Bevor es für die Basketball-Bundesligisten in eine zweiwöchige Länderspielpause geht haben die MHP Riesen Ludwigsburg am Donnerstagabend in die Siegspur zurückgefunden. Gegen den Sytainics MBC aus Weißenfels feierten die Barockstädter einen 86:82-Heimsieg. Die Gelb-Schwarzen lagen dabei zu keinem Zeitpunkt des Spiels in Rückstand. Als die Riesen in der zweiten Halbzeit aber etwas nachließen, kamen die Wölfe nochmal gefährlich nahe. Doch die Riesen behielten am Ende die Oberhand. Während die Gäste ihre elfte Niederlage hintereinander kassierten, konnten die Ludwigsburger durch den Sieg im dichten Kampf um die Playoff-Ränge Boden gutmachen.
MHP Riesen Ludwigsburg Riesen feiern glanzlosen Heimsieg
Gegen den Syntainics MBC aus Weißenfels machen es die Ludwigsburger am Ende nochmal spannend, können sich dann aber mit 86:82 gegen die krisengeplagten Wölfe durchsetzen.
Topscorer Buchanan fehlt
Verletzungsbedingt mussten die Barockstädter auf ihren Topscorer Trey Buchanan und Johannes Patrick verzichten. Trainer Mikko Riipinen passte daher die Startformation an und begann mit Babacar Sane, Stefan Smith, Toms Skuja, Gavin Schilling und Kapitän Yorman Polas Bartolo. Der Ludwigsburger Captain setzte die ersten Akzente der Partie. Zuerst holte sich Polas Bartolo nach einem Fehlwurf von Sane einen Offensivrebound und punktete in Brettnähe. Anschließend netzte der 40-Jährige per Dreipunktewurf zur schnellen 5:0-Führung ein. Die Gäste taten sich anfangs schwer gegen die aggressive Verteidigung der Riesen. Toms Skuja vereitelte mit schnellen Händen immer wieder Anspiele.
Nach einem versenkten Korbleger von Sane zum 11:4 sah sich MBC-Trainer Milenko Bogicevic gezwungen eine frühe Auszeit zu nehmen. Und die zeigte Wirkung. Nach einem Dreier von Akeem Vargas und einem Dunk von Kresimir Nikic gleichen die Gäste binnen weniger Angriffe aus (13:13). Die Gelb-Schwarzen sollten aber durch einen Distanzwurf von Elijah Hughes und guten Aktionen von Brandon Tischler in Korbnähe wieder die Führung übernehmen. Da die Riesen aber einige Punkte an der Freiwurflinie liegenließen und Akeem Vargas mit dem Ende des ersten Viertels einen Dreipunktewurf aus der Ecke traf, ging es nur mit einer knappen Führung in die erste Viertelpause (25:22).
Auch im zweiten Abschnitt blieben die Gäste aus Sachsen-Anhalt zunächst in Schlagdistanz. Toms Skuja, der im bisherigen Saisonverlauf mehr als Organisator im Spielaufbau aufgefallen ist, schloss einen Fastbreak ab und netzte einen Dreier ein. Ludwigsburg war im Abschluss nun konsequenter als der MBC und baute die Führung wieder aus.
Symptomatisch für den Spielverlauf war, dass Jure Planinic einen Dunk nicht im Korb unterbringen konnte und Stefan Smith im direkten Gegenzug die Führung der Riesen auf acht Punkte erhöhte (35:27). Der MBC verteidigte zu foulintensiv und bescherte den Hausherren immer wieder leichte Zähler an der Freiwurflinie. Dank Punkten von Elijah Hughes und Gavin Schilling bauten die Riesen ihren Vorsprung in der 15. Minute erstmals in den zweistelligen Bereich aus (43:29). Die Wölfe antworteten mit einem 7:0-Lauf und es ging mit einem Vorsprung von acht Punkten für die Riesen in die Pause (46:38).
Nach dem Seitenwechsel sorgte Babacar Sane für Highlights auf beiden Seiten des Spielfeldes. Zuerst versenkte er einen Korbleger, dann blockte er Charles Callison und traf anschließend einen Dreier. Doch weiter absetzen konnten sich die Ludwigsburger nicht. Angetrieben vom in der ersten Halbzeit punktlos gebliebenen MBC-Topscorer Callison und Planinic kamen die Gäste wieder bis auf sieben Zähler heran. Dank Dreiern von Elijah Hughes und Julis Baumer verschafften sich die Riesen wieder etwas Luft und blieben mit neun Zählern in Front (68:59).
10:0-Lauf bremst Aufholjagd aus
Doch im Schlussviertel starteten die Wölfe eine erneute Aufholjagd. Während die Riesen in den ersten zwei Minuten ohne Korberfolg blieben, erzielte der MBC neun schnelle Punkte und waren nach einem Distanzwurf von Charles Callison wieder in Schlagdistanz (69:67). Aber nach zwei Treffer aus der Distanz von Babacar Sane und Punkten von Stefan Smith antworteten die Barockstädter ihrerseits mit einem 10:0-Lauf. Der MBC gab sich nicht auf und konterte mit sieben Punkten in Serie. Doch die Riesen verteidigten nun den Vorsprung und siegten am Ende mit 86:82.
„Ich bin stolz auf den Sieg“, betonte Riesen-Trainer Mikko Riipinen nach dem Spiel. „Wir haben in den letzten Tagen einiges durchgemacht mit Krankheiten und Verletzungen. Es war natürlich nicht alles perfekt, aber wir konnten einige taktische Dinge besser machen.“
Für die Riesen geht es erst am 6. März (20 Uhr) mit einem Auswärtsspiel in Ulm weiter.
