Aktuell wirkt es so, als würden die MHP Riesen Ludwigsburg für jeden Schritt, den sie nach vorne gehen, auch wieder einen nach hinten machen. Auf drei Niederlagen folgten zwei wichtige Siege gegen Heidelberg und Rostock, vergangene Woche gab es dann aber wieder den Dämpfer beim Kellerkind aus Braunschweig. Einfacher wird es nun keineswegs. An diesem Donnerstag erwarten die Barockstädter den FC Bayern München in der heimischen MHP-Arena. Beim Anwurf um 18.30 Uhr will der Spitzenreiter aus dem Freistaat die Serie von sieben Siegen am Stück weiter ausbauen.
MHP Riesen Ludwigsburg Klare Vorzeichen und verzwickte Rechenspiele
Gegen den amtierenden Meister und diesjährigen Hauptrunden-Meister Bayern München sind die Rollen klar verteilt.
Demütigung in München
Für die Riesen gilt es derweil, nicht wieder eine so deftige Klatsche wie im Hinspiel zu kassieren. Dort erzielte das Team von Mikko Riipinen magere 18 Punkte in der zweiten Halbzeit und ließ sich nach dem 41:43-Pausenstand am Ende mit 59:93 aus München schießen. „In der zweiten Halbzeit war Bayern defensiv sehr stark und wir konnten nicht mehr mithalten. Wir haben unsere Würfe nicht mehr getroffen und sind nicht mehr an die Freiwurflinie gekommen. Das Spiel glitt uns dann aufgrund der Bayern-Transition und den Freiwürfen aus den Händen“, resümierte Coach Riipinen nach der Klatsche.
Mit Lenny Anigbata fehlt im Rückspiel nun einer der Lichtblicke aus der Auswärtspartie. Der 21-Jährige verletzte sich am Samstag in Braunschweig und wird gegen seinen Jugend-Klub aufgrund einer Sprunggelenksblessur nicht auf, sondern nur neben dem Parkett mitwirken. Ansonsten waren alle Riesen im Training dabei: Hinter Johannes Patrick steht noch ein Fragezeichen, Yorman Polas Bartolo und Toms Skuja sind einsatzfähig.
Rechenspielchen am 33. Spieltag
Gegen die Bayern braucht Riipinen allerdings auch die gesamte Manneskraft. Mit einem Sieg am vorletzten Hauptrundenspieltag wäre ein Platz in den Play-Ins sicher und die direkte Playoff-Qualifikation noch erreichbar. Um noch auf Rang sechs zu springen, muss der Rechenschieber in Einsatz kommen: Um diesen Platz streiten sich zudem Würzburg und Ulm. Gegen beide Teams verloren die Ludwigsburger den direkten Vergleich und stehen auch im Dreifach-Vergleich als letzter da. Daher müssen zwei Siege für die Riesen sowie eine weitere Niederlage für mindestens einen der beiden Konkurrenten her.
Eine Niederlage beim amtierenden Meister würde daher nicht nur die Playoff-Hoffnungen zerschlagen, sondern auch für ein Zittern im Riesen-Lager sorgen. Denn dann wären nicht einmal die Play-Ins garantiert. Vechta Trier, Chemnitz, Oldenburg und Rostock könnten die Schwaben dann noch einholen und aus der Post-Season werfen, dafür bräuchten aber allen voran die letzteren drei jeweils zwei Siege aus den verbleibenden beiden Saisonspielen. Die Bayern hingegen stehen schon als Hauptrundenmeister fest und könnten bereits ihre Kräfte für die Playoffs sparen.
