MHP Riesen Ludwigsburg Riesen gewinnen Pokal-Krimi

Von Manuel Schust
Point Guard Stefan Smith führte die Ludwigsburger in der Verlängerung zum Sieg und war mit insgesamt 35 Punkten Topscorer der Partie. Foto: Sascha Walther/Eibner-Pressefoto

Dank einer starken Leistung des Spielmachers Stefan Smith gewinnen die Riesen das Pokalspiel gegen Frankfurt in der Verlängerung mit 101:96.

Vier Viertel lang begegneten sich die Frankfurt Skyliners und die Riesen Ludwigsburg auf Augenhöhe. In der Verlängerung machte Riesen-Spielmacher Stefan Smith den Unterschied und führte sein Team zum 101:96-Sieg in der ersten Pokalrunde. Der 26-Jährige übernahm bei den Barockstädtern die Verantwortung und erzielte 17 seiner insgesamt 35 Punkte in der Verlängerung.

Das erste Pflichtspiel für beide Mannschaften war direkt ein K.o.-Spiel und man merkte sowohl den Frankfurtern als auch den Ludwigsburgern an, dass viel Nervosität und Ungenauigkeiten die Partie zunächst prägten. Die Riesen, bei denen neben Brandon Tischler und Veteran Yorman Polas Bartolo die drei Amerikaner Stefan Smith, Tray Buchanan und Keeshawn Kellman in der Startformation standen, erwischten den besseren Start. Dank vieler Offensivrebounds und zweiter Wurfchancen gingen sie anfangs in Führung (13:6). Doch als die Frankfurter anfingen, ihre Distanzwürfe zu treffen, wendete sich das Blatt. Mit dem Ende des ersten Viertels versenkte Frankfurts Nahiem Alleyne einen Distanzwurf zur Führung der Gastgeber (19:21).

Kein Team kann sich absetzen

Im zweiten Viertel kam etwas mehr Struktur und Ordnung ins Spiel bei beiden Teams. Der 20-jährige Julis Baumer traf direkt nach seiner Einwechslung einen Dreipunktewurf aus der Ecke. Spektakuläre Dunks von Keeshawn Kellman und Elijah Hughes und einfache Spielzüge, wie etwa ein Blocken und Abrollen von Smith und Wohlfahrth-Bottermann, führten bei den Riesen zu Erfolgen. Die Ludwigsburger setzten sich zur Mitte des zweiten Viertels wieder etwas ab (39:34). Doch mit einem 6:0-Lauf eroberten die Gastgeber die Führung bis zur Halbzeit wieder zurück.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Mainstädter insgesamt stabiler. Der Ball lief flüssiger bei den Skyliners, die sich erstmals deutlicher mit acht Zählern absetzen konnten (47:55). Die Gelb-Schwarzen haderten mit ihrer schlechten Dreipunktequote. Erst als die Würfe von jenseits der 6,75 Meter fielen, gelang den Gästen der Ausgleich (59:59).

Tray Buchanan brachte die Riesen eine Minute vor Ende des vierten Viertels mit drei Punkten in Führung (81:78), doch Frankfurt schaffte es dank eines Dreiers von Jaedon LeDee in die Verlängerung.

Smith führt die Riesen zum Sieg

Dort übernahm Stefan Smith die Verantwortung. In gerade mal zwei Minuten traf er von der Freiwurflinie und versenkte drei Dreipunktewürfe. Frankfurt hingegen verlor in dieser Phase zweimal den Ball und schließlich auch das Spiel. „Ich habe zu Beginn des Spiels Schwierigkeiten mit meinem Wurf gehabt“, schilderte Smith im Interview nach Spielende. „Aber ich habe das Selbstvertrauen weiter zu werfen.“

Durch den Sieg stehen die Riesen im Achtelfinale des BBL-Pokals. Dort müssen die Ludwigsburger am 18. oder 19. Oktober auswärts in Heidelberg antreten. Doch zunächst geht es für die Riesen zum Ligaauftakt am 3. Oktober erneut nach Frankfurt.

„Stefan Smiths Leistung war beeindruckend, doch auch Brandon Tischler verdient ein Sonderlob“, erklärte Riesen-Cheftrainer Mikko Riipinen. „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber es ist wichtig gewonnen zu haben und im Pokal weiterzukommen.“

 
 
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