Auch wenn die Towers Hamburg einem Sieg schon lange nicht mehr so nahe gewesen waren, sollten am Ende die Spieler der Riesen Ludwigsburg in der Inselpark Arena jubeln. In einem von vielen Fouls und Fehlern geprägten Spiel konnten sich die Barockstädter dank eines guten dritten Viertels und einem in der Schlussphase nervenstarken Trey Buchanan mit 88:84 in Hamburg durchsetzen.
MHP Riesen Ludwigsburg Riesen entgehen der Blamage
Bei den seit Ostern sieglosen Towers Hamburg gewinnen die Ludwigsburger erst im Schlussspurt einer foulintensiven Partie mit 88:84.
Die Ludwigsburger mussten zum dritten Mal in Folge auf ihren Spielmacher Stef Smith verzichten (Wadenverletzung). Auch Johannes Patrick fiel aus. Dafür war wider Erwarten Toms Skuja nach seiner Sprunggelenksverstauchung wieder im Kader.
Wenig Spielfluss bei den Riesen
Bei den Riesen, die mit Trey Buchanan, Elijah Hughes, Brandon Tischler, Keeshawn Kellman und Kapitän Yorman Polas Bartolo in die Partie starteten, machte sich die zweiwöchige Spielpause direkt bemerkbar. Zwar gingen die Gäste durch zwei Dreipunktewürfe von Hughes schnell in Führung, doch es basierte viel auf Einzelaktionen. Ein richtiger Spielfluss kam bei den Riesen kaum auf. Früh witterten die Gastgeber, die saisonübergreifend zwanzigmal in Folge verloren hatten, die Chance darauf, der langen Niederlagenserie endlich ein Ende setzen zu können und lagen nach zehn Minuten mit 26:24 vorne.
Im zweiten Viertel fanden die Riesen zumindest in der Verteidigung besser zu ihrem Spiel und gingen zwischenzeitlich in Führung. Der überragende Kenneth Ogbe hielt die Hausherren teilweise im Alleingang im Spiel und erzielte mit 30 Punkten eine neue Karrierebestleistung. Bei den Riesen schlichen sich viele kleine Fehler ein, die dazu führten, dass Hamburg auch zur Pause die Führung behielt (45:44).
In der Halbzeit schien Riesen-Trainer Mikko Riipinen die richtigen Worte und Anpassungen gefunden zu haben. Denn Hamburg erzielte erst nach fünf Minuten den ersten Feldkorb. Da die Offensive der Barockstädter aber weiter nicht ins Rollen kommen wollte, blieb die Partie zunächst eng. Erst zwei schnell aufeinanderfolgende Dreier von Elijah Hughes und Babacar Sane brachten die Riesen in Führung (61:68).
Zu Beginn des Schlussviertels bauten die Gäste nach Punkten von Yorman Polas Bartolo ihre Führung erstmals in den zweistelligen Bereich aus (63:74). Aber Hamburg kam über den Kampf zurück ins Spiel und die Riesen, bei denen Maxwell Dongmo Temoka sein BBL-Debüt feierte, hatten mit Foulproblemen zu kämpfen. Eine Minute vor Ende brachte der bis dahin glücklos agierende Devon Daniels die Hamburger wieder in Reichweite (81:82).
Buchanan wird zum Matchwinner
Doch Trey Buchanan zeigte sich in der letzten Spielminute nervenstark. Zuerst versenkte er 14 Sekunden vor Ende einen Dreipunktewurf. Nachdem Niklas Wimberg mit einem Distanzwurf wieder verkürzt hatte, versenkte Buchanan beide Freiwürfe zum vierten Sieg in Folge der Barockstädter. „Ich denke nicht, dass das ein gutes Spiel war und denke auch nicht, dass wir unseren besten Basketball gespielt haben – ich möchte keine Entschuldigungen anführen“, betonte Riesen-Trainer Mikko Riipinen. „Wohl aber erklären: Wir hatten eine schwierige Woche mit mehreren Krankheitsfällen. Bis wir losgefahren sind, war nicht klar, wer spielen kann und wer nicht.“
Das nächste Heimspiel der Riesen findet am 6. Dezember (20 Uhr) gegen Trier statt.
