. Mit 51:39 ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel lief es erstmal genauso weiter. Frankfurt ließ nicht nach und setzte weiter kleine Nadelstiche. Stefan Smith wurde nun unter Sonderbewachung von den Frankfurtern gestellt und teilweise auch doppelt verteidigt. Das verschaffte den anderen Riesen-Spielern aber mehr Räume, die diese geschickt zu nutzen wussten. Nachdem die Skyliners durch drei Freiwürfe von Isaiah Swope auf 60:50 verkürzt hatten, sorgten Tray Buchanan und Elijah Hughes dafür, dass die Hessen einfach nicht entscheidend aufholen konnten. Nach einem sehenswerten Zusammenspiel von Hughes und Wohlfarth-Bottermann schraubte Sane per Dunk die Führung auf 20 Punkte (78:58).

Letztes Aufbäumen von Frankfurt

Das Spiel schien entschieden zu sein. Doch die Gastgeber nahmen vor 4560 Zuschauern einen erneuten Anlauf, um das Spiel nochmal zu ihren Gunsten drehen zu können. Und diesmal zeigte eine veränderte Verteidigung Wirkung und die Riesen mussten für ihre Punkte hart arbeiten. An der Freiwurflinie kämpften sich die Hessen heran (87:77). Zwei Minuten vor dem Ende sorgte Brandon Tischler mit einem Dreipunktewurf für die Entscheidung. Mit 98:88 gewannen die Ludwigsburger auch das zweite Spiel in Frankfurt. „Es ist offensichtlich, dass wir an einigen Sachen arbeiten müssen, weil wir weit vorne lagen und der Gegner dann zurückgekommen ist“, bilanzierte Riipinen. „Aber wir haben Schritte nach vorne gemacht.“

Bereits am Sonntag (18 Uhr) sind die Riesen wieder im Einsatz. Dann gastiert zum ersten Bundesliga-Heimspiel mit den Würzburg Baskets ein letztjähriger Halbfinalist in der heimischen MHP Arena.

 
 
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