MHP Riesen Ludwigsburg Heimauftakt gegen großgewachsene Rostocker

Von Manuel Schust
Riesen-Spielmacher Darius Perry leistete sich in Ulm acht Ballverluste. Foto: /Sascha Walther

Zum ersten Heimspiel der Saison empfangen die MHP Riesen am Donnerstag (18.30 Uhr) die Rostock Seawolves. Gegen die Hansestädter endete Ludwigsburgs letzte Spielzeit.

Nach dem Sieg gegen Kirchheim in der ersten Pokal-Runde und der Derby-Niederlage in Ulm zum Bundesliga-Auftakt sind die MHP Riesen am Donnerstag (18.30 Uhr) das erste Mal auf eigenem Parkett gefordert. Mit den Rostock Seawolves ist ausgerechnet jener Gegner zu Gast, gegen den Ludwigsburg im Frühjahr das Saison-Aus hinnehmen musste. Am 12. Mai setzte sich Rostock in der ersten Play-In-Runde mit 91:71 durch und beendete damit nicht nur die Saison der Gelb-Schwarzen, sondern indirekt auch die Amtszeit von Trainer Mikko Riipinen.

Viel Potenzial, viel Arbeit

In der neuen Mannschaft der Ludwigsburger steckt wieder viel Potenzial. Doch es wartet noch viel Arbeit auf das Team von Carles Durán. Aus der 77:86-Niederlage in Ulm konnten die Barockstädter ein gemischtes Fazit ziehen. Bei den Donaustädtern unterliefen der Mannschaft zu viele Fehler. Neben den 13 Ballverlusten, von denen Point Guard Darius Perry alleine acht verursacht hatte, ließ auch die Trefferquote zu wünschen übrig. Nur jeder dritte Wurf auf den Korb fand sein Ziel. Dennoch ließen sich die Riesen nicht hängen, zeigten viel Einsatz und eroberten nach einem Rückstand von 14 Punkten im dritten Viertel sogar kurz die Führung. Doch die Ulmer sicherten sich durch viele Abschlüsse in Korbnähe den verdienten Sieg.

Baustelle unter den Körben

Einer der Hauptgründe für die Niederlage waren die 46 Gegenpunkte, die die Riesen in der Zone zuließen. Die Ausfälle von Jonas Wohlfarth-Bottermann und Keeshawn Kellman machten sich bemerkbar. Als einzig verbliebener Big Man zeigte Tommy Rutherford mit 11 Punkten und 14 Rebounds dennoch eine gute Leistung. Der nachverpflichtete US-Center wird auch am Donnerstag gegen Rostock unter den Körben voll gefordert werden. Denn die Seewölfe haben mit Philipp Hartwich (2,18 Meter) und Bent Leuchten (2,14 Meter) zwei Hünen im Kader, die ihre Körpergröße unter den Körben sehr gut auszuspielen wissen.

Rostock peilt die Playoffs an

Rostock gelang beim BBL-Start ein 102:92-Sieg gegen Hagen. Dabei hatte vor allem Neuzugang Artur Konontsuk mit 21 Punkten einen guten Einstand. Den Grundstein für den Sieg im ersten Spiel legten die Seawolves durch ein starkes erstes Viertel, das sie mit 39:11 gewinnen konnten. Trotz der langen Anreise kommt das Team von Cheftrainer Przemyslaw Frasunkiewicz also mit viel Rückenwind nach Ludwigsburg.

Zwar beendeten die Hansestädter in der vergangenen Saison die Playoff-Hoffnungen der Riesen. In die Meisterschaftsrunde einziehen konnten die Seawolves dennoch nicht und scheiterten in der zweiten Play-In-Runde an den Gladiators Trier. In dieser Saison haben die Rostocker das erstmalige Erreichen der Playoffs in ihrer Vereinsgeschichte angepeilt. Und sie sind damit unmittelbare Konkurrenten für die Riesen um einen Platz unter den Top 8. Mit TJ Crockett und DeAndre Lansdowne blieben den Seawolves wichtige Leistungsträger erhalten. Dazu wurden mit Zach Copeland und Johnathan Stove Bundesliga-erfahrene Spieler verpflichtet.

„Wir brennen darauf, unser erstes Heimspiel zu bestreiten und zu gewinnen, müssen aber unsere Leistung über längere Zeiträume hinweg konstant halten, da Rostock eine gute Mannschaft mit großgewachsenen Spielern ist, die mit einer starken Leistung im Rücken anreist“, betont Riesen-Trainer Carles Durán vor der Partie.

 
 
- Anzeige -