Nach der unglücklichen Heimniederlage gegen Bonn aus der Vorwoche haben die MHP Riesen Ludwigsburg am Samstagabend zurück in die Erfolgsspur gefunden. Gegen die Löwen Braunschweig siegte das Team von Trainer Mikko Riipinen nach einer starken zweiten Halbzeit mit 86:62 (33:31) vor 3914 Zuschauern in der MHP-Arena. Dabei trumpfte in wichtigen Spielphasen vor allem der 40-jährige Riesen-Kapitän Yorman Polas Bartolo groß auf.
MHP Riesen Ludwigsburg Kapitän führt Riesen zum Sieg
Trotz holprigem Start gewinnen die Riesen gegen Braunschweig klar mit 86:62. Kapitän Yorman Polas Bartolo macht dabei sein bestes Saisonspiel.
Ballverluste im Minutentakt
Die Barockstädter erwischten einen schlechten Start in die Partie und wirkten zu Beginn unkonzentriert. Fünf Ballverluste in den ersten viereinhalb Minuten sorgten dafür, dass die Gelb-Schwarzen einem frühen Rückstand hinterherlaufen mussten (3:12). Auch viele Wechsel brachten zunächst nicht die erhoffte Wende. Braunschweig verpasste es in der Anfangsphase allerdings, eine deutlichere Führung herauszuspielen. Mit nur sechs Punkten Rückstand ging es für die Riesen ins zweite Viertel (12:18).
Defensiv bissiger und physischer agierend in der Offensive kämpften sich die Riesen zurück in die Partie. Zwar wollten die Distanzwürfe weiter nicht fallen, aber durch viele Offensivrebounds kamen die Gastgeber zu vielen zweiten Wurfchancen in Brettnähe. Vor allem Yorman Polas Bartolo gab als Kapitän den Takt vor und angelte sich mehrere Abpraller. Ludwigsburg übernahm nicht nur die Spielkontrolle, sondern auch die knappe Führung bis zur Halbzeitpause (33:31).
Nach dem Seitenwechsel hielten die Riesen die Intensität weiter hoch und starteten mit einem 9:0-Lauf in Durchgang zwei.
Riesen dominant in Halbzeit zwei
Nun fielen auch die Distanzwürfe von Trey Buchanan und Stefan Smith und die Gelb-Schwarzen bauten ihre Führung weiter aus. Die Gäste aus Niedersachsen, bei denen Neuzugang Simi Shuttu einen guten Einstand feierte, fanden keine Mittel gegen das körperbetonte und schnelle Spiel der Riesen. 30 Punkte erzielten die Hausherren im dritten Viertel und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde. Braunschweig wirkte hingegen machtlos und dürfte in dieser Verfassung ein heißer Abstiegskandidat sein. Den Schlusspunkt in der fast ausverkauften MHP-Arena setzte Maxwell Dongmo Temoka nach Zuspiel von Julis Baumer zum hochverdienten 86:62-Heimerfolg.
Nach dem höchsten Sieg der laufenden Saison zeigte sich Riesen-Trainer Mikko Riipinen zufrieden. „Braunschweig hat uns im ersten Viertel in eine missliche Situation gebracht, aus der wir uns aber befreit haben“, betonte der schwedische Cheftrainer. „Das ist etwas, worauf wir uns zuletzt fokussiert haben: Besser in den schlechten Momenten zu sein, diese zu verkürzen und nicht so kostspielig werden zu lassen. Ich bin stolz auf unsere Mentalität und wie wir weiter gearbeitet haben.“
Ein Sonderlob erhielt Yorman Polas Bartolo nicht nur vom eigenen Trainer, sondern auch von Braunschweigs Headcoach Konstantinos Papazoglou: „Ein Faktor heute war die Erfahrung, Physis und Präsenz von Polas Bartolo. Ihn konnten wir nicht stoppen.“
Für die Riesen, die ihren neunten Sieg im 16. Saisonspiel feierten, steht am kommenden Samstag (18.30 Uhr) ein Auswärtsspiel in Jena auf dem Programm.
