MHP Riesen Ludwigsburg Riesen geben es aus der Hand

Von Simon David
Auch 21 Punkte von Stefan Smith reichten am Ende nicht für einen Ludwigsburger Sieg in der Rostockeer Stadthalle. Die Riesen verloren nach Verlängerung. Foto: /Ralf Poller/Avanti

Mit bis zu 15 Punkten führten die Ludwigsburger in Rostock, am Ende verloren sie nach Verlängerung.

Lange hatte Basketball-Bundesligist MHP Riesen Ludwigsburg am Montagabend in der Rostocker Stadthalle bei den Rostock Seawolves geführt. Am Ende reichten jedoch selbst 14 Dreier nicht zu einem Sieg. Die Barockstädter verloren nach Verlängerung und verpassten es dadurch, die Rostocker in der Tabelle auf Abstand zu halten.

Die Ludwigsburger starteten engagiert in die Begegnung und holten sich früh viele Offensiv-Rebounds. Allerdings ließen sie zunächst auch viele dieser Chancen liegen. So gerieten die Barockstädter mit 6:11 in Rückstand. Nach einer Auszeit zeigten sich die Gäste dann jedoch deutlich effektiver im Abschluss. Bis zur Pause legten die Riesen einen 14:3-Lauf zum 23:14 hin. Traveon Buchanan und Elijah Hughes waren dabei jeweils mit einem Dreier beteiligt.

Hohes Tempo im zweiten Viertel

Im zweiten Durchgang startete das Team von Mikko Riipinen furios. Mit hohem Tempo und großer Effizienz zogen die Ludwigsburger davon. Mehrere Dreier gelangen ihnen in den ersten sechs Spielminuten. Auf bis zu 15 Punkte zogen die Gelb-Schwarzen beim zwischenzeitlichen 38:23 davon. In der Folge leisteten sich die Gäste dann aber mehrere Fehlwürfe. So kamen die Rostocker auf neun Punkte heran. Dass es nicht noch enger wurde lag daran, dass auch die Gastgeber mehrere Gelegenheiten ungenutzt ließen. So ging es mit einem 43:34 aus Sicht der Ludwigsburger in die Halbzeitpause.

„Die erste Halbzeit war ganz ok von uns. Wir werden aber sicher noch mehr gefordert werden in der zweiten Halbzeit, wir müssen hellwach bleiben“, forderte Riipinen in der Halbzeitpause. Der Ludwigsburger Trainer sollte recht behalten. Zwar kamen die Riesen sehr gut ins dritte Viertel. Nach Buchanans drittem Dreier betrug der Vorsprung der Gäste beim 52:38 erneut 14 Punkte, doch steckten die Seawolves zu keinem Zeitpunkt auf. Im Gegenteil, mit zunehmender Spieldauer kamen sie Punkt um Punkt heran. Anderthalb Minuten vor Ende des Durchgangs stand es nur noch 54:59. Auch beim 55:61 nach 30 Minuten waren die Rostocker noch in Schlagdistanz.

Im Schlussdurchgang blieb es spannend. Die Gastgeber kamen gleich zu Beginn auf 60:61 heran, ehe Darrell Edge mit einem Dreier für eine kurze Verschnaufpause der Riesen sorgte. Die Seawolves blieben jedoch dran und kamen nach viereinhalb Minuten zum 67:67-Ausgleich. Keshawn Kellman sorgte für die erneute Ludwigsburger Führung, doch glichen die Hausherren durch zwei Freiwürfe aus.

Erstmals wieder in Rückstand

Knapp zwei Minuten vor Ende des Viertels gingen die Gastgeber – erstmals seit dem ersten Viertel – nach drei verwandelten Freiwürfen mit 73:71 in Führung. Hughes konterte direkt mit einem dreier zum 74:73. In der verbleibenden Spielzeit wechselte die Führung noch mehrmals. Drei Sekunden vor Schluss schafften die Rostocker den Ausgleich zum 79:79. Ein letzter Ludwigsburger Angriff in der regulären Spielzeit blieb erfolglos.

Somit ging es in eine fünfminütige Verlängerung. Hier gerieten die Gelb-Schwarzen in der Schlussphase mit vier Punkten in Rückstand. 16 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte Stefan Smith mit einem Dreier für den Anschlusstreffer zum 89:90. Es war der insgesamt 14. Distanztreffer der Barockstädter. Das nutzte aber letztlich alles nichts mehr, da Rostock noch mehrere Freiwürfe zuerkannt bekam. Alle wurden verwandelt. So gewannen die Mecklenburger mit 96:89.

 
 
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