Ein wiederkehrendes Muster in den letzten drei Partien der MHP Riesen bestand darin, dass die Barockstädter regelmäßig hohe Vorsprünge verspielten. Beim Gastspiel in Berlin verloren die Ludwigsburger bereits nach zehn Minuten komplett ihren Spielrhythmus. Nach einem katastrophalen zweiten Viertel, in dem die Gelb-Schwarzen nur magere sechs Punkte erzielen konnten, unterlag die Mannschaft von Trainer Mikko Riipinen gegen Alba Berlin klar mit 47:80.
MHP Riesen Ludwigsburg Riesen erleben in Berlin ein Debakel
Im letzten Spiel des Jahres kassieren die Ludwigsburger nach einem desaströsen zweiten Viertel eine deutliche 47:80-Niederlage gegen Alba Berlin.
Dabei erwischten die Riesen einen ordentlichen Start in die Partie. In einem recht punktearmen Auftaktviertel erspielten sich die stark reboundenden Gäste angeführt von Elijah Hughes eine Führung von fünf Punkten (16:11). Dabei profitierten die Riesen aber auch davon, dass Berlin so gar nicht in die Partie reinkam. Nur drei ihrer 18 Wurfversuche konnten die Albatrosse zu Beginn im Korb unterbringen. Selbst leisteten sich die Riesen aber zu viele Ballverluste, um die Führung weiter ausbauen zu können.
Anfang des zweiten Viertels kehrte dann aber eine völlig verwandelte Berliner Mannschaft auf das Spielfeld zurück. In der Offensive fielen nun die Würfe und defensiv gaben sie den Spielrhythmus vor. Während Justin Bean und Martin Hermannsson ihr Team zunächst in Führung brachten, ging bei den Barockstädtern plötzlich gar nichts mehr. Der hohen Intensität der Berliner Verteidigung hatten die Riesen kaum etwas entgegenzusetzen.
23:0-Lauf der Berliner
Auch die beiden von Mikko Riipinen genommenen Auszeiten brachten die Gäste nicht wieder in die Spur zurück. Über acht Minuten blieben die Riesen ohne einen einzigen Feldkorb und Alba legte einen spielentscheidenden 23:0-Lauf hin. Fast wie im Training passten sich die Berliner leichtfüßig den Ball zu und nahmen den Gästen reihenweise den Ball ab. Ein Dunk von Brandon Tischler brachte den Ludwigsburgern endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis zum 22:37.
2. Viertel endet mit Verletzung
Doch dann wurde das Katastrophen-Viertel von einer Schrecksekunde überschattet. Kurz vor der Halbzeit rutschte Ludwigsburgs Elijah Hughes auf einem kurz zuvor nur notdürftig befestigten Bodenaufkleber aus und musste das Spielfeld mit einer Leistenverletzung verlassen. Mit 30:6 entschieden die Berliner das zweite Viertel für sich und gingen mit einer komfortablen Führung in die Halbzeit (41:27).
Nach dem Seitenwechsel ließen die Berliner nicht nach. Justin Bean netzte direkt einen Dreipunktewurf ein, durch den Alba doppelt so viele Punkte wie die Riesen hatte (22:44). Riesen-Spielmacher Stefan Smith gelang es zwar einige Fouls zu ziehen, damit die Gäste wenigstens an der Freiwurflinie zu Punkten kommen konnten. Doch selbst dort offenbarten sie Schwächen und trafen lediglich 13 ihrer 25 Freiwürfe.
Immerhin versuchten die Ludwigsburger hier und da über Einsatz entgegenzuhalten. Doch offensiv fanden die Gäste ihren Rhythmus einfach nicht mehr. Angesichts von 24 Ballverlusten und nur zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen bei 22 Versuchen standen am Ende nur magere 47 Punkte auf dem Konto der Riesen.
Am kommenden Samstag (20 Uhr) empfangen die Ludwigsburger die MLP Academics Heidelberg zum ersten Heimspiel des Jahres 2026.
