Mit den Leistungen der Hinrunde ist Riesen-Trainer Mikko Riipinen insgesamt zufrieden. Die Ludwigsburger liegen als Siebtplatzierter mit einer Bilanz von neun Siegen und sieben Niederlagen voll auf Play-off-Kurs. „Die Hinrunde bekommt die Note zwei bis drei“, beziffert der schwedische Headcoach die Leistung seines Teams. „Es läuft ganz gut, aber es gibt natürlich noch viel zu verbessern.“ Nach dem Abgang von US-Guard Darnell Edge unter der Woche sehen die Riesen keinen Bedarf, auf dem Transfermarkt kurzfristig tätig zu werden. Der Kader ist vor allem auf der Guard-Position tief genug besetzt, um Edges Abgang als Team kompensieren zu können.
MHP Riesen Ludwigsburg Riesen treffen in Jena auf einen runderneuerten Gegner
Zum Rückrunden-Auftakt gastieren die Riesen am Samstag (18.30 Uhr) in Jena bei einem Team, das sich personell neu aufgestellt hat.
Jena drückt den Reset-Knopf
Ganz anders hat sich die Lage beim nächsten Gegner der Barockstädter entwickelt. Wenn die Riesen am Samstag (18.30 Uhr) zu Gast bei Science City Jena sind, bekommen sie es mit einem Gegner zu tun, der seit dem letzten Aufeinandertreffen beider Teams vor vier Wochen (91:82-Sieg für Ludwigsburg) einige Kader-Veränderungen durchführen musste.
Nachdem Jena bereits Ende November das Saison-Aus von Center Great Osobor hinnehmen musste (Kreuzbandriss), verabschiedete sich mit Eric Washington nun auch der Kapitän der Thüringer. Der 32-jährige Spielmacher verlies den Bundesliga-Neuling in der vergangenen Woche und schloss sich Konkurrent Niners Chemnitz an. Ebenfalls nicht mehr im Kader Jenas ist Wirbelwind Tavian Dunn-Martin. Der mit 1,73 Meter kleinste Spieler der Bundesliga wurde entlassen. Veteran Robin Christen ist dafür wieder genesen. Neu im Kader der Thüringer sind Point Guard Uchenna Iroegbu, Center Will McNair und Probespieler Ja’von Franklin.
Die jüngsten Adaptionen haben zuletzt die erwünschte Wirkung gezeigt. Nachdem Jena gut in die Saison gestartet war, hatte die Mannschaft von Trainer Björn Harmsen zwischenzeitlich fünf Niederlagen hintereinander kassiert. Zuletzt siegte Harmsens Team in Braunschweig (83:78) und gewann vergangenen Sonntag das Heimspiel gegen Vechta deutlich (95:78). Keith Braxton (22 Punkte) und Joe Wieskamp (18 Zähler) waren gegen Vechta die besten Punktesammler. Durch die beiden Siege hat sich der Aufsteiger wieder an die Play-In-Ränge herangetastet und belegt derzeit mit sieben Siegen und neun Niederlagen Rang elf im Tableau.
Beide Teams gut im Rebounding
„Jena ist ein aggressives Team, das gerne den Ball in den Post-Up bringt, stark beim Offensivrebound agiert und die Scoringlast auf viele Akteure verteilt“, analysiert Riipinen.
Vor allem auf das Duell unter den Körben darf man gespannt sein. Denn da können beide Teams richtig gut zupacken. Ligaweit belegen Jena und Ludwigsburg bei den Rebounds Rang zwei und drei. Vor allem am offensiven Brett gehen beide Mannschaften den Abprallern besonders intensiv nach. Die Riesen liegen mit durchschnittlich 14,9 Offensivrebounds auf Platz eins, Jena mit 14,8 nur hauchdünn dahinter.
„Für uns wird es wichtig sein, aggressiv und körperlich zu sein, aber gleichzeitig solide und diszipliniert“, führt Riipinen weiter aus. „Wir müssen während des Spiels stabil sein und verstehen, dass wir auf fremdem Boden und auswärts spielen. Die Einstellung, der Zusammenhalt und das Festhalten am Gameplan sind sehr wichtig für uns.“
